Fotos: aki

„Musical Night“ bringt Publikum zum Toben und Rocken

3. Februar 2019

Künstler begeistern bei der dreistündigen Show mit ihren tollen Stimmen und schrillen Kostümen

„The Show must go on“, heißt es bei den Künstlern. Das wurde bei der vom Wochenspiegel präsentierten „Musical Night“ am vergangenen Sonntag besonders deutlich. Gleich zu Beginn eröffnete Moderator, Schlagzeuger und musikalischer Leiter Axel Törber, dass Musical-Darsteller Deimos Vigillito bei der Probe umgeknickt sei und frisch aus dem Krankenhaus käme. Doch das tat der guten Stimmung und der Stimme von Vigillito keinen Abbruch, denn der sonst so quirlige Darsteller brachte souverän die dreistündige Show auf einem Hocker sitzend mit verbundenem Knöchel über die Bühne.
Bereits die Ouvertüre zauberte mit dem „Seid willkommen in Berlin“, aus „Hinterm Horizont“, den Zuschauern ein Lächeln aufs Gesicht. Mit „Paramour“ wurde von der Company ein weniger bekanntes Musical auf die Bühne gebracht. Ein Highlight des ersten Teils war das von Corie Townsend stimmgewaltig gesungene „I need your Love“ aus „Ghost“. „Man sah die Szene aus dem Film vor sich. Fehlte nur die Töpferscheibe“, begeisterte sich Zuschauerin Vera Meyer-Dymny.
Während sich die anderen Darsteller Alexandra Gentzen, Corie Townsend, Tracy Plester und Simon Tunkin in Windeseile zum jeweiligen Thema umzogen, verzichtete der verletzte Deimos Vigillito meistens auf das passende Outfit und schonte verständlicher Weise seinen Fuß. Besonders beim Rocky-Thema merkten die „Wiederholungstäter“ unter den Zuschauern, dass hier etwas anders war als sonst. Trotzdem überzeugte er als original imitiertes Udo-Lindenberg-Double und erntete viel Applaus.
Die schrillen Kostüme aus den preisgekrönten Musicals „SpongeBob“, „Kinky Boots“, „Mamma Mia“, „Sister Act“ und „Queen“ begeisterten das Publikum. Dazu kamen noch die unverwechselbaren einmaligen Songs und schon glaubte man sich mitten im Geschehen.
18 Jahre lang läuft bereits „Der König der Löwen“ in Hamburg, wie Moderator Törber berichtete, und so durften auch hier die Songs „Der ewige Kreis“ und „Kann es wirklich Liebe sein“ nicht fehlen.
Den zweiten Teil begann die Company, sehr zum Vergnügen des Publikums, mit „I will follow him“ aus „Sister Act“, bei dem auch die Herren als Nonnen glänzten. Einmalig und unvergesslich auch das Mamma-Mia-Medley und der Titelsong aus „Phantom der Oper“.
Laute und leise Titel, mal stimmungsvoll, mal melancholisch, aber vor allem immer gefühlvoll authentisch, wechselten sich ab, sodass dem Publikum ein kurzweiliger, abwechslungsreicher Abend geboten wurde. Wie immer am Anfang etwas verhalten, hielt es auch zum Schluss den letzten Gast nicht mehr auf seinem Platz. So bebte die Stadthalle zum Ende wie bei einer großen Feier. Walsrode tobte und rockte, und die coolen Norddeutschen bewiesen ihre Liebe zur „Musical Night“ mit stehenden Ovationen.
Die Musiker um Axel Törber, Björn Vüllgraf (Piano, Keyboard), Valentin Brand (Piano und Keyboard), Bernd Hübner (Saxophon, Klarinette und Flöte), Florian Kemper (Gitarre) sowie Karsten Fernau (Bass) taten ihr übriges und bescherten dem Publikum ein paar unvergessliche, unbeschwerte Stunden. Mit dem Udo Jürgens Song „Ich war noch niemals in New York“, bei dem sich die Company noch einmal im Bademantel ins Publikum begab und die Zuschauer mitsingen ließ, endete auch diese unvergessliche „Musical Night“. „Bis nächstes Jahr im Januar!“, versprach Törber.

(aki)

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