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Premiere stößt auf großes Interesse

23. September 2018

Welchen Schulabschluss brauche ich? Was sind meine Tätigkeiten? Und natürlich: Was kann ich verdienen? Diese und viele weitere Fragen beantworteten kürzlich insgesamt sieben Apotheker an drei Tagen bei der Bildungs- und Fachkräftemesse „Work & Life“ in der Bad Fallingbosteler Heidmark-Halle. Erstmalig präsentierte sich dabei diese Berufgruppe im Heidekreis im Rahmen des Projektes „Apotheker unterwegs in Schulen“, das der Landesapothekerverbandes Niedersachsen (LAV) im November 2015 ins Leben gerufen hat.

Mit dem Projekt soll dem drohenden Nachwuchsmangel im Bereich der Apothekerberufe entgegengewirkt und die Berufe Apotheker, Pharmazeutisch-technischer Assistent (PTA) und Pharmazeutisch-kaufmännischer Angestellter (PKA) präsentiert werden. Die Idee ist dabei, dass Apotheker in die Schulen ihrer Region gehen, dort Vorträge halten und an Informationsständen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Niedersachsenweit haben bislang 53 Pharmazeuten und 23 PTA bzw. PKA 48 Schulen besucht. Im Heidekreis ist dies bislang im Rahmen des Projektes noch nicht geschehen.
„Der Landkreis Celle ist schon aktiver“, gab Doris Seelig, Vorsitzende des LAV-Bezirkes Celle und Apothekerin aus Soltau, zu. „Für uns gibt es im normalen Betrieb der Apotheke die Anwesenheitspflicht.“ Die Organisation solcher Schulbesuche, für die Apotheker im Heidekreis grundsätzlich offen seien, sei daher recht schwierig. Umso mehr freute sich Doris Seelig über das Engagement ihrer Kollegen, sodass mit dem Messeauftritt das LAV-Projekt erstmalig auch im Heidekreis mit Leben gefüllt wurde.
Mit der Premiere bei der Messe zeigten sich die beteiligten Apotheker zufrieden, das Interesse der Jugendlichen sei groß gewesen. In vielen Gesprächen wurden zahlreiche Fragen beantwortet, zudem bestand mit einer „Virtual Reality“-Brille die Möglichkeit, den „Arbeitsplatz Apotheke“ hautnah zu entdecken. Des Weiteren gaben die Apotheker einen kleinen Einblick in ihre vielfältigen Aufgaben, in dem sie Pflegecremes mit Zironen- oder Orangenduft vor Ort herstellten.
Doris Seelig sieht durch das Projekt auch die Möglichkeit, dass ihr Berufsstand im Gedächtnis der Menschen bleibt. „Junge Menschen können sich oft nicht ausmalen, wie wichtig Apotheken sind“, verweist sie besonders auf die wichtige persönliche Beratung und Betreuung, die die Konkurrenz im Internet nicht bietet. Angesichts der Tatsache, dass PTA-Schulen aufgrund fehlender Wirtschaftlichkeit bereits schließen würden und auch andere Berufsgruppen auf der Suche nach guten Nachwuchskräften seien, sei es wichtig, auf Messen wie der „Work & Life“ den Kontakt zu den Jugendlichen zu suchen. Sie würden dadurch aus erster Hand über die abwechslungsreichen Einsatzfelder in den Apothekenberufen informiert.

(rie)

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