Sagt Ihnen die Sozialwahl etwas?

21. Mai 2017

Die Selbstverwaltung der Bundesagentur für Arbeit wird ernannt.

Da sieht man die Plakate, Ankündigungen im Fernsehen und auch die Wahlunterlagen hängen schon sei geraumer Zeit an der Pinnwand oder liegen auf dem Schreibtisch. Doch so richtig kann keiner etwas mit der Sozialwahl anfangen, oder? Sie findet alle sechs Jahre bei allen Trägern der gesetzlichen Renten-, Kranken- und Unfallversicherungen statt.

Die Sozialwahlen sind in Bezug auf die Zahl der Wahlberechtigten die drittgrößte Wahl in Deutschland nach der Europawahl und den Wahlen zum Deutschen Bundestag. Die Sozialwahl 2017 findet vom 25. April bis 31. Mai statt. Sie soll den Versicherten und Arbeitgebern die Mitbestimmung über die Arbeit der Sozialversicherungsträger ermöglichen. Die Gestaltungsmöglichkeiten der Selbstverwaltung selbst sind gesetzlich geregelt. Die Stimmabgabe soll eine Einflussnahme auf die Geschicke des Versicherungsträgers bewirken sowie eine Mitwirkung und Mitgestaltung in den Bereichen Finanzen, Rehabilitation, Personal und Organisation sein.

Die Wahl ist als Listenwahl frei und geheim und erfolgt nach den Grundsätzen der Verhältniswahl. Zur Wahl stellen sich bei der Sozialwahl in der Regel Gewerkschaften, andere (Arbeitnehmer-)Vereinigungen und Einzelbewerber. Bei der Sozialwahl dürfen Versicherte und Rentner der Deutschen Rentenversicherung Bund, der Deutschen Rentenversicherung Saarland und Mitglieder der Ersatzkassen wählen, die am 1. Januar 2017 das 16. Lebensjahr vollendet haben. Da für die Mitglieder der BARMER ein späterer Wahltermin gilt, sind dort alle Mitglieder, die am 1. Mai 2017 das 16. Lebensjahr vollendet haben, wahlberechtigt.

Befasst habe ich mich damit schon, doch mit dem Ergebnis, dass man nichts verändert. Es ist eine Listenwahl und da bestimmen letztendlich die, die in der Vergangenheit bereits dabei waren. Bei der Wahl tendiere ich mehr zu der guten alten Krankenkasse. So richtig weiß man nicht, was die wollen und kennt nicht das Programm. Sie haben zwei Schlagzeilen und das war’s dann.  Man nimmt das Ergebnis hin, es ändert aber nichts – Reiner Störk mit Emil aus Nordkampen

Wir haben keine Unterlagen erhalten, vielleicht weil wir bereits Rentner sind. Früher haben wir immer mitgemacht und unsere Krankenkasse gewählt, da wir mit der gute Erfahrung gemacht haben. Ich gehe davon aus, dass die Vertreter sich in unserem Sinne für die Mitgliedssätze und Leistungen einsetzen. Die Wahl findet relativ selten statt.  Nun ist es uns egal, ob wir dabei sind oder nicht – Margot Hogrefe aus Visselhövede

Ich habe die Wahlunterlagen erhalten und sie gleich entsorgt, weil ich kein Interesse daran habe. Die Wahl ist mir zu anonym. Die Leute die sich da anbieten, kennt man nicht. Bei der Sozialwahl weiß ich nicht, was für persönliche Vorteile sie für mich bringt. Ansonsten gehe ich regelmäßig zur Wahl. Hier aber habe ich nicht das Gefühl, etwas zu verändern. Ich halte die Wahl für etwas Überflüssiges, das viel Geld kostet – Thomas Fiene aus Hannover

Wir haben uns die Unterlagen angesehen und sie weggepackt. Die Gewerkschaften, Krankenkassen und Sozialverbände, die ihre Listen haben, wählen untereinander aus. Man kann nichts bewirken. Wir sind in der gesetzlichen Krankenkasse und auch rentenversichert. An politischen Wahlen nehmen wir teil. Ich glaube auch nicht, dass die Sozialwahl gut angenommen wird, höchstens fünf bis zehn Prozent werden wählen. Die Politiker und die Verbände haben schon alles ausgearbeitet – Wolf-Dietrich und Kristina Winkelmann aus Bad Fallingbostel

Ich habe die Wahlunterlagen schon abgeschickt. Ich bin überrascht, dass nicht alle zur Wahl gebeten wurden. Ich bin freiberuflich tätig und mein Mann ist bei mir angestellt und gesetzlich versichert. Aber er hat keine Wahlunterlagen erhalten. Ich habe die Gewerkschaften angekreuzt, weil ich denke, dass sie auch so gute Arbeit leisten. Inwieweit das Mitspracherecht reicht, weiß ich auch nicht. Sie werden regeln, wer was an Leistungen im Krankheitsfall  bezahlt und was im Katalog aufgenommen wird – Angelika Achmus aus Walsrode

Ich habe die Unterlagen letzte Woche erhalten, hatte aber noch keine Zeit, mich damit zu befassen und auseinanderzusetzen. Ich weiß auch nur mittelprächtig, worum es da geht. Ich glaube alle fünf Jahre wird gewählt. Ich wähle die AOK, da mein Sohn dort arbeitet. Da kann ich mir gut vorstellen, dass sie die richtigen Vertreter stellen. Die letzte Sozialwahl habe ich nicht verfolgt. Ich finde, sie kostet unnötig viel Geld, da sind andere Dinge wichtiger – Uwe Winkelmann aus Meinerdingen

Schlagworte:

,



Comments are closed.

Back to Top ↑