Foto: Opel

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Opel Karl

2. August 2015

Modischer Chic in Größe S

Endlich ist es Opel gelungen, ein Fahrzeug in der kleinsten Klasse zu präsentieren, dass aus eigenem Gedankengut und eigener Produktion stammt. Nachdem zuvor mit Kooperationspartnern Modelle für die Innenstädte vom Band liefen, deren Erfolg immer geteilt werden musste, kann Opel die Lorbeeren für den Karl ganz allein für sich einheimsen.

Und die werden ganz bestimmt verabreicht, weil der kleine Rüsselsheimer mit Chic und allen Attributen aufläuft, die ein Fahrzeug haben muss, das erfolgreich sein will. Dass schon vor der Markteinführung 27.000 Bestellungen vorlagen, bestätigt die gute Stimmung, die der kleine Stadtflitzer mit dem Blitz vor dem Kühler bei Kunden und Händlern verbreitet hat.

Opel hat dem Karl bisher nur einen Motor unter die Haube gesteckt, der mit 75 PS genügend Kräfte mobilisiert, um seine Aufgaben wahrnehmen zu können. Der Motor wird auch keinen Turbolader bekommen, der den Voll-aluminiummotor beflügeln könnte. „Wir haben die preisorientierte Kundschaft als Zielgruppe ins Auge gefasst und wollen keine zusätzlichen Kosten entstehen lassen“, beteuern die Marketingstrategen des Konzerns. Recht haben sie, denn der Karl braucht sich mit seinen Leistungen nicht verstecken und für den Rennsport gibt es genügend andere Modelle. Mit seiner Wendigkeit ist der Karl wie geschaffen für die immer enger werdenden Zonen, die sich nicht nur auf die Innenstädte beschränken.

Diese Eigenschaften eines Wiesels werden aber nicht dem Platz geopfert, von dem der Karl reichlich zu bieten hat. Problemlos lassen sich bis zu 1.013 Liter unter dem Dach verbergen, wenn der Großeinkauf ansteht. Vorteilhaft ist zudem die Bauweise mit fünf Türen, wovon auch die Fondpassagiere profitieren, zu denen insbesondere die Kinder gehören dürften. Kindersitze lassen sich mit Isofix-Befestigungen sicher montieren, um dem Nachwuchs bestmöglichen Schutz zu geben.

Um keine überflüssigen Kosten hinsichtlich der Kommunikation zu verursachen, hat Opel dem Karl keine eigenständigen Vorrichtungen eingebaut, sondern alle Eigenschaften des Smartphones mit dem Fahrzeug kompatibel vorbereitet. So lässt sich der Karl beispielsweise ohne Zusatzgerät navigieren. Einzig das Smartphone muss angeschlossen werden.

Das niedrige Eigengewicht von 939 Kilogramm des kleinsten Opels hat natürlich auch Auswirkungen auf den Verbrauch. Opel hat einen Durst von 4,3 Litern Superbenzin errechnet. Der tatsächliche Wert dürfte nicht weit davon entfernt liegen. Wie bei allen Dreizylindermotoren ist auch der vom Karl kein Anwärter auf den Preis für leise Fahrzeuge.

Der Sound hält sich aber in absolut vertretbaren Grenzen. Der neue Trend von Opel, alle Funktionen so zu bündeln, dass der Fahrer ein leichtes Spiel mit dem Auto hat, wirkt sich auch auf den Karl positiv aus. Der Fahrer findet ein aufgeräumtes Cockpit vor und kann bedenkenlos 9.500 Euro für ein gelungenes Fahrzeug auf den Tisch legen.

Kurt Sohnemann

 

Opel Karl – Hubraum: 999 ccm – Zylinder: 3 Reihe – Leistung kW/PS: 55/75 bei U/min.: 6.500 – Max. Drehmoment: 96 Nm/4.500 – Höchstgeschwindigkeit: 170 km/h – Beschl. 0-100 km/h: 13,9 Sek. – Leergewicht: 939 kg – Zul. Gesamtgewicht: 1.353 kg – Tankvolumen: 32 Liter – Gepäckraumvolumen: 206-1.013 Liter – Wendekreis: 9,8 m – Kraftstoffart: Super – Verbrauch (WA): 4,3 l/100 km – CO2-Ausstoß: 99 g/km – Euro 6 – Effizienzklasse C –Grundpreis: 9.500 Euro

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