Können Sie auf Plastiktüten verzichten?

8. November 2015

In den Supermarkt nehmen viele schon einen Korb oder eine Tragetasche mit.

Zum Kleider-Shopping dagegen gehen die meisten mit leeren Händen und kommen mit zahlreichen Plastiktüten nach Hause. Jetzt sollen die Kunden auch in Schuhgeschäften, Kaufhäusern und Boutiquen dazu bewegt werden, die Kunststoffbeutel wegzulassen. Dafür bringt der Handelsverband Deutschland (HDE) Bezahltüten ins Gespräch, wie es sie in Supermärkten schon lange gibt. Dort müssen Kunden etwa zehn bis 20 Cent zahlen.

Auch die anderen Einzelhändler sollen nun individuell einen „angemessenen Preis“ für die Tüten festlegen, sagt HDE-Sprecher Kai Falk. Mit seinem Vorschlag zum kostenpflichtigen Beutel meldet sich der Handelsverband zu Wort, bevor die Regierung den Einzelhandel per Gesetz zu einer möglicherweise höheren Abgabe zwingt.

Denn Deutschland muss seinen Tütenkonsum senken: Eine Richtlinie schreibt vor, dass von 2025 an jährlich nur noch 40 der raschelnden Beutel pro Kopf benutzt werden dürfen. Die Deutschen verbrauchen bisher 71 davon.

Europaweit liegt der Schnitt noch viel höher – bei fast 200 Tüten. Bei dem Plan des HDE seien zahlreiche Großunternehmen schon dabei, sagte Verbandssprecher Falk. Das schwedische Unternehmen H&M zum Beispiel denkt über die Einführung eines Abschlags in den gut 400 deutschen Filialen nach.

Die Schuhkette Deichmann prüfe „verschiedene Varianten“. Auch Galeria Kaufhof unterstützt den HDE. Weil die Tüten ein wichtiger Werbeträger seien, wolle man nicht gänzlich auf sie verzichten. Ein C&A-Sprecher sagte, es sei aber wichtig, den Kunden gut zu erklären, warum die Beutel künftig etwas kosten könnten. Für mehrere Hundert Euro shoppen und dann noch Geld für die Tüte berappen?


Beim Schuhkauf nehme ich keine Plastiktüte, sondern nehme nur den Karton mit. Den nutzen meine Kinder zum Basteln. Auf Plastiktüten verzichte ich generell und nehme beim Wocheneinkauf den Plastikkorb und habe immer einen Stoffbeutel im Auto für den kleinen Einkauf zwischendurch. Wenn ich den mal vergesse, suche ich mir im Geschäft einen Karton. Es ist eine grundsätzliche Einstellung, denn wir wissen, dass die Plastiktüten nicht verrotten und früher oder später die Schadstoffe in der Nahrung landen. Selbst die Schuhgeschäfte könnten Stoffbeutel mit Werbung rausgeben – Dierk Hirt aus Walsrode

Dierk-Hirt

Plastiktüten sind blöd für die Umwelt, aber manchmal geht es nicht ohne. Wenn ich mehr als gewollt eingekauft habe, greife ich schon mal dazu. Schuhe kaufe ich nur im Karton. In den Boutiquen habe ich meistens eine Tüte, in die alle weiteren Einkäufe reinkommen. Bananen haben eine Schale, da geht es auch ohne Tüte. Oder ich nehme Obst, das bereits abgepackt ist. Wenn die Tüten teurer werden, wäre es für die Umwelt gut. Wenn ich mal eine Plastiktüte habe, verwende ich sie anschließend als Mülltüte. So erfüllt sie noch einen Zweck – Julia Rieger aus Wietzendorf

Julia-Rieger

Für den großen und den kleinen Einkauf habe ich immer einen Korb im Auto und verzichte in der Apotheke auch auf die kleine Tüte. Auch beim Schuhgeschäft ist eine Plastiktüte nicht nötig. Wenn ich mehrere Sachen in einer Boutique kaufe, nehme ich ein Tüte, bei Kleinigkeiten nicht. Beim Obstkauf nehme ich, wenn möglich eine Papiertüte. Wenn die Plastiktüten teurer werden, wäre es für die Kunden ein Grund darauf zu verzichten oder Stoffbeutel zu nehmen – Taulant Balla mit Loressa aus Walsrode

 

Taulant-Balla

Ich bin dafür, die Kunststofftüten abzuschaffen. Ich habe immer einen Stoffbeutel bei mir. Nach Möglichkeit verzichte ich auf Plastiktüten. Ausnahmen sind die Boutiquen, da bekomme ich die Ware gleich in die Tüte gesteckt. Wenn man unverhofft einkauft, hat man nicht immer einen Beutel dabei. Die Plastiktüten verwende ich meistens noch für den Abfall für den gelben Sack. Die Kunden müssen für die Tüten bezahlen, von allein verzichten sie nicht darauf. Die Verschmutzung der Meere muss gestoppt werden. Die Tüten werden uns oft aufgedrängt. Dagegen muss man sich wehren – Jörg Niemeyer aus Walsrode

Joerg-Niemeyer


Ich habe immer einen Stoffbeutel beim Einkauf dabei und achte sehr darauf, keine Plastiktüten zu nehmen. Selbst Bananen packe ich nicht ein, sondern lege sie so an die Kasse. Wenn ich mal bei H&M einkaufe, landet die Ware in meiner großen Handtasche, da passt alles rein. Sonst würden die Verkäufer es gleich in Plastiktüten packen. Die Plastiktüten im Supermarkt sollten ruhig einen Euro teuer werden, damit die Kunden darüber nachdenken. Bei zehn Cent pro Tüte, fällt es nicht ins Gewicht. Man sollte den Plastikmüll vermeiden. Außerdem sind Stoffbeutel modisch und in – Katharina Ewigleben aus Bispingen

Katharina-Ewigleben


Wir haben immer einen Einkaufskorb für den Einkauf im Auto und nutzen keine Plastiktüten. Manchmal kommt es beim Schuhkauf vor, dass wir eine Tüte mitnehmen. Beim Shoppen in den Boutiquen kommt immer alles in eine Tüte. Es bleibt nicht aus, wenn man mehrere Sachen kauft, dass man eine Tüte nimmt, um nicht alles lose zu schleppen. Bei Bananen kommt der Preis direkt auf die Ware. Plastiktüten sollten im Preis mit drin sein. Ich würde für eine Tüte nichts zahlen. Den meisten ist die Umwelt egal. Da muss ein Umdenken stattfinden – Norman Leiser mit Emma-Sophie aus Dorfmark

Norman-Leiser

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