Können Sie den Weihnachtssüßigkeiten in den Geschäften noch widerstehen?

14. Oktober 2018

In rund elf Wochen ist es wieder soweit und man möchte ja den anderen nicht nachstehen.

Die Temperaturen lagen vergangene Woche noch bei über 25 Grad, doch die Supermärkte haben bereits vorgesorgt und für das Fest der Feste stehen bereits seit Ende der Sommerferien die Süßigkeiten in den Regalen. Die meisten verschwenden noch nicht einmal Gedanken an Weihnachtsgeschenke, dafür sind die Discounter voll auf Draht. Seit drei Monaten können Lebensmittelhändler bereits das komplette Ostersortiment vorbestellen, das dann in der zweiten Januarwoche ausgeliefert wird. Ist ja auch höchste Zeit: Zimtsterne, Marzipanbrot und „Schokolatius“-Gebäck liegen schließlich schon seit August in den Läden. Alle Jahre wieder fragen sich die Kunden: „Wieso dauert Weihnachten im Supermarkt eigentlich dreieinhalb Monate?“

Die Hersteller erklären es so: „Dies ist ein Service für den Handel, damit dieser individuell und zugeschnitten auf die Erwartungen seiner Kunden entscheiden kann, ab wann die Saisonprodukte präsentiert werden.“ Dem zufolge orientiere man sich damit automatisch an die individuellen Bedürfnisse und Kaufgewohnheiten der Verbraucher, die teilweise frühzeitig Weihnachts- oder Osterartikel wünschen. Die Kunden wundern sich zwar, wenn ihnen beim Einkaufen kurz nach der Grillsaison schon wieder der Aufsteller mit den Lebkuchen im Weg rumsteht und teilen ihr Erstaunen darüber auch auf Facebook und Twitter, schaufeln dann aber doch den Süßkram in den Einkaufswagen. Folgerichtig müssten viele Leute spätestens Anfang Dezember komplett mit Lebkuchen eingedeckt sein. Die meisten Weihnachtsmänner landen ganz klassisch in der Woche vor Nikolaus auf dem Kassenband. Insgesamt sei die Nachfrage nach Weihnachtsschokolade jedoch zwei Wochen vor Heiligabend immer am höchsten.

Ich finde es viel zu früh. Auch unter der Scheinheiligkeit, dass sie als vorweihnachtliche Süßigkeiten verkauft werden. Erst in der Woche zum 1. Advent gibt es bei mir etwas, dann bekommt man auch erst Appetit darauf. Dann mag ich alles, was auf Weihnachten bezogen ist, wie Dominosteine und Butter-Spekulatius und dazu stimmungsvolle Musik und die entsprechende Weihnachtsdekoration, die darauf hinweist „Weihnachten ist bald!“. Eine gewisse dezente Zurückhaltung der Discounter, dass die Süßigkeiten nicht so lange vorher ausliegen, ist durchaus möglich. Aber da will jeder der Erste sein – Uwe K. Korupp aus Eystrup

Wir können absolut widerstehen! Erst ab dem 1. Advent gibt es bei uns die Weihnachtssüßigkeiten. Wir gehen einfach so daran vorbei. Sohn Oskar hat noch nicht danach gefragt, da er noch nicht so damit konfrontiert wurde. Ab November finde ich es verständlich, wenn die Süßigkeiten ausliegen. Alles was früher ist, ist für die Kinder zu lang. Die wissen nicht, dass Weihnachten erst in drei Monaten ist. Im Herbst sind die Gedanken schon auf Weihnachten gerichtet. Bei uns sind die Lebkuchen mit Schokolade Favoriten. Süßigkeiten gehören zur Weihnachtszeit dazu, aber alles in Maßen – Christin Denczyk mit Amelie und Oskar aus Düshorn

Ich kann widerstehen. Ich mag die Süßigkeiten oft auch gar nicht. Ich gehe immer gezielt auf meine spezielle Stammschokolade zu und es muss auch mal etwas Salziges sein. Von den Süßigkeiten zu Weihnachten reizt mich nichts, dann lieber ein schönes Eis mit Eierlikör. Die Kinder sind aus dem Haus und die Enkelkinder groß. Wenn ich etwas Süßes für sie kaufe, bleibt es meistens liegen, weil sie einen anderen Geschmack haben. Ich habe sogar noch Osterhasen von Ostern. Da brauche ich keinen Weihnachtsmann. Außerdem ist es jetzt doch noch viel zu warm dafür – Georg Sitek aus Hodenhagen

Ich kann widerstehen! Erst ab November fängt für uns die Vorweihnachtszeit an. Ich finde es schade, dass bereits im September all die Weihnachtssüßigkeiten in den Regalen stehen. Auch wenn die Kinder betteln, bleibe ich hart. Es ist einfach noch nicht die Zeit. Später esse ich am liebsten Lebkuchen mit Schokolade und die Kinder lieben alles, was mit Schokolade zu tun hat. Für mich ist es aber kein Problem, ich gehe so an den Regalen vorbei. Das brauche ich einfach nicht. Selbst mein Mann bekommt vorher nichts weihnachtlich Süßes – Gaby Göring mit Großnichte Louisa aus Darmstadt

Ich finde es nicht gut, dass die Süßigkeiten so früh ausliegen. Ab dem 1. Advent könnten sie damit anfangen. Bei den Enkelkindern wird man schon mal schwach, wenn sie drängeln und man Süßes versprochen hat. Da möchten sie nichts „Normales“, sondern etwas Besonderes, was es sonst nicht gibt, und das sind dann schon mal zehn kleine Weihnachtsmänner. Die Enkel wohnen in Bremervörde und zum Verwöhnen sind eben Großeltern da. Eigentlich ist es nicht nötig, dass die Geschäfte so früh die Weihnachtsware verkaufen. Da geht es schlicht ums Geschäft und um den Umsatz – Heiner Bunke mit Enkel Matti aus Klein Eilstorf

Nein, ich kann nicht widerstehen. Spekulatius schmeckt immer gut zur Kaffee- und Teezeit. Meine fünfjährige Tochter sagt selbst, dass ihr dann ganz weihnachtlich zumute ist. Auch die Oblaten mit Lebkuchen schmecken schon. Wir sind „Süßmäuse!“ Aber Weihnachtsmänner haben wir tatsächlich noch nicht. Doch Kekse vertilgen wir. Früher hat man gesagt, es ist zu früh. Aber man muss mit der Zeit gehen. In der Adventszeit bleibt oft wenig Zeit, um gemütlich Kaffee zu trinken und die Zeit ist auch zu kurz. Jetzt im Herbst kann man das doch richtig genießen und zur Teezeit zelebrieren – Katharina Schiering mit Lia Marie aus Walsrode

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