Foto: Kurt Sohnemann

Mazda CX-30 Skyactiv G 2.0 M Hybrid

8. Dezember 2019

Die Bedürfnisse der Autofahrer besser erkannt – Im Mazda CX-30 besitzt der Fahrer nicht nur einen guten Überblick, sondern profitiert auch von einigen technischen Finessen

Wer etwas verkaufen möchte, sollte schon genau hinschauen, was seine Kundschaft haben möchte. Was nicht bei allen Automobilproduzenten der Fall ist, gilt seit einigen Jahren für Mazda. Die japanischen Design-Künstler haben es offensichtlich verstanden, den Autofahrern Modelle zur Auswahl zu stellen, die auf große Begeisterung stoßen. Nicht aus heiterem Himmel kommen immer neue Zulassungsrekorde für Mazda zustande.

„Das sind richtig schöne Autos geworden“, urteilt die Mehrheit der Betrachter, die sich nicht unbedingt als autoaffin bezeichnet, aber sich keinen Stilbruch in die Garage holen würde. Auch wenn man sich für Designpreise nichts kaufen kann, haben die unmittelbaren Nachwirkungen mit dem Erfolg zu tun, den sich Mazda zurecht auf die Fahnen schreiben kann. Jetzt haben die Söhne Nippons mit dem CX-30 ein Modell entwickelt, dass zwar wie ein SUV aussieht, aber keines ist. Der CX-30 ist ein CUV, also ein Auto, das nicht ins Gelände soll, aber so wirkt. Eigentlich ist es auch nur die höhere Ein- und Ausstiegsposition, die einen Kunden interessiert. Hinzu kommt noch die etwas erhabene Position hinter dem Lenkrad, die für einen guten Rundumblick sorgt.

Wie bei nahezu allen Fahrzeugen mit leicht erhöhter Position wird der CX-30 eher in der Stadt, als im Gelände gesichtet werden. Es wird nicht wenige Zeitgenossen geben, denen das Modell für Unwegsamkeiten viel zu schade ist. Da Mazda sich in den vergangenen Jahren nicht nur auf die Optik konzentriert hat, ist der CX-30 mit einigen technischen Finessen versehen, die bei vielen anderen Mitbewerbern vergeblich gesucht werden. Beispielsweise ist der von Mazda entwickelte Skyactiv-Ottomotor der erste Serienbenzinmotor mit Kompressionszündung. Ein Mechanismus, den Motorenfreunde ansonsten nur von Dieselaggregaten kennen. Das Ergebnis ist ein noch besserer Wirkungsgrad als zuvor. Die Ingenieure haben es im Lande der aufgehenden Sonne aber nicht nur bei diesen Fortschritten belassen. Sie haben das Modell mit einem sogenannten Mild-Hybrid-System ausgerüstet. Diese Einrichtung ist in der Lage, die Energie, die beim Bremsen und Entschleunigen frei wird, aufzufangen und sie für den Vortrieb wieder einzusetzen. So können die Verbräuche nochmals verringert werden, auch wenn die Mild-Hybrid-Technik keine revolutionären Werte einbringt. Die wesentlicheren Fortschritte hinsichtlich des Verbrauchs resultieren aus den Verbesserungen der Antriebstechnologie des Motors mit Zylinderabschaltung.

Mit den 122 PS aus knapp zwei Litern Hubraum lässt sich mit einem Futter von gemessenen 7,3 Litern für hundert Kilometer eine zufriedenstellende Leistung holen. Die ist nicht für Rennstrecken gedacht, aber für eine flotte Fortbewegung, wie sie Familien heute haben wollen. Bei einer Beschleunigung von 10,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 Stundenkilometern dürfen die Insassen zufrieden sein, zumal der Motor trotz relativ hoher Drehzahlen nur moderat zu hören ist. Wer sich im Wachstum an die südeuropäischen Durchschnittsmaße gehalten hat, findet zu fünft problemlos Platz im Mazda CX-30, ansonsten sitzen vier Passagiere sehr bequem in der ersten und zweiten Reihe.

Hinter dem Lenkrad erschließt sich eine eindrucksvolle Landschaft an Knöpfen, einem Drehrad und Schaltern, deren Position sicherlich nach einer kurzen Dauer der Zweisamkeit zwischen CX-30 und Fahrer bei selbigem in Fleisch und Blut übergehen. Ansonsten hilft es, sich vor Fahrtantritt über die vielen Möglichkeiten, die Mazda bereithält, einen Überblick zu verschaffen. Insbesondere derjenige, der auf den Grundpreis noch etwa 1.700 Euro drauflegt, erhält mit der Ausstattung Selection eine Fülle an Annehmlichkeiten mit auf den Weg, die bei vielen anderen Herstellern weitaus teurer verkauft werden.

Mazda versteht sich offensichtlich als fairer Partner der Autofahrer und beginnt seine Preisliste mit 24.290 Euro. Das ist eines der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse, die in der Klasse zu finden sind. Somit dürfte auch dieser Punkt deutlich an Mazda gehen.

Kurt Sohnemann

Technische Daten: Mazda CX-30 Skyactiv G 2.0 M Hybrid
Hubraum: 1.998 ccm – Zylinder: 4 Reihe – Leistung kW/PS: 90/122
6-Gang-Schaltgetriebe – Max. Drehmoment: 213 Nm/4.000 U/min.
Höchstgeschwindigkeit: 186 km/h – Beschl. 0-100 km/h: 10,6 Sek.
Leergewicht: 1.320 kg – Zul. Gesamtgewicht: 1.927 kg
Anhängelast gebr.: 1.300 kg – Gepäckraumvolumen: 430-1.406 Liter
Tankinhalt: 51 Liter – Kraftstoffart: Super – Verbrauch (Test): 7,3 l/100 km
Effizienzklasse: A – CO2-Ausstoß (WA): 116 g/km – Euro 6d Temp
Grundpreis: 24.290 Euro

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