Isabel Block und Jonathan Holste. Foto: Thomas Riese

Kleine Dinge sind die besonderen Erlebnisse

2. April 2017

Isabel Block und Jonathan Holste absolvieren mit großer Begeisterung ihre FSJ in der Lebenshilfe

Walsrode (rie). Es sind viele kleine Dinge, die Isabel Block und Jonathan Holste im Gedächtnis haften geblieben sind, wenn sie an die ersten Monate ihres Freiwilligen Sozialen Jahres in der Lebenshilfe Walsrode zurückdenken. Das dankbare Lächeln eines behinderten Menschen, der nicht spricht, oder die totale Begeisterung der gehandicapten Kinder beim Tagesausflug in den Zoo oder zum Biobauern fallen den beiden im Rückblick auf besondere Erlebnisse ein.

Begebenheiten, die auch dazu beitragen, dass beide mit Begeisterung über ihre Tätigkeiten als FSJler in unterschiedlichen Bereichen der Lebenshilfe berichten. Isabel Block ist seit November des vergangenen Jahres in der Wohnstätte der Erwerbstätigen beschäftigt. Die 18-jährige Walsroderin hilft den Bewohnern im Haushalt, beim Betten machen, bei der Pflege (Baden/Duschen) und wechselt auch Windeln. Jonathan Holste unterstützt und betreut in der Klaus-Dieter-Haehn-Schule Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren im Schulalltag. Und der 19-jährige Altenboitzer hat schon gemerkt, dass ihn die Tätigkeit, die er im August 2016 begonnen hat, verändert hat: Am Anfang seines FSJ sei er noch genervt gewesen, wenn ein Schüler auch nach der fünften oder sechsten Erklärung ihm noch ratlos gegenüber gesessen habe. „Mittlerweile bin ich aber viel geduldiger geworden.“ Eine Veränderung, die auch seinem privaten Umfeld aufgefallen ist.

„Es haben mich darauf sogar Leute angesprochen“, freut er sich über den „positiven Nebeneffekt“. Denn er ist sich sicher, dass er auch wichtige Erfahrungen für sein weiteres Leben macht, zumal ihm bei der Arbeit mit den Kindern viele Freiheiten und somit auch viel Verantwortung übertragen wird. Dabei ist er bei der Lebenshilfe zufällig gelandet. Eigentlich wollte er nach dem Abitur mit einem Freund ins Ausland gehen. Da dies nicht geklappt hat, suchte er „für ein Jahr was sinnvolles“ und wurde auf die Klaus-Dieter-Haehn-Schule aufmerksam gemacht. „Ich hatte mich vorher nie mit dem Thema beschäftigt“, gibt Holste zu. Etwas mehr Erfahrung brachte seine Mitstreiterin mit. Isabel Block „schnupperte“ einen Monat bei der Lebenshilfe bei der Betreuung der Senioren hinein, ehe sie ihr FSJ begann. Und auch sie hat bereits Veränderungen an sich ausgemacht. „Ich war ziemlich schüchtern, bin dann nach zwei, drei Wochen viel offener geworden, was sich auch im Privaten widerspiegelt.“ Und im Gegensatz zu Jonathan Holste hat sie ein klares Bild über ihren beruflichen Werdegang. Sie möchte weiter mit Behinderten arbeiten, Heilerziehungspflegerin werden. Der Einstieg ist beiden von den Mitarbeitern leicht gemacht worden, da sie genau ins Aufgabenfeld eingewiesen wurden. Jetzt haben sie im Hintergrund bei Fragen und Problemen jederzeit Ansprechpartner.

Den beiden ist es somit schnell gelungen, eine gewisse Routine zu entwickeln und zu wissen, wie sie auf die Menschen mit den unterschiedlichsten Behinderungen einzugehen haben. Daher steht bei Isabel Block und Jonathan Holste eindeutig der Spaß und die Freude an ihren Tätigkeiten im Vordergrund und somit auch das einmütige Urteil ihres FSJ: „Unsere Erwartungen wurden übertroffen.“ Wie alle Einrichtungen im sozialen Bereich sucht auch die Lebenhilfe jedes Jahr neue FSJler. Bewerbungen sind schriftlich an die Lebenshilfe Walsrode, Heidi Troschke, Von-Stoltzenberg-Str. 11, 29664 Walsrode, E-Mail personal3@lh-walsrode.de, zu richten. Auf der Homepage www.lebenshilfe-walsrode.de können sich Interessierte über die einzelnen Bereiche informieren und schauen, welcher einen vielleicht am ehesten anspricht.

Foto: Riese

Bei vielen Tätigkeiten unterstützt Isabel Block die Bewohner der Wohnstätte der Erwerbstätigen in der Lebenshilfe. Foto: Riese

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