Foto: Gieschen

Milchlandpreis für Hof Heldberg

17. April 2016

Einer der 17 Preise des Erzeugerverbandes wurde nach Wittorf vergeben

Ein besonderer Tag für die Milchwirtschaft in der Region, denn in Wittorf wurde kürzlich die Familie Heldberg mit einer Feierstunde und der Übergabe eines attraktiven Hofschilds gewürdigt. Die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. (LVN) ehrte Stefan (48) und Birgit (46) Heldberg damit für den Erfolg im landesweiten Milchlandpreis. Sie dürfen sich mit ihrem Betrieb nun zu den „Besten Milcherzeugern Niedersachsens“ zählen.

Die eigentliche Ehrung hatte das Ehepaar bereits im Dezember im Rahmen einer Festveranstaltung im „Alten Kurhaus“ in Bad Zwischenahn in Form einer Urkunde und einer „Mini Olga“ entgegengenommen. Die Auszeichnung ist nach Angaben der LVN als „Unternehmerpreis für nachhaltiges Wirtschaften“ konzipiert. Die Bewertung des Betriebes erfolgte durch eine Fachjury, die den Hof vor Ort intensiv geprüft hatte.

Jetzt wurde nun im Beisein zahlreicher Ehrengäste auf dem Betrieb in Wittorf ein repräsentatives Hofschild übergeben und aufgehängt. Das Schild informiert Besucher des Hofes künftig über diesen Erfolg. Während der Feierstunde stellten Repräsentanten von Politik und Verbänden in ihren Ansprachen insbesondere die unternehmerische Leistung der Familie und deren Bemühen um das Tierwohl sowie um ein vorbildliches Qualitätsniveau in der Milcherzeugung heraus.

„Der Milchlandpreis ist in Niedersachsen das Markenzeichen für Erfolg und Nachhaltigkeit“, stellte Herbert Heyen, Vorstand der Landesvereinigung der Milchwirtschaft, in seiner Rede heraus. „Der Hof wurde 1865 von der Familie gekauft und wird heute in der fünften Generation von der Familie bewirtschaftet. Der 9-jährige Sohn will den Hof später übernehmen, da er Kühe so gerne mag. Damit ehren wir hier einen echten Familienbetrieb mit sehr langer Tradition. Die Auszeichnung mit dem Milchlandpreis zeigt die erstklassigen und hochwertigen Managementfähigkeiten der heute gemeinsam wirtschaftenden Generationen“, so Heyen weiter.

„Die Jury war bei ihrem ganztägigen Audit insbesondere von der sehr gut geführten Milchviehherde ebenso beeindruckt wie vom sehr gepflegten Hof. Hier setzt man sich für die Landwirtschaft mit ganzem Herzen ein und will auch nach außen ein gutes Bild abgeben“, berichtete der Verbandsvorstand vom Urteil der erfahrenen Jurymitglieder und von seinem eigenen Eindruck des Hofes und des Familienteams.

Der Hof der Familie Heldberg wird vom Ehepaar gemeinsam mit deren Eltern (70 und 79 Jahre) bewirtschaftet. Auf dem 93 Hektar großen Acker- und Grünlandbetrieb werden 100 Milchkühe sowie 100 Rinder als weibliche Nachzucht gehalten. Die Herde erbringt eine sehr gute Milchleistung von 10.952 Kilogramm pro Kuh und Jahr bei einem Fettgehalt von 4,09 Prozent und einem Eiweißgehalt von 3,43 Prozent. Die Milch wird an frischli Milchwerke GmbH in Reburg-Loccum geliefert. 1982 und 2008 wurde jeweils ein neuer Boxenlaufstall gebaut, das Jungvieh ist im Altgebäude untergebracht.

(gmc)

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