Foto: (so)

„Optimales Umfeld für die Familie“

28. Mai 2017

Mit Judith und Markus Waldmann haben sich zwei Naturliebhaber ihr ideales Umfeld geschaffen

Lediglich Vögel stören mit ihrem Gezwitscher die Ruhe um die Ziegenherde, die Markus Waldmann für ein paar Stunden im saftigen Grün weidet. Dann sind die Horntiere satt und legen sich dösend in den Schatten der Bäume, die das Grundstück in Lichtenhorst säumen. Markus und Judith Waldmann haben nach dieser Idylle gesucht und sie gefunden.

„Ziegen waren schon sehr früh mein Hobby. Jetzt habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht“, bekennt Markus Waldmann, nachdem er der kaufmännischen Ausbildung und der Universität nicht die gleiche Faszination abgewinnen konnte wie der Natur und dem Leben mit Ziegen. Er ließ sich zum Schäfermeister ausbilden. Seine Frau Judith ist ebenfalls dem käufmännischen Bereich „entflohen“, wurde Tierwirtin und ließ sich gern von der Leidenschaft ihres Mannes anstecken. Sie bewohnen seit 2011 einen Hof, den sie sich in Lichtenhorst kauften und der ein ideales Umfeld für ihre Planungen ist. Mit ihren beiden Kindern haben Judith und Markus Waldmann dann eine Ziegenherde gekauft. Dabei handelt es sich um Thüringer Waldziegen, einer vom aussterben bedrohten Rasse.

„Die haben wir uns nicht bewusst ausgesucht. Das hat sich so ergeben, weil sie gerade verkauft werden sollte“, so Markus Waldmann. Bei einer täglichen Milchleistung von 2,5 bis 5 Liter gibt es natürlich eine Menge zu melken und in Käse zu verarbeiten. Dabei hilft die technische Entwicklung, wie auch in den Kuhställen. „Wir verfügen über eine Rohrmelkanlage, wobei die Ziegen per Maschine gemolken werden“, erklärt Judith.

„Wir haben in der Ziegenzucht nicht so intensive Zuchtausrichtungen wie bei Rindern, die speziell für Fleischgewinnung oder Milcherzeugung gezüchtet werden“, ist Markus Waldmann über die natürliche Entwicklung seiner Lieblingstiere erleichtert.

Wenn dann Judith Waldmann die Tiere ruft, folgen sie ihr besser, als es so mancher Hund tun würde. „Die kenne ich fast alle mit Namen. Das ist wie in der Schule. Die Guten und die man im Auge behalten muss, lassen sich am besten merken“, lächelt Judith Waldmann.

Wenn die Ziegen gemolken sind, beginnt ein weiterer intensiver Arbeitsteil. Dann ist die Produktion von Joghurt und Käse angesagt. Der Käse vom Betrieb „La chèvrerie“ aus Lichtenhorst ist ausgesprochen beliebt. Mehrere Varianten von Ziegenkäse reifen in den Kammern und werden von Judith und Markus Waldmann auf die Märkte gebracht. Sie bestücken dabei vornehmlich große Märkte, die auf einer Liste auf ihrer Homepage angegeben sind. Die lautet : www.lachevrerie.de. Auch ist der Käse bereits eine feste Größe in der Gastronomie und wurde im vergangenen Jahr mit dem Niedersachsenpreis als Kulinarischer Botschafter des Bundeslandes ausgezeichnet.

(so)

Schlagworte:

, ,



Comments are closed.

Back to Top ↑