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Schloss Brundlund ist zur Heimat der Künstler geworden

30. Dezember 2018

So ganz ohne Kuchen scheint in Dänemark nicht viel zu laufen. Die Vorstellung, nur seine Sinne mit Kunst zu füllen und auf die sinnlichen Genüsse per Zunge zu verzichten, passt einem Dänen nicht so recht ins Bild. Darum wundert es auch nicht, dass das Kunstmuseum in Aabenraa mit einem kleinen Café bestückt ist, in dem die Vorliebe für Kaffeetafeln in Südjütland ihren Ausdruck findet. Dabei weiß die Museumsführerin vorerst alle Details über die Vorliebe der nördlichen Nachbarn Deutschlands über Kuchen zu sagen, bevor sie auf die Bedeutung der Kunst für Dänemark spricht. Es ist nur zu vermuten, dass die Neigung zur Kunst und zum Design zwischen Nord- und Ostsee etwas ausgeprägter ist, als im übrigen Europa.

eugen dafür gibt es weltweit und natürlich auch im Herkunftsland genügend.
Das Museum in Aabenraa ist in dem ehemals administrativen Gebäude, das erst durch Königin Margrethe I. zum Schloss erhoben wurde, würdevoll aufgehoben. Mit Stolz zeigen die Einwohner der 17.000-Einwohner-Stadt teilweise einheimische Künstler, die es zu Weltruhm gebracht haben im Einklang mit Designelementen von Kunstschaffenden, die ihren ganz eigenen Ausdruck haben. Behutsam achtet das Team des Museums in Schloss Brundlund darauf, dass bei allen Wechseln von Werken unterschiedlicher Künstler immer eine Harmonie der Gesamtausstellung gegeben ist. Das dabei mit Stolz auf den Sonderborger Künstler Sören Behncke verwiesen wird, wundert nicht. Behncke ist es gelungen, bis nach New York auf seine einzigartigen Werke aufmerksam zu machen. Ob Pistolen, die in Blockflöten münden, rosafarbene Werkzeuge oder viele andere in Kunst verpackte Hinweise auf sein Forcieren von Friedensideen, die Ausstellung rückte das Schloss Brundlund für viele Monate in den Focus der Kunstwelt. Auch die Verbundenheit zur Malerin Franziska Clausen, die in Aabenraa beheimatet war, wird in einer eigenen Ausstellung der Bedeutung der berühmten Bürgerin gerecht.

Auch wenn das Schloss Brundlund der attraktivste Ort für Besucher der kleinen Stadt Aabenraa im Süden Dänemarks ist, sollte der verzaubernde Stadtkern mit seinen malerischen, geduckten Häusern und dem typischen Straßenpflaster dazwischen nicht unentdeckt bleiben. Häufig werden die farbigen Fronten der niedlichen von offenen Türen der Cafés und kleinen Pubs unterbrochen, in denen natürlich auch wieder mit Süßgebäck in den Vitrinen gelockt wird. Es muss schon eine sehr strenge Diät im Spiel sein, diese Köstlichkeiten unbeachtet zu lassen.

(so)

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