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„Scheepers Vadder“ und weitere Themen

2. August 2015

Ortschaftsversammlung berät über Kunstwerk im Dorfzentrum und Straßenbauten

Seitdem den Bürgern von Neddenaverbergen die Einladung zu einer Ortschaftsversammlung ins Haus flatterte, sorgte eines der Themen, genannt als das Projekt „Scheepers Vadder“, für ein Rätselraten der Einwohner.

Was es damit nun auf sich hat, erläuterte Ortsvorsteher Uwe Panten auf der Versammlung, in der außerdem über den Planungstand der Baumaßnahmen der Neddener Dorfstraße berichtet wurde. Vorgestellt wurde von Panten die von der Arbeitsgruppe entwickelte Projektidee „Scheepers Vadder”, die dazu beitragen solle, die zentrale Bedeutung des Platzes wieder aufleben zu lassen.
Auf einem Grünbereich, der durch die mit dem Straßenbau erfolgte Umgestaltung des Einmündungsbereichs der Armsener Straße in die Dorfstraße hinzu gewonnen wird, solle mit einer Bronze-Skulptur  eine Idee verwirklicht werden, die das dörfliche Leben symbolisiere: Scheepers Vadder beim Dengeln einer Sense!
Diese Idee basiert auf einer stimmungsvollen Fotografie, die in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts entstand.

„Scheepers Vadder“, ein im ganzen Dorf bekannter und unmittelbar am Buernbrink wohnender Kleinbauer hatte sich eines Tages vor seinem Haus in den warmen Sand der Dorfstraße gesetzt und begann, seine Sense zu dengeln“, erläuterte Panten. Der Fotograf erkannte darin eine ländliche Idylle und hielt sie bildlich fest. Aus dem Bild wurde eine Postkarte und fand Eingang in die Dorfchronik.
„Wie kein anderes Motiv stellt dieses Bild das bäuerliche Leben und die Symbiose der Bewohner mit dem Dorf sowie deren Wohl- und Lebensgefühl dar“, sagte Panten. Diese Skulptur könne auch  die Identität der Einwohner mit dem Dorf stärken und damit ein zufriedenes Wohl- und Lebensgefühl fördern: „Importiert wird  nichts Künstliches, sondern wir greifen einen typischen Menschen aus dem Dorf auf, frei nach dem Motto: „Scheepers Vadder, das sind wir“!
Für die Realisierung dieser Idee seien aber nicht unerhebliche finanzielle Mittel nötig, für die Sponsoren zu suchen seien und gesucht würden.
Panten rief die Bürger dazu auf, den bereits bestehenden Arbeitskreis durch weitere Mitarbeiter zu unterstützen, um die  Ausgestaltung der Projektideen auf eine breitere Basis zu stellen und damit zu erleichtern.

Außerdem regte er im Verlauf der Versammlung an, das jährliche Laubharken auf dem ehemaligen Schulhof um einen „Frühjahrsputz“ zu erweitern. Dieses habe der Dorfplatz wahrlich „verdient“.
Im weiteren Verlauf der Versammlung stellte Werner Stadtlander, Fachdienstleiter Straßen beim Landkreis, die Baumaßnahmen zur Sanierung der Ortsdurchfahrt vor, in die der Landkreis insgesamt 1.440.000 Euro investieren will. Etwa 60 Prozent davon sollen aus Fördermitteln des Landes finanziert werden. Begonnen werde der erste Bauabschnitt Ende des Monats mit der Sanierung der Kreisstraße 30 von etwa der Ortsmitte bis zum Ortsausgang in Richtung Hamwiede.
Diese Maßnahme solle mit Ende der Sommerferien abgeschlossen sein und kurze Zeit später mit dem aufwändigeren Straßenbau der K 13 von der westlichen Ortseinfahrt bis zur Dorfmitte begonnen werden.

Diese Baumaßnahme würde mindestens bis April nächsten Jahres andauern. Der Radwegbau entlang der K 38 nach Armsen sei für den Sommer 2016 vorgesehen.  Jeder Anlieger würde vor und während der anstehenden Baumaßnahmen in persönlichen Gesprächen ausführlich über den Stand der Arbeiten informiert und mit welchen Einschränkungen eventuell zu rechnen seien.

Er freute sich auch über das Interesse der Einwohner aus der Ortschaft und dem Engagement des Arbeitskreises, der sich im Vorfeld bei den Planungen einbrachte.

(hr)

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