Foto: Erich Schwinge

Schutz für Fledermäuse und Molche

15. Juli 2018

Ausweisung von vier Natur- und Landschaftsschutzgebieten in Verden und Kirchlinteln geplant

Um die europäischen Vorgaben der Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie umzusetzen, sollen vier weitere Natura 2000-Gebiete im Landkreis Verden als Natur- beziehungsweise Landschaftsschutzgebiete gesichert werden. Für die Gebiete liegen inzwischen die Verordnungsentwürfe vor. Geplant sind die Naturschutzgebiete „Wedeholz“ und „Mausohrjagdgebiet Lindhoop“ in der Gemeinde Kirchlinteln, das Landschaftsschutzgebiet „Poggenmoor“ in der Stadt Verden und das Naturschutzgebiet „Waller Flachteiche“, das sich über beide Gemeinden erstreckt.

Mit 183 Hektar ist das Naturschutzgebiet „Wedeholz“ nordöstlich der Ortschaft Holtum-Geest das größte dieser Gebiete. Das am Ortsrand von Kirchlinteln liegende „Mausohrjagdgebiet Lindhoop“ umfasst rund 32 Hektar. Bei beiden Gebieten handelt es sich fast ausschließlich um Landeswald. Die Unterschutzstellung dient dem Erhalt und der Entwicklung von Eichen- und Buchenwaldbeständen. Gleichzeitig sollen die Fledermausarten Bechsteinfledermaus, die stark an den Wald gebunden ist, und das Große Mausohr, das die Waldgebiete als Jagdrevier nutzt, durch die Unterschutzstellung in ihren Populationen geschützt werden.

Das Naturschutzgebiet „Waller Flachteiche“ liegt zwischen den Ortschaften Walle und Holtum-Geest. Das Gebiet mit einer Größe von rund 23 Hektar dient dem Schutz einer durch Sandabbau entstandenen Teichlandschaft und ihrer Umgebung als Lebensraum vieler schutzbedürftiger Tier- und Pflanzenarten. Insbesondere der Kammmolch und viele weitere Amphibien nutzen die Teiche als Laichbiotop.

Das Landschaftsschutzgebiet „Poggenmoor“ ist mit rund 16 Hektar das Kleinste der geplanten Schutzgebiete. Es liegt nördlich des Golfplatzes Verden-Walle am Oberlauf der Halse und ist durch eine wertvolle Grünland- und Magerrasenvegetation sowie umliegende Waldflächen geprägt.

Die jeweiligen Verordnungsentwürfe nebst Karten und Begründung werden in Kürze bei den betroffenen Gemeinden öffentlich ausgelegt. Über Ort und Zeit der Auslegung informieren die Gemeinden. Auch beim Landkreis Verden können die Unterlagen ab sofort eingesehen oder auf der Internetseite des Landkreises unter www.landkreisverden.de abgerufen werden.

Anregungen und Bedenken können während der Auslegungszeit an die Gemeinden oder direkt an den Landkreis als untere Naturschutzbehörde gerichtet werden. Nach Abschluss der Auslegung werden alle eingegangenen Stellungnahmen ausgewertet und anschließend die endgültigen Verordnungstexte und Karten für die Beschlussfassung durch den Kreistag erarbeitet.

Fragen, Anregungen und Einwendungen nimmt die Naturschutzbehörde des Landkreises Verden entgegen.

Ansprechpartner sind Antje Mahnke-Ritoff, Telefon (04231) 15757, Ulrike Hoffmann, Telefon (04231) 15239 sowie Claudia Klatt, Telefon (04231) 15728.

(une/chi)

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