Der Opel Cascada bringt bei 200 PS sportliche Werte mit

Opel Cascada 1.6 Ecotec Direct

10. Juli 2015

Opel Cascada 1.6 Ecotec Direct Kurt Sohnemann
Verarbeitung
Gepäckraum
Verbrauch
Leistung
Ausstattung
Sitze

Bewertung:

3.8


Walsrode. Eigentlich wäre es gar nicht nötig gewesen, auf der Astra-Plattform ein weiteres Cabriolet zu stellen, denn von Astra hat es ein offenes Modell gegeben. Doch die Rüsselsheimer wollten den ganz besonderen Chic und der ist auch gelungen. Der Cascada macht einen weitaus hochwertigeren Eindruck, als in der unteren Mittelklasse oder gar Kompaktklasse (wenn man vom Preis ausgeht) zu erwarten wäre. Dieses formschöne Auto aus dem Hause Opel bietet sich ebenso als Genussmittel während der heißen Tage an, wie das Vanille- und Erdbeereis einschlägiger Italiener. Wer dann hinter dem Lenkrad die vielen Chromelemente vor Augen hat und die Unzahl von Knöpfen und Schalter betätigt, merkt schnell, dass Opel die Sünden der Vergangenheit endgültig begraben hat und mit neuer Qualität auf sich aufmerksam machen will. Das liegt nicht nur an den wertigen Lederelementen, dass bestätigt sich eher an den Funktionen und Ausführungen dieser. Das reicht von der Funktion des Spurassistenten bis hin zum Umklappen der Hecksitze zum Zweisitzer, damit bis zu 750 Liter Gepäck mitgenommen werden können. Zwei Tasten zu drücken reicht für dieses Umwandeln. Eigentlich ist der Cascada ein richtiges Familienauto, das gar kein schönes Wetter braucht. Es nimmt vier Personen ohne Gedränge in sich auf, wobei einzig der Zugang zu den Hecksitzen natürlich etwas beschwerlicher als bei einem Fünftürer ist. Erstaunlich hingegen die geringe Geräuschkulisse des Faltdachs. Während noch vor wenigen Jahren die Faltdächer im Regale verschwunden waren und die Automobilhersteller reihenweise Stahldächer präsentierten, die in aller Regel viel Platz und Gewicht einnahmen, hat Opel das Stoffdach revolutioniert und gezeigt, dass diese Bauweise komfortabel und platzsparend sein kann. Innerhalb von 17 Sekunden verwandelt sich der geschlossene Cascada in ein Cabriolet. Ebenso lange dauert die Rückverwandlung, wobei man dabei ruhig bis zu 50 km/h schnell fahren darf. Erst darüber hinaus, verschont der Mechanismus den Fahrer vor Untugenden. Da Opel mit der aktuellen Motorengeneration alle Wünsche abdeckt, ist auch ein Aggregat mit 200 PS im Regal. Offen und geschlossen gestanden: so viel Power braucht eigentlich kein Cabrio. Aber wenn es denn so sein soll, dann rennt der Cascada in seiner geschmeidigen Art bis zu 235 Stundenkilometer schnell. Die Leistung wird aus lediglich 1,6 Liter Hubraum erzeugt, was dank Turbotechnologie und Einspritzsystemen der Neuzeit möglich ist. Dann lässt sich der Rüsselsheimer natürlich auch den Auftritt etwas kosten. Im Test ließen sich bei einer Fahrweise, die nicht zu den verhaltenen zählt, 9,4 Liter verbrauchen. Das geht günstiger, wird dann aber mit Spaßanteilen verrechnet. Als Fazit darf mit Fug und Recht behauptet werden, dass Opel hier ein Glücksgriff für die Open Air-Fans gelungen ist, der sich nicht hinter den Mitbewerbern verstecken muss. Zudem ist der Cascada in der mehrheitlichen Betrachtung ganz besonders elegant gelungen.

Kurt Sohnemann

 

Opel Cascada 1.6 Ecotec Direct – Hubraum: 1.598 ccm – Zylinder: 4 Reihe/Turbo – Leistung kW/PS: 147/200 bei U/min.: 5.500 – Max. Drehmoment: 280 Nm/1.650-3.500 – Höchstgeschwindigkeit: 235 km/h – Beschl. 0-100 km/h: 8,9 Sek. – Leergewicht: 1.733 kg – Zuladung: 407 kg – Tankvolumen: 56 Liter – Gepäckraumvolumen: 280-750 Liter – Wendekreis: 11,8 m – Kraftstoffart: Super plus – Verbrauch (Test): 9,4 l/100 km – CO2-Ausstoß: 158 g/km – Effizienzklasse C – Grundpreis: 30.520 Euro

Schlagworte:




Back to Top ↑