Leiden Sie unter der Zeitumstellung?

27. März 2016

Jedes Jahr im Frühjahr, am letzten Sonntag im März, das gleiche Spiel.
 
Am 27. März werden die Uhren um 2 Uhr, um eine Stunde vorgestellt. Das bedeutet „Die Nacht ist eine Stunde kürzer“! Für die Winterzeit gilt dann – die Zeitumstellung findet am letzten Sonntag im Oktober statt – um 3 Uhr, wird die Uhr um eine Stunde zurückgestellt. Die Nacht ist eine Stunde länger!
Noch bis Ende des 19. Jahrhunderts hatte jeder Ort seine eigene Zeit, die sich am Stand der Sonne orientierte. Selbst innerhalb des deutschsprachigen Gebiets gab es Zeitunterschiede. In Bayern richtete man sich nach der „Münchener Ortszeit“, in Preußen nach der „Berliner Zeit“ – und war damit den Bayern um sieben Minuten voraus. Aber mit dem Ausbau des europaweiten Eisenbahnnetzes wurde eine einheitliche Zeit immer wichtiger.
Eine Vereinheitlichung der Zeit wurde erstmals 1884 angestrebt, als in Washington DC die Einteilung der Welt in 24 Zeitzonen beschlossen wurde. Seit dem 1. April 1893 gilt in Deutschland die Mitteleuropäische Zeit. Das heißt: nicht ganz. Seit 1916 wurde immer wieder mit der Einführung einer Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) experimentiert. Die alte Faustregel „Mittag ist dann, wenn die Sonne ihren höchsten Punkt erreicht hat“, kann mittlerweile nicht mehr angewandt werden.
Die Sommerzeit hat den natürlichen Zeitrhythmus durcheinander gebracht und stiftet international Verwirrung. Deshalb gab es viele Kritiker, die sich vehement gegen die vom Staat verordnete Sommerzeit wehrten. Die Geschichte der Sommerzeit hat aus diesem Grund viele Hoch- und Tiefpunkte. 1996 markiert den bisherigen Schlusspunkt in der Geschichte der unterschiedlichen Sommerzeiten. In dem Jahr wurden sämtliche Sommerzeiten Europas vereinheitlicht. Seitdem stellt Deutschland die Uhren von Ende März bis Ende Oktober (statt September) um.

Ich sehe die Zeitumstellung als unnütz an, weil sie keine Vorteile bringt und ich erkenne auch keine Energieeinsparung dadurch. Ich bin pensioniert, aber früher bedurfte die Zeitumstellung immer eine Einführungsphase von einer Woche bis zehn Tage, bis man wieder im Rhythmus war. Pannen sind dadurch auch mal passiert. Ich habe eine Verabredung nicht eingehalten, da ich die Umstellung nicht berücksichtigt hatte. Dieses Jahr ist es mir total egal, da ich zur Kur in St. Peter Ording bin – Jochen Muche aus Düshorn

U-Jochen-Muche

Mir fällt die Zeitumstellung nur auf, wenn ich morgens zur Schule fahre und es ist noch entsprechend dunkel, beziehungsweise im Herbst heller als sonst. Ansonsten, habe ich nicht damit zu kämpfen. Man freut sich aber, wenn man merkt, dass es im Sommer noch nicht so spät ist und man noch eine Stunde Zeit für etwas hat. Ursprünglich wurde die Zeitumstellung zum Energiesparen eingeführt. Doch das bringt nichts. Meine Oma hat ihren Radiowecker im Schlafzimmer immer auf Sommerzeit eingestellt. Die findet die Umstellung absolut blöd – Carla Muche aus Hamburg 

U-Carla-Muche

Probleme mit der Zeitumstellung haben wir nicht. Sie ist aber nicht sinnvoll. Die Umstellung ist generell zu teuer und es wurde vor Jahren festgestellt, dass es keine Energieersparnis bringt, da alle bei Licht arbeiten. Dafür muss dann morgens das Licht angemacht werden. Es wäre schön, wenn die Sommerzeit entfällt. Es bringt viel Unruhe für die Nutztiere und der Landwirtschaft ist es auch nicht zuträglich. Die paar Tage Sommer die wir haben, da ist es abends auch kühler und man macht sowieso Kerzen an – Rita und Peter Narjes aus Hodenhagen 

 

U-Rita-u.-Peter-Narjes

Die Zeitumstellung ist Quatsch, auf Deutsch gesagt! Einige Länder haben sie mittlerweile auch wieder abgeschafft. Ich selbst habe auch ein paar Probleme mit der Umstellung, wenn der Wecker eine Stunde früher , statt um sechs, bereits um fünf Uhr klingelt. Mit der Zeit gewöhnt man sich daran, aber dann wird wieder zurückgestellt. Es bringt keine Ersparnisse. Wenn ich abends länger Licht habe, ist es morgens aber dafür dunkel. Selbst meine Katzen merken, dass etwas nicht stimmt, es ist nicht ihre Zeit – Hans-Peter Röhnelt aus Honerdingen

U-Hans-Peter-Roehnelt


Wir haben keine Probleme mit der Zeitumstellung, aber wir finden es total doof. Unser Kind war früher ein Frühaufsteher, das um fünf aufstand. Bei der Zeitumstellung hieß es, noch eine Stunde früher. Das war quasi mitten in der Nacht. Wir wohnen in einer Mietwohnung mit vier Parteien und hatten ein lebhaftes Kind. Heute als Teenager kommt sie nicht aus dem Bett. Die Umstellung war ursprünglich angedacht zur Stromersparnis, aber das ist totaler Blödsinn, da man morgens auch Licht anmachen muss. Dafür ist es abends länger hell. Der Vorteil ist, man hört die Vögel morgens schon zwitschern – Daniela und Sönke Avancini aus Bad Fallingbostel   

U-Daniela_Soenke-Avancini


Ich habe keine Probleme mit der Zeitumstellung, da ich als Koch arbeite und eh´ später aus dem Bett muss. Mal stehe ich um zehn oder elf, mal auch erst um 12 Uhr auf. Ich halte die Zeitumstellung für sinnvoll, da wir im Sommer mehr Sonnenstunden haben, die wir nutzen können und das ist stromsparender. Im Betrieb merkt man es auch, die Leute sind einfach besser drauf und machen sich viel weniger Sorgen. Man lebt unbeschwerter, wie in südlichen Ländern mit dem Lebensflair. Eine Panne bezüglich des Zeitrhythmus ist mir zum Glück noch nicht passiert – Patrick Lues aus Bad Fallingbostel 

U-Patrick-Lues

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