Nutzen Sie die Briefwahl für die Kommunalwahlen?

4. September 2016

Haben Sie schon über die Briefwahl nachgedacht?

Es ist ein guter demokratischer Brauch, dass man am Wahltag selbst zum Wahlraum geht. Wer verhindert ist oder unverschuldet nicht im Wählerverzeichnis eingetragen ist, kann einen Wahlschein beantragen und von der Möglichkeit der Briefwahl Gebrauch machen. Am 11. September sind in Niedersachsen von 8 bis 18 Uhr die  Wahllokale geöffnet. Die Bürgerinnen und Bürger Niedersachsens wählen ihre kommunalen Vertretungen für die Landkreise, Städte, Stadtbezirke, Gemeinden, Samtgemeinden und Ortschaften. Wählen darf, wer Deutscher ist oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union besitzt, am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet hat und seit mindestens drei Monaten im jeweiligen Wahlgebiet, in dem man wählen will, den Wohnsitz hat (z.B. im Stadtgebiet für die Wahl des Rates der Stadt), nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen ist, in ein Wählerverzeichnis eingetragen ist oder einen Wahlschein hat. Wer im Wählerverzeichnis eingetragen ist, hat auto­ma­tisch bis zum 21. August eine Wahlbenachrichtigung erhalten. Auf ihr ist angegeben, in welchem Wahllokal man wählen kann. Nur wer die Berechtigung mit einer schriftlichen Vollmacht nachweist, darf auch für andere den Antrag stellen und die Unterlagen abholen. Sofern der Wähler die Briefwahlunterlagen nicht persönlich abholt, werden sie zugesandt. Ein Beauftragter darf die Unterlagen – gegen Vorlage einer schriftlichen Vollmacht – für bis zu vier weitere wahlberechtigte Personen abholen. Der  Wahlbrief muss spätestens  am  11.  September 2016, um 18  Uhr,  bei  der jeweiligen Gemeindewahlleitung eingegangen sein.

Für Berufstätige ist die Briefwahl eine feine Sache, oder wenn man im Urlaub oder anders verhindert ist. Ich habe die Briefwahl schon genutzt, als ich noch berufstätig war und an dem Tag arbeiten musste. Nun sind wir in Rente. Bei der Briefwahl muss man eben keine Klimmzüge machen. Es ist bequemer, man muss nicht stets dran denken, hat es erledigt und ist seiner Pflicht nachgekommen. Wählen gehen ist wichtig, gerade zur Kommunalwahl, da geht es weniger um die Partei. Wir informieren uns, was im Ort los ist und gucken uns die Leute an – Rita und Peter Narjes aus Hodenhagen

Eigentlich wähle ich traditionell vor Ort, weil das Wahllokal nur 400 Meter von unserer Haustür entfernt ist. Briefwahl habe ich noch nie gemacht. Ich halte wählen gehen für wichtig. Meckern hinterher nützt nichts. Ich lese in den Zeitungen über die Kandidaten. Persönlich kenne ich sie nicht, aber von den Plakaten und Aktionen. Gerade die Personen im Ort sind bei der Kommunalwahl wichtig. Ob dann die Partei, die man wählte, an die Macht kommt, weiß man vorher nicht. Briefwähler vergessen es dann doch, die Wahlunterlagen abzugeben – Sarah-Jane Friedenberg-Witthöft mit Jonas

Ich habe noch keine Wahlunterlagen erhalten, obwohl ich bereits seit zwei Jahren in Walsrode wohne. Ich habe schon mal die Briefwahl genutzt, als ich im Urlaub war. Ich würde die Briefwahl immer nutzen, wenn ich nicht im Lande oder bettlägrig wäre. Ich bin generell dafür, dass man wählen geht, sonst kann man nicht meckern. Briefwahl ist eine Möglichkeit, sich Freizeit zu verschaffen. Es ist flexibler und auch anonymer – Monika Lamm aus Walsrode

Mein Mann macht Briefwahl und ich habe meine Stimme bereits im Rathaus abgegeben, weil ich an dem Sonntag nicht da bin. Aber ansonsten sollte man direkt vor Ort  wählen. Wir machen Briefwahl nur, wenn wir wegfahren oder auf einer Familienfeier – also verhindert – sind. Wählen ist wichtig. Meistens gehen diejenigen, die sich aufregen, nicht zur Wahl. Ob ich alles richtig mache, sei dahingestellt. Bei der Kommunalwahl wählt man die Leute, die einem gefallen und die man in Walsrode kennt – Annegret Dietrich aus Walsrode

Ich habe schon mal die Briefwahl genutzt. Aber ich gehe lieber direkt zur Wahl, da meistens die Kandidaten bei der Kommunalwahl vor Ort sind, und ich kann mit ihnen noch mal einige Themen besprechen und erfragen, ob sie es durchsetzen. Einige von den Kandidaten kennt man persönlich. Meine Stimme bekommt die CDU. Ab und zu ist man mit der Merkel unzufrieden, aber da muss man durch. Sie hat es im Moment nicht leicht durch die Flüchtlingskrise, und das wird die CDU auch bei der Kommunalwahl zu spüren bekommen – Sven Rewes aus Walsrode

Ich bin am Wahltag eigentlich immer zu Hause gewesen. Aber wenn ich wie jetzt geplant weggefahren wäre, hätte ich auch die Briefwahl genutzt. Es ist eine gute Sache. Ich habe bloß Bedenken, dass viele es nicht nutzen, obwohl sie wegfahren oder das Haus nicht verlassen können, weil sie nicht in der Lage sind, mit den Formularen umzugehen. Sie sind zu unhandlich und helfen kann man in dem Fall auch nicht. Man kennt seine Pappenheimer bei der Kommunalwahl. Wir gehen auf jeden Fall zur Wahl – Horst Schnittger aus Hodenhagen



Back to Top ↑