Der neue Kia Niro mit Hybridantrieb. Foto: Kia

Neuer Niro in Startposition – Kia ist in der Hybridspur

7. August 2016

Neuer Niro in Startposition – Kia ist in der Hybridspur Kurt Sohnemann
Verarbeitung
Gepäckraum
Verbrauch
Leistung
Ausstattung
Sitze

Bewertung:

3.3


Hamburg. Die Geschäfte laufen gut. Sehr gut bei Kia. So konnte der strahlende Geschäftsführer Steffen Cost auf steigende Absätze hinweisen, die im zweistelligen Bereich für Deutschland liegen. Der koreanische Fahrzeughersteller lässt in seinen Bemühungen um noch mehr Marktanteil auch nicht nach. Im September wird mit dem Modell Niro ein weiteres Fahrzeug auf deutschen Straßen gesichtet, dass aus fernöstlicher Produktion stammt. Der Niro ist ein Hybridfahrzeug, das in seiner Größe zwischen den Modellen Ceed und Sportage angesiedelt ist.

In seiner Optik kann er als Soft-Crossover gehandelt werden, wie auch mit seiner Antriebsstrategie. Der Niro ist ein Hybrid-Light, wenn man die Leistung und den realen Zugriff der Elektrokomponente mit ins Kalkühl zieht. Das formschöne Fahrzeug mit dem großzügigen Platzangebot für die Passagiere setzt sich in aller Regel elektrisch in Bewegung, wenn es die Startblöcke verlässt. Während des Fahrbetriebs sind dann zumeist Ottomotor und Elektroantrieb parallel in Aktion, so dass die beiden Einheiten auf eine Gesamtleistung von 141 PS kommen, die mit dem Niro in vertretbarem Maße umgehen.

Es wird niemand der Insassen in einen Geschwindigkeitsrausch geraten, aber auch nicht über mangelnde Kraftentfaltung klagen müssen. Die Kraft wird auch gleichermaßen dosiert an den Frontantrieb abgegeben. Die Kia-Techniker haben sich bei der Kraftabgabe aber nicht nur an die Produkte angelehnt, die bereits den Markt der Hybridfahrzeuge bestimmen. „Wenn das Fahrzeug eine Berganfahrt vor sich hat, wird die elektrische Energie für diese Aufgabe gesammelt und eingesetzt“, so ein Techniker des Unternehmens.

Dass diese Funktion nur angewendet wird, wenn im Navigationssystem ein Ziel eingegeben ist, ist verständlich. Während andere Hybridfahrzeuge erst gar keine Anhängelast vorgesehen haben, ist der Kia Niro praktisch veranlagt und lässt die Menschen nicht im Stich, die mit ihrem „Klaufix“ hin und wieder in den Baumarkt fahren müssen. 1.300 gebremste Kilogramm sind im absolut brauchbarem Rahmen angesiedelt. Aber auch, wenn keine großen Dinge transportiert werden müssen, zeigt sich der Niro hilfsbereit. Bei einer Gepäckraumgröße von 427 bis 1.425 Kilogramm kann er sogar klassenhöhrere Modelle spielend überflügeln.

Seine Länge von 4,35 Meter macht ihn aber auch für den Stadtverkehr nicht untauglich. Schließlich kann er dort noch seine Stärke des Elektroantriebs ausspielen. Jede Ampelanfahrt findet unter Strom statt, so dass der kombinierte Verbrauch von 3,8 Litern für hundert Kilometer nicht unrealistisch zu sein scheint, die der Hersteller als Wert möglich erscheinen lässt. Das es bei der Fahrweise von Otto Normalverbraucher mit Kraftstoff sein wird, ist nicht ausgeschlossen. Bei 24.990 Euro Anschaffungspreis ist der Kia Niro zudem ein günstiger Wegbegleiter, der nicht nur das Umweltgewissen beruhigt.

Kurt Sohnemann

 

Kia Niro 1.6 GDI Hybrid 6-DCT – Benzinmotor: 105 PS bei 5.700 U/min – Max. Drehmoment: 147 Nm bei 4.000 U/min – Elektromotor: 43,5 PS bei 1.798 U/min – Max. Drehmoment: 170 Nm ab 0 U/min. – Systemleistung: 141 PS bei 5.700 U/min – Max. Drehmoment: 265 Nm bei 1.000 – 2.400 U/min. – Höchstgeschwindigkeit: 162 km/h – Beschleunigung 0-100 km: 11,5 sec. – Emission: Euro 6 – Kraftstoffverbrauch kombiniert (WA): 3,8 l auf 100 km – Gepäckraum: 427 – 1.425 l – Tankvolumen: 45 Liter – Kraftstoffart: Super – CO2-Ausstoß: 88 g/km (WA) – Euro 6 – Effizienzklasse: A+ – Grundpreis: 24.990 Euro

 

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