Oliver Peetz mit seinem neuen Roman "Katzentango". Foto: so

Oliver Peetz mit seinem neuen Roman "Katzentango". Foto: so

Oliver Peetz hat den “Katzentango” auf den Markt gebracht

8. Januar 2017

Benefeld (so). „Wenn ich vor der Tastatur sitze, dann fließt es nur so aus mir hinaus“, erzählt Oliver Peetz. Der Benefelder hat alles andere als eine unbeschwerte Karriere hinter sich. Er musste sich „durchschlagen“, wie der Stil im allgemeinen genannt wird. Zumeist auch im wahrsten Sinne des Wortes.

von Kurt Sohnemann

Oliver Peetz ist kein Autor, der jemals in die Fänge des kritischen Marcel Reich-Ranicki gelangen dürfte. Sein Schreibstil gilt eher als schlicht. „Abgründig und stumpf“, beschreibt Peetz die Schreibweise, was aber nichts an der Spannung ändert, die der Benefelder im Laufe der Seiten aufbaut. Nachdem sich der Autor in Ruhelosigkeit durch die Welt tummelte, in Haushalten wohnte, in denen Geld keine Rolle spielte und als krassen Gegensatz Zeiten erlebte, in denen jede Pfandflasche mehr zählte, als das Lächeln eines vertrauten Menschen, hat er sich jetzt erstaunlich bürgerlich niedergelassen.

„Dass ich so geerdet bin, habe ich in erster Linie meiner Frau zu verdanken. Sie hat meinem Leben einen richtig schönen Sinn gegeben“, macht er ihr eines der größten Komplimente, die er ihr geben könnte. Tatsächlich hält sich Oliver Peetz seither vermehrt am Schreibtisch auf. Neben seiner täglichen Arbeit sieht er das Schreiben von Romanen als Lebensinhalt. „Davon leben kann man natürlich nicht“, schränkt er ein. Tatsächlich können nur ein Prozent aller deutschen Autoren vom Schreiben ihrer Bücher leben (Quelle: Buchmesse Frankfurt). „Derzeit werden die Bücher ,Katzenpolka’ und ,Katzenwalzer’ zwar in guten fünfstelligen Stückzahlen verkauft. Es müsste aber sechsstellig sein“, erklärt Peetz. Mit Katzen hatte allerdings nur sein erstes Buch zu tun. Sein neuester Psychothriller „Katzentango“ ist nur namentlich angelehnt. Eine Katze kommt darin nicht vor.

„Das hat marketingstrategische Gründe“, verrät der Autor. Die Bücher kommen indes beim Publikum bestens an und verkaufen sich über das Internet ebenso gut, wie im Buchhandel. Der „Katzentango“ ist unter der ISBN-Nr. 978-3-7412-4169-7 gehandelt und kostet 12,80 Euro. Wer sich erst einmal ein Bild von Oliver Peetz und seinen Büchern machen will, hat Anfang Februar im Lokal „Oscars“ dazu die Gelegenheit. Oliver Peetz wird aus „Katzentango“ lesen, wobei ein fester Termin noch nicht feststeht, aber rechtzeitig veröffentlicht wird. Bisher ist Peetz ausschließlich in Niedersachsen mit Lesungen unterwegs gewesen, was ihm einen großen Zuspruch einbrachte. Er hält es nicht für ausgeschlossen, auch jenseits der Landesgrenzen zu lesen. Immerhin nimmt die Akzeptanz der Bücher kontinuierlich zu, die im Eigenverlag in Verbindung mit einer Internetplattform erschienen sind.

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