Foto: Christina Palitsch

Musik für ein friedliches Miteinander

8. November 2015

Konzert mit Esther Bejarano und der „Microphone Mafia“ im Walsroder „mittendrin“

Esther Bejarano ist inzwischen über 90 Jahre alt und macht gemeinsam mit der Kölner Band „Microphone Mafia“ Hip-Hop. Dieses ungewöhnliche Musik-Projekt vereint Vertreter dreier Generationen und dreier Religionen (Judentum, Christentum, Islam). Sie machen gemeinsam Musik für ein friedliches Miteinander. Am Donnerstag, 19. November, sind sie ab 19:30 Uhr im Walsroder „mittendrin“ zu hören.

Bereits im März diesen Jahres besuchte Esther Bejarano die Berufsbildenden Schulen Walsrode für ein Zeitzeuginnengespräch. Das nun stattfindende Konzert wurde in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ der BBS Walsrode organisiert.

Esther Bejarano ist eine der letzten bekannten Überlebenden des Mädchenorchesters Auschwitz. Sie hat Geschichte am eigenen Leib erlebt, hat den Schrecken des dritten Reiches mitsamt Aufenthalten in den KZs Auschwitz und Ravensbrück auf schmerzliche Art und Weise spüren müssen. Ihre dort gewonnenen Erlebnisse drückt sie in ihrer Musik aus. Themen wie Ausgrenzung, Rassismus oder etwa Gewalt sind damals wie heute noch aktuell und gehören noch längst nicht der Vergangenheit an.

Den Beweis dafür liefert die „Microphone Mafia“, die schon seit 20 Jahren ihre Erfahrungen mit Rassismus als sogenannte „Jugendliche mit Migrationshintergrund” in ihren Musikstücken verarbeitet und sich nicht zeitwilligen Trends, wie zum Beispiel dem bis vor kurzem noch extrem populären Gangsta-Rap, beugt, sondern auf konsequent gehaltvolle Texte, mit Sinn und Verstand getextet und eingerappt, setzt. Scheinen Esther Bejarano und die Band noch so unterschiedlich zu sein, haben sie eine gemeinsame Botschaft: „Für Menschlichkeit kämpfen und nicht nachlassen.“ Weitere Informationen im Kulturzentrum „mittendrin“ unter Telefon (05161) 2664.

(wk/rie)

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