Foto: Dana Sinaida Ersing

Foto: Dana Sinaida Ersing

Mehr als der Ruf des Meeres

14. Februar 2016

Dänemark für Campingfreunde – die Region Jütland

Mit dem Reisemobil bestens erkunden lässt sich die dänische Region Jütland, denn sie bietet Campingmöglichkeiten für jeden Geschmack und jede Reisekasse. Das pulsierende städtische Herz ist die an der Ostseeküste gelegene Universitätsstadt Aarhus, die sich darauf vorbereitet, 2017 den Titel Europäische Kulturhauptstadt zu tragen. Mit einer Einwohnerzahl von rund 260 000 ist sie nach Kopenhagen die zweitgrößte Stadt Dänemarks. An der Universität Aarhus sind etwa 30 000 Studierende immatrikuliert. Unter anderem deshalb ist das Stadtbild vor allem durch junge Menschen auf Fahrrädern geprägt. Auch für Besucher der Stadt ist das Rad ein empfehlenswertes Fortbewegungsmittel, denn in die Pedale tretend lässt sich Aarhus sehr gut entdecken.

Es gibt diverse Fahrradverleihe, und wer die Stadt nicht auf eigene Faust erkunden will, für den veranstaltet beispielsweise Cycling Aarhus geführte Fahrradtouren, auf denen motivierte Studierende einen Einblick in die spannende Geschichte geben und einem Ecken zeigen, die man selbst erst nach längerem Suchen oder gar nicht entdeckt hätte. Eine solcher Geheimtipp ist Ø-Haven, ein kleiner öffentlicher Stadtgarten direkt am Hafen, umgeben von moderner Architektur, in dem Aarhuser eigenes Gemüse und Blumen in kleinen Hochbeetparzellen anbauen können.

Kunstbegeisterte kommen im Museum Aros auf ihre Kosten, das nicht nur auf Grund seiner Sammlungen und temporären Ausstellungen einen Besuch wert ist, sondern auch architektonisch überzeugt und einen wunderbaren Rundumblick über die ganze Stadt bietet. Das Reisemobil stellt man am Besten auf dem Aarhus Camping ab, der etwa acht Kilometer nördlich des Stadtzentrums gelegen ist, das von dort mit dem Bus in wenigen Minuten zu erreichen ist.

Fährt man von Aarhus etwa 40 Kilometer ins Landesinnere, so gelangt man in die kleine Stadt Silkeborg. Die Stadt grenzt an eine Seenplatte, Silkeborgsøerne genannt, deren Gewässer zu Boots- und Paddelfahrten einladen. Einige Kilometer südlich von Silkeborg findet sich in der Ortschaft Them ein schönes Ausflugsziel für die jüngeren Reisenden: der Labyrinthgarten Labyrinthia. Der Familienbetrieb lockt mit mehreren liebevoll angelegten Irrgärten verschiedener Schwierigkeitsgrade.

Wer seinen Campingurlaub so richtig im dänischen Nirgendwo verbringen möchte und vielleicht auch noch angelbegeistert ist, der ist auf dem Campingplatz Hessellund Sø bei Karup richtig. Direkt am Flüsschen Karup Å gelegen kann man hier als Profi- und Amateurangler in den platzeigenen Fischteichen nach Herzenslust die Angel auswerfen und auf Petri Heil hoffen.

Sollte der Ruf der See dann lauter werden, bietet es sich an, das Inland zu verlassen und sich zur Westküste Jütlands aufzumachen. Hier finden sich beispielsweise am Leuchtturm Bovbjerg Fyr wildromantische Steilküstenabschnitte. Etwas weiter südlich locken kilometerweite, breite Sandstrände, die man stellenweise sogar mit dem Auto oder Reisemobil befahren darf. Hier ist selbstverständlich Vorsicht geboten und man sollte stets ein Auge auf die Beschaffenheit des Sands werfen, um sich hier nicht festzufahren. Sicher lässt es sich darüber streiten, ob man sich das Strandpanorama wirklich mit Reisemobilen verbauen und stattdessen die letzten Meter zwischen den Dünen nicht lieber doch zu Fuß zurücklegen sollte.

Wer nicht die ganzen restlichen Ferien am Strand verbringen möchte, dem sei ein Ausflug ins schöne Städtchen Ribe empfohlen. Ribe ist die älteste Stadt Dänemarks und war lange Zeit der wichtigste Hafen an der dänischen Nordseeküste. Heute kann man hier wunderbar durch die kleinen Gassen schlendern und die mittelalterlichen Fachwerkhäusschen bestaunen.

Dana Sinaida Ersing

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