Foto: Sohnemann

Kia Sportage Mildhybrid

19. August 2018

Kia Sportage Mildhybrid Thomas Riese
Verarbeitung
Gepäckraum
Verbrauch
Leistung
Ausstattung
Sitze

Bewertung:

3.7


Kia präsentiert seine neuen Sportage mit dem ausgesprochen sportlich gestaltetem Heck

Als der erste Kia Sportage im Jahre 1993 vorsichtig europäisches Festland befuhr, gab es noch den Ausdruck „Geländewagen“ für die Fahrzeuge in dieser Bauart. Heute sind es SUV und sind weit entfernt von ihrer Eigenart, über Gebühr Treibstoff zu verschlingen. Ganz besonders gilt das für den Kia Sportage der modernsten Gerneration. Er ist ein echter Europäer, obwohl er in den koreanischen Konzern gehört, der ihn vor einem Vierteljahrhundert in die Erfolgsspur schickte.

Die wesentliche Entwicklung des Sportage findet in Deutschland statt, gebaut wird er in der Slowakei. Das optisch dezent veränderte Modell ist jetzt in seiner neuesten Fassung nicht nur mit einer einseitigen Energiequelle auf den Straßen und im Gelände für seine Besitzer unterwegs. Mit einer Modellvariante ist der Kia Sportage mit Dieselmotor und Elektro-Generator aktiv. Mildhybrid nennen die Väter der Gangart dieses Modell.

Der neue Sportage-Jahrgang fällt am ehesten durch das ausgesprochen sportlich gestaltete Heck auf. Die Front erfuhr nur leichte Veränderungen, sodass die typische Tigernase eines Kia erhalten bleibt. In der jetzt vierten Generation ist der Sportage in weiteren als den bisherigen Farben erhältlich und hat eine grundlegende Erweiterung der technischen Assistenzsysteme erfahren. Da ist in jedem Fall die Ausrichtung aller verfügbaren Motoren auf die Euro 6d-Temp-Norm zu nennen. Also müssen die Fahrer eines Kia Sportage keinerlei steuerliche Probleme befürchten.

Dass ein SUV am allerbesten mit einem Selbstzünder bestückt wird, ist ein nachvollziehbares Ansinnen der Autofahrer, die viel und auch im Anhängerbetrieb unterwegs sein müssen. In der Technikvariante der Kia-Techniker, die den Diesel mit einem Elektroantrieb ergänzt haben, lässt sich der CO2-Wert um 10 Prozent reduzieren, sodass letztlich nur noch 138 Gramm auf dem Kilometer zu Buche stehen.
Auf einer ersten Textfahrt hinterließ der 2-Liter-Motor in der Kombination mit der Antriebsbatterie einen ausgesprochen souveränen Eindruck. Nur sollte sich der Fahrer nicht wundern, wenn der Motor dann schweigt, wenn im Stadtverkehr bei Verzögerungen Ampeln oder andere Haltepunkte angesteuert werden. Er springt erst wieder bei der Leistungsaufnahme wieder an. Neu ist auch der 360 Grad Überblick, den der Fahrer jetzt aus dem Cockpit haben kann. Ebenso wie die Einparkautomatik gehören diese technischen Entwicklungen jetzt auf Wunsch zur Bordausstattung.

Der Kia Sportage ist mit Front- und auch mit Allradantrieb zu haben, sodass er bestens gerüstet ist, um bei praktischen Vorhaben zu helfen. Ob auf dem Bauernhof als Zugfahrzeug, für Bootsbesitzer oder Reiter, der Kia Sportage gehört in die erste Wahl. Immerhin ist er in der Lage, 2,2 Tonnen gebremst hinter sich herzuziehen.

Das Mildhybrid-Fahrzeug ist mit einer Leistung von 185 PS und dem 12 kW starken Startergenerator auf Wunsch mit einer 8-Stufen-Automatik im Angebot. Nach der ziemlich unsachlich geführten Diesel-Diskussion ist der Dieselanteil bei Kia von 55 auf 24 Prozent zurückgegangen. Bei dem derzeitigen Technikstand dürften selbst die hartnäckigsten Dieselkritiker keine Chance mehr haben, dem Selbstzünder zu schaden. Der Kia Sportage mit Dieselmotor und Hy-bridkomponente ist auf die Zukunft ausgerichtet und dürfte für eine Wiederbelebung des Selbstzünder-Marktes sorgen.

Mit der jetzt vier Zentimeter längeren Karosserie ist es Kia auch gelungen, den Passagieren mehr Raum im Inneren zu gewähren. Der längere Radstand von drei Zentimetern wirkt sich überdies positiv auf den Fahrkomfort aus. Wer viel unterwegs ist, wird auch der adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage die positiven Seiten abgewinnen wollen, die automatisch den Abstand zum vorfahrenden Fahrzeug hält. Zudem ist das Infotainment-System auf den neuesten Stand der Technik gebracht, was nicht nur die Musikfreunde als angenehm empfinden dürften. Die Preispalette für den Kia Sportage beginnt mit 22.490 Euro.

Kurt Sohnemann

Schlagworte:

, ,



Comments are closed.

Back to Top ↑