Foto: Mitsubishi

Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid

18. Oktober 2015

Günstiges Fahren

Werner Frey, Geschäftsführer von Mitsubishi Deutschland, sieht mit Genugtuung auf die Zahlen, die der japanische Konzern in der Autonation eingefahren hat. Bekanntermaßen tummelt sich der Outlander in einem Segment, in dem die Platzhirsche aus dem Lande der Einheit ganz weit vorn liegen. Und trotzdem hat es der Großraum-SUV geschafft, mit 3.500 Modellen seit der Einführung im Jahre 2013 präsent zu sein. Davon sind immerhin 1.100 Fahrzeuge mit Plug-in-Hybrid bestückt. Damit hat sich Mitsubishi auch die meisten Argumente für den Outlander gesichert. Er ist der Konkurrenz um mehr als eine Nasenlänge voraus, weil er eben so günstig wie kein anderes Fahrzeug in der Klasse betrieben werden kann.

Ein Fahrer des Outlander mit Plug-in-Hybrid Antriebskombination bringt es auf den Punkt: „Seit ich mit dem Outlander zur Arbeit und zurück fahre, ist mein Verbrauch auf weniger als 20 Prozent der vorherigen Kosten gesunken“, erzählt er. Das macht nicht nur Sinn, das entlastet die Haushaltskasse merklich. Während sein vorheriges Fahrzeug einen durchschnittlichen Verbrauch von 9,6 Liter für hundert Kilometer verbrauchte und er eine Strecke von 44 Kilometer zur Arbeitsstelle und zurück brauchte, sind es jetzt nur noch 1,8 Liter, wobei er zumeist gar keinen Treibstoff verfährt, weil die Elektromotoren den Dienst übernommen haben und mit 13,4 Kilowatt für hundert Kilometer gespeist werden.

Das wären knapp 70 Cent für hundert Kilometer. Nun ist es relativ schwierig, einem deutschen Autofahrer die Vorteile eines Hybridantriebs schmackhaft zu machen, weil er der Reichweite und der Lebensdauer der Batterie nicht traut. Um dem vorzubeugen, gibt Mitsubishi 8 Jahre oder 160.000 Kilometer Garantie auf die Batterie und kann letztlich defekte Komponenten der Batterie auch später noch austauschen, ohne gleich Reparaturkosten zu erzeugen, die in einen unzumutbaren Bereich gelangen. Wie Mitsubishi versichert, ist derzeit noch kein Präzedenzfall eingetreten, weil alle Hybrid-Fahrzeuge noch komplikationslos am Verkehr teilnehmen.

Da der Familien-SUV eine Reichweite mit Elektromotor von 52 Kilometern haben soll und der Benzinmotor automatisch hinzuschaltet, wenn der Strom verbraucht ist oder über 120 Stundenkilometer schnell gefahren wird, geht der Halter des Outlanders auch hier kein Risiko ein. Ist die tägliche Strecke zur Arbeit nicht weiter als 20 Kilometer, kann der geräumige Japaner getrost an der heimischen Steckdose aufgeladen werden. Innerhalb von 5 Stunden steht er wieder voller Energie bereit. Den Antrieb übernehmen zwei Elektromotoren mit jeweils 82 PS.

Einer versorgt das Allradsystem vorn, der andere hinten. Der 2-Liter-Benzinmotor bringt es auf 121 PS, so dass es kein Leistungsdefizit gibt. Da die Höchstgeschwindigkeit bei 170 km/h abgeregelt ist, darf sich der Fahrer seiner umweltschonenden Fahrweise gewiss sein. Unter diesem Pro-Umweltverhalten leidet indes keine einzige Komponente des Fahrzeugs. Die gebremste Anhängelast liegt bei stattlichen 1.500 Kilogramm, trotz des Leergewichts von 1.920 Kilogramm. Wer will, darf maximal sieben Personen im Outlander mitnehmen. Wer es ganz bequem will, beschränkt sich auf fünf Insassen und darf dann noch 463 Liter Gepäck einladen. Das sollte auch für eine ausgedehnte Urlaubsreise genügen.

Für das neue Modelljahr hat Mitsubishi den Outlander Plug-in-Hybrid nochmals attraktiver gemacht, was sich nicht nur auf die Äußerlichkeiten beschränkt. Mehr als 130 Änderungen wurden vorgenommen. Beispielsweise ist durch Eingriffe in den Antriebsstrang, die neu abgestimmte Motorsteuerung und die Überarbeitung der Antriebskomponenten das Fahren leiser geworden und der CO2-Ausstoß auf 42 Gramm für hundert Kilometer gesenkt worden. Der Innenraum ist deutlich attraktiver gestaltet und die Vibrationen sind noch weiter reduziert.

So konnte das Modell nochmals interessanter für die Autofahrer gestaltet werden. Durch den geringen Verbrauch und die damit verbundenen schmalen Unterhaltskosten ist es ohnehin schon ein ganz heißer Aspirant für die Garagen der Sparfüchse. Da der Outlander Plug-in-Hybrid nicht teurer geworden ist, kommt der Käufer mit 39.990 Euro aus. Wer das Modell exklusiver ausgestattet haben möchte, wobei die Grundausstattung schon sehr umfangreich ist, kann die Modellvarianten Plus und Top auswählen, die lassen das schwebende Gefühl des Fahrens noch angenehmer erscheinen.

Kurt Sohnemann

 

Mitsubishi Outlander 2.0 – 4WD Plug-in-Hybrid Benzinmotor: Hubraum: 1.998 ccm – Zylinder: 4 Reihe – Leistung kW/PS: 89/121 bei U/min.: 4.500 – Max. Drehmoment: 190 Nm/4.500 U/min. – 2 Elektromotoren: Max. Leistung kW/PS: je 60/82 – Max. Drehmoment: 195 Nm – Reichweite 52 km – Ladedauer: 5 Stunden –  Höchstgeschwindigkeit: 170 km/h – Beschl. 0-100 km/h: 11,0 Sek. – Leergewicht: 1.920 kg – Zul. Gesamtgewicht: 2.340 kg – Tankvolumen: 45 Liter – Gepäckraumvolumen: 463-1.602 Liter – Anhängelast gebr.: 1.500 kg – Kraftstoffart: Benzin – Verbrauch (WA): 1,8 l/100 km – CO2/km-Ausstoß (WA): 42 – Effizienzklasse A+ – Grundpreis: 39.990 Euro

 

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