Meiden Sie Reisen und haben Sie Angst vor dem Coronavirus?

2. Februar 2020

Die drastischen Maßnahmen in China wecken bei vielen Menschen Ängste. Forscher klären, wie ansteckend das neue Coronavirus ist – und wie gefährlich.

Die Symptome sind Fieber, trockener Husten, Abgeschlagenheit und Atemnot – der Coronavirus ist ein Erreger, der die Lungen angreift und vor rund vier Wochen aus China gemeldet wurde. Die Inkubationszeit – der Zeitraum zwischen Infektion und Beginn von Symptomen – beträgt zwei bis 14 Tage. Die Symptome ähneln denen einer Sars-Infektion. Der Test auf das Virus basiert meist auf der Analyse von Sputum (Auswurf) und dauert ungefähr zwei Stunden. Eine spezielle Therapie für die Lungenerkrankung gibt es nicht. Schwer erkrankte Patienten werden symptomatisch behandelt – mit fiebersenkenden Mitteln, der Therapie etwaiger bakterieller Zusatzinfektionen und mitunter mechanischer Beatmung. Eine Impfung wäre das beste Mittel, die Epidemie einzudämmen. Laut Jonas Schmidt-Chanasit von Bernhard-Noch-Institut für Tropenmedizin, werden derzeit Impfstoff-Kandidaten gegen Mers am Menschen getestet. Sie seien – erfolgreiche Resultate vorausgesetzt – frühestens in einigen Monaten verfügbar.

Auch in Deutschland wurden Corona-Fälle gemeldet. Bisher starben 81 von rund 2900 Infizierten – das entspricht einer Sterberate von 2,9 Prozent. Wie ansteckend das neue Virus ist, lässt sich bisher nur schwer beurteilen. Chinesische Behörden gehen davon aus, dass ein Infizierter durchschnittlich 1,4 bis 2,5 Menschen ansteckt – das wäre ähnlich wie bei Sars. Auch wenn sich die Fälle im Ausland mehren, ist das Risiko für eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus hierzulande weiterhin gering. Schon ein Verdachtsfall wird an die jeweilige Gesundheitsbehörde gemeldet. Pandemie- und Umgangspläne sorgen für Klarheit, was im Fall der Fälle an den Flughäfen und an den Kliniken zu tun sei, erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). „Grundsätzlich sind wir wachsam, wir nehmen die Dinge sehr ernst, wir sind aber auch gut vorbereitet.“

Ich denke, wenn man ein gesundes Immunsystem hat, braucht man nicht so große Angst haben. Die Informationen bekommt man heutzutage sehr schnell. Ich weiß nicht, ob das immer so gut ist. Informationen sind gut und wichtig, aber oft grenzt es schon an Panikmache. Ich würde generell nicht so weit reisen. Ich bin gerne hier in heimatlichen Gefilden und in der Natur. Ich mag keine Menschenmengen. Das ist mir oft zu eng und zu stressig. Wir müssen das Leben mehr schätzen und das was wir heute haben und nicht so viel Angst vor dem Morgen haben – Jutta Joost aus Honerdingen

Vielleicht kommt das Virus hier in die Region, vielleicht auch nicht. Man ist nicht geschützt. Nach China oder in die umliegenden Länder würde ich zurzeit nicht unbedingt reisen. Ich reise aber generell nicht. Ich glaube, dass die getroffenen Vorsichtsmaßnahmen an den Flughäfen schon groß sind. Dennoch kommen immer Reisende durch, die das Virus haben. Ganz vermeiden lässt es sich nicht. Dennoch würde ich mir keine Atemmaske kaufen. Ich hoffe, dass die Menschen die es betrifft, schnell Hilfe erhalten und es ihnen bald besser geht – Kea Peters aus Walsrode

Es ist beängstigend, man bekommt schon ein bisschen Panik. Man kann es nicht sehen, kennt es nicht und weiß nichts über die Krankheit. Man weiß auch nicht, ob bereits etwas gefunden wurde, was dagegen hilft. Ich meide generell Großveranstaltungen. Ich brauche keine Menschenansammlung. Wenn man hört, wie ansteckend es ist, hat man besonders Respekt davor. Selbst wenn man Großveranstaltung meidet, kann man sich auch beim Einkaufen infizieren. Aber der Lebensweg ist eh schon vorherbestimmt. Da macht man einfach weiter und versteckt sich nicht – Carlos Maatz aus Westenholz

In die Ecken, wo das Virus herkommt, habe ich eh kein Interesse zu reisen. Angst habe ich nicht und meide auch keine großen Menschenansammlungen. Im Alltag lauern auch schon genug Gefahren. Man kann sich nicht vor allem schützen. Ich fliege generell nicht und bevorzuge die nordischen Länder, wie zum Beispiel Schweden. Von Berufswegen habe ich auch nicht viel Berührungspunkte mit Reisenden. Oft ist es viel Panikmache. Es bleibt bei einem kleinen Personenkreis, der sich ansteckt. Da braucht man sich keine Sorgen machen, dass sich eine Pandemie entwickelt – Falk Schwerdtner aus Westenholz

Angst ist ein schlechter Partner. In den Medien wird berichtet, dass das Virus nicht so gefährlich ist. Es sterben auch jährlich Menschen an der normalen Grippe und davor habe ich auch keine Panik. Ich ernähre mich gesund und gehe vier Mal die Woche zur Gymnastik. Wir haben vor, Anfang März nach Teneriffa in den Urlaub zu fliegen. Ich habe mir noch keine Gedanken gemacht, Angst haben zu müssen. Wer normal gesund ist, dem wird auch nichts passieren. Ich bin überzeugt, dass es noch mehr Fälle hier in der Region geben wird. Das ist noch nicht ausgestanden – Heidi Kromulska aus Walsrode

Große Ansammlungen meide ich nicht, und ich reise erst ab März wieder mit dem Wohnmobil. Wo es hingeht, entscheidet sich erst morgens beim Kaffee. Doch wir kommen auf der Reise nicht mit den Menschenmengen in Berührung. In meinem Alter ist man nicht mehr so bang. Man sieht es locker und genießt das Leben. In unserem Alter darf man das. Die Viren kann man nicht vermeiden, da die Welt zusammengerückt ist. Da reist man an einem Tag um die ganze Welt. Dementsprechend schnell breiten sich auch die Viren aus – Ulrich Fritz aus Walsrode

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