Sammeln Sie das Altpapier in Tonnen und für Vereine?

5. Februar 2017

Altpapier ist ein wertvoller Rohstoff. Aber nicht jedes Papier taugt auch gleich zu Altpapier.

Alltägliche Produkte aus Altpapier gibt es eine ganze Reihe. Angefangen bei Tageszeitungen, die fast ausschließlich aus Altpapier hergestellt werden, bis hin zu diversen Toilettenpapieren, Küchentüchern und Eierkartons. Auch Wellpappe gehört in Sachen Verpackungsmaterial dazu. In Zeiten des Internethandels spielen Verpackungen für den Versand eine immer größere Rolle. In die Papiertonnen gehören dagegen keine verschmutzten oder beschichteten Papiere aller Art wie Getränkekartons, Tapeten oder Öl- und Kohlepapiere.

Das Umweltzeichen „Blauer Engel“ zeigt dem Verbraucher auf den ersten Blick: Hier wurden 100 Prozent Altpapier verwendet. Aus diesem Grund kann bedrucktes Papier mit diesem Label problemlos ins Altpapier zurückwandern. Es zu sammeln, lohnt sich aus zweierlei Gründen. Aus ökologischer Sicht, denn Papierprodukte die ausschließlich aus frischen Fasern hergestellt werden, belasten die Umwelt deutlich mehr als Produkte, die komplett oder zum größten Teil aus Altpapier gefertigt werden. Wirtschaftlich profitiert sogar jeder Privathaushalt. Denn die Kommunen verkaufen das Altpapier. Mit den Erlösen werden die Müllgebühren querfinanziert: So bleiben sie konstant. Derzeit liegt der Preis für Altpapier zwischen 50 und 60 Euro pro Tonne. Mit einer Verwertungsquote von etwa 80 Prozent wird dieser Wert in Deutschland deutlich übertroffen.

In der Regel sind es die örtlichen Abfallentsorgungsbetriebe, die sich dem gesammelten Altpapier von Privathaushalten und Unternehmen annehmen. Über die Tonne oder die großen Container gelangt der begehrte Rohstoff in den Recycling-Kreislauf. Es gibt aber auch private Händler, die Altpapier ankaufen. Auch verschiedene Vereine versuchen, durch das Sammeln von Altpapier, ihre Kassenlage aufzubessern.

Ich sammle das Altpapier in einer Kiste und werfe es dann in den Altpapiercontainer. Es sammelt sich schon alleine durch die Tagesprospekte und Wurfsendungen am Wochenende viel an. Ich kenne weiter keine Vereine die Altpapier sammeln. Auf der Arbeit, in der Tischlerei, wird das übrige Holz  verbrannt, Folie und Papier extra gesammelt. Ich selbst trenne den Müll für den Gelben Sack und Restmüll. Altglas bringe ich zum Container, ebenso Elektromüll. Auf die ein oder anderen Sachen, wie Plastiktüten, verzichte ich schon oder nutze Tüten drei Mal. Aber ich achte nicht bewusst darauf – Maik Grinda aus Bomlitz

Bei uns sammeln die Vereine kein Altpapier. Das kommt bei uns in die Papiertonne. Getrennt wird bei uns auch der Biomüll. Wir haben außerdem  einen Kompost. Altglas kommt in den entsprechenden Container. Aussortierte Altkleider geben wir entweder in die Kleiderkammer oder in eine der Altkleider-Container. Ich arbeite beim Sozialamt. Auch dort wird Altpapier gesammelt, und wir haben eine Biotonne und eine für Restabfall. Wir versuchen auch Müll zu vermeiden und nutzen zum Beispiel zum Einkaufen Stofftüten und Körbe. Es ist einfach eine Sache der Gewohnheit – Tina Orban mit Jonas aus Hodenhagen

Ich habe es gerne einfach im Leben und gebe das Altpapier in die Altpapiertonne. Das Altglas sammle ich und bringe es nach einer Zeit, wie es sich gehört, zum Container. Die Biotonne gibt es auch noch, so dass entsprechend getrennt wird. Ich halte es so, dass ich auch die Pizza im Karton nehme, wenn es meine Lieblingspizza ist. Wir Deutschen sind Vorreiter, was die Mülltrennung betrifft. Vor allem, wenn man andere Länder sieht. Unsere Innenstädte sind relativ sauber, im Gegensatz zu anderen  Ländern. Bei uns im „Musiker-Viertel“ fliegt leider auch mehr Müll herum – Jeremy Rode mit Angelina Göbel aus Walsrode

Wir trennen alles, wie Müll für den Gelben Sack und Restmüll. Eine Biotonne haben wir auch. Vereine sammeln bei uns kein Altpapier. In einem Vier-Personen-Haushalt fällt immer viel an. Pappschachteln und unnütze Umhüllungen lasse ich oft schon nach dem Einkauf im Supermarkt. Plastiktüten versuche ich generell zu vermeiden und nutze lieber die Mehrweg-Stofftaschen, die habe ich immer dabei. Zwei Mal im Jahr können wir die Gartenabfälle zur Deponie bringen, sonst kommen sie in die Biotonne – Jeanette Hermann mit Leonie aus Bad Fallingbostel

Wir geben das Altpapier in die grüne Tonne. Bei uns sammelt nur noch der Schützenverein Borg-Cordingen Altpapier ein. Die Sportvereine sammeln nicht mehr. Früher sind wir von der Handballabteilung HSG Lohheide vier Mal im Jahr dabei gewesen, um das Altpapier abzuholen. Aber es lohnt sich nicht mehr. Damals wurde die Aktion von der Gemeinde bezuschusst und Firma Bertram hat für die Tonne gut bezahlt. Ansonsten trennen wir zu Hause den Müll und haben quasi vier Tonnen – zusätzlich die gelben Säcke – auf dem Hof stehen. Der Restabfall aus unserem Betrieb kommt in eine 1200-Liter-Tonne – Volker Walkling aus Benefeld

Ich wohne in Hünzingen-Kolonie und wir sammeln noch für unseren Schützenverein. Mit dem Geld fürs Altpapier können Kinderprojekte finanziert und die Jugendarbeit unterstützt werden, aber auch besondere Festlichkeiten. Wir sammeln das Altpapier im Keller in Kartons. Rund vier Mal im Jahr sammelt der Schützenverein das Papier ein, und das ist eine gute Sache, die man unterstützen sollte. Wir trennen generell den Müll. Altglas kommt in den Container, Biomüll in die braune Tonne, Plastikmüll in den gelben Sack. Es ist nicht zu kompliziert und macht Sinn – Carola Löwenau mit Alina aus Hünzingen-Kolonie

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