Ein Fahrzeug, das mehr als nur Stadtverkehr kann. Foto: Wolfgang Groeger-Meier

Kia Rio 1.0T – GDI 100 ISG – Eine runde Sache

26. Februar 2017

Kia Rio 1.0T – GDI 100 ISG – Eine runde Sache Kurt Sohnemann
Verarbeitung
Gepäckraum
Verbrauch
Leistung
Ausstattung
Sitze

Bewertung:

3


Lissabon. Auch wenn der Trend zur Einheitsform geht, haben die Designer mit Peter Schreyer an der Spitze unter dem Dach der Kia-Mannschaft immer noch den nötigen Federstrich gefunden, die Eigenständigkeit der erfolgreichen Koreaner zu betonen. Der jüngste Beweis in der Kompaktklasse ist der Kia Rio. Jetzt wird er also in einem neuen Kleid auf den Laufsteg aus Asphalt laufen und hat dabei eine Fülle von Assistenzsystemen mit auf den Weg bekommen. Auch der Rio hat offenbar die Aufgaben, die Stellung des Herstellers aus Seoul auf dem deutschen Markt weiter auszubauen. Das ist Kia in den vergangenen Jahren glänzend gelungen. Nichts spricht indes dagegen. Die Zahlen lesen sich blendend und Geschäftsführer Steffen Cost kommt kaum aus dem Schwärmen heraus: In den vergangenen 6 Jahren wuchs der Absatz von Kia auf dem deutschen Markt um 65 Prozent, dabei hatte es 26 neue Modelle gegeben, bei denen die Modellwechsel mitgezählt sind.

Wer die Perspektiven von Kia im Auge behält, der wird nicht daran vorbei können, dem Konzern ein weiteres Wachstum zu prognostizieren. 22 neue Modelle sollen in den nächsten vier Jahren folgen. Auch die Rahmenbedingungen sind noch besser geworden. Eine eigene Bank übernimmt die Finanzierungen dort, wo sich der freie Markt schwer tat und die Garantie von sieben Jahren konnte weiterhin durchgehalten werden, weil die Fahrzeuge kaum Schäden und somit Kosten aufwerfen. Insbesondere diese siebenjährige Garantie hat viele Käufer davon überzeugt, einen Kia in die eigene Garage zu holen.

Der Fabrikatswechsel sollte mit Qualität belohnt werden. Da kommt der neue Rio gerade recht, um in seinem Segment neue Autofahrerinnen und Autofahrer für sich zu gewinnen. In seiner vierten Generation wirkt er muskulöser, gewinnt optisch durch die längere Motorhaube und kann mit einer dynamischeren Seitenlinie aufwarten, als sein Vorgänger. 15 Millimeter länger, 5 Millimeter flacher und 5 Millimeter breiter stehen in seinem Pass. Da der Kia Rio 10 Zentimeter mehr Radstand mit in das Modelljahr bekommen hat, liegt er auch wesentlich komfortabler auf der Straße. Das ist dem Modell, das zum Test bereit stand, auch gleich anzumerken gewesen. Der 1-Liter-Turbomotor mit seinen drei Zylindern gehört zwar nicht zu den leisesten und genügsamsten seiner Art, bringt aber eine anständige Portion Vortrieb auf die Räder.

Auch wenn er mit einem 5-Gang-Schaltgetriebe auskommt, wünscht sich der Fahrer nicht selten einen sechsten Gang herbei, um die Power noch besser auf die Straße zu übertragen. Das ist dann aber mit der 20 PS stärkeren Version möglich, die noch ein paar Drehzahlen mehr aufbietet. Das Design im Innenraum sieht mehr als gefällig aus. Es ist aufgeräumt, übersichtlich und hat durch die Klavierlackelemente den Anstrich der Hochwertigkeit. Wer gern mit dem Putztuch nachhilft, kann hier nach Belieben Glanz in die „Hütte“ zaubern. Durch die höhere Farbauswahl dürfte ein weiterer Kreis der vornehmlich farborientierten, insbesondere weiblichen, Fahrergemeinde angesprochen sein. Technisch orientierte Insassen werden sich zudem für Errungenschaften wie den autonomen Notbremsassistenten mit Fußgängererkennung, den Spurhalteassistenten, die Querverkehr- und Müdigkeitserkennung, Berganfahrassistenten, Gegenlenkunterstützung, Sitzheizung, Lenkradheizung, Regensensor und Rückfahrkamera interessieren.

Der Smartphone-kompatible Rio verfügt überdies über einen Tempomaten, selbstabblendenen Innenrückspiegel und über eine USB-Ladebuchse hinten. Das sind alles Dinge, die sind nicht einmal alle in der nächsthöheren Fahrzeugklasse zu bekommen. Das alle aufgezählten Details noch nicht in der Ausstattung für den Grundpreis von 11.690 Euro enthalten sind, versteht sich von selbst. Der Rio wird in mehreren Linien angeboten. Eine davon heißt „Dream-Team-Edition“ und soll nach Aussage von Steffen Cost bei 50 Prozent aller Rio-Verkäufe einpendeln. Das lässt auf neue Erfolgszahlen aus dem Hause Kia in Frankfurt hoffen.

Kurt Sohnemann

 

Kia Rio 1,0T – GDI 100 ISG Dream-Team-Edition – Hubraum: 998 ccm – Zylinder: 3 Reihe Turbo – Leistung kW/PS: 74/100 bei U/min.: 4.500 – Max. Drehmoment: 172 Nm/1.500 – Höchstgeschwindigkeit: 186 km/h – Beschl. 0-100 km/h: 10,4 sek. – Leergewicht: 1.155 kg – Zul. Gesamtgewicht: 1.600 kg – Gepäckraum: 225 – 980 Liter – Verbrauch (WA): 4,5 l/100 km – Anhängelast gebr.: 1.110 kg – Tankvolumen: 45 l – Kraftstoffart: Super – CO2-Ausstoß: 102 g/km (WA) – Euro 6 – Effizienzklasse: B – Grundpreis: 16.890 Euro

 

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