Foto: so

Kia eSoul 204

12. Mai 2019

Kia eSoul 204 Thomas Riese
Verarbeitung
Gepäckraum
Verbrauch
Leistung
Ausstattung
Sitze

Bewertung:

4.3


Kia gibt dann mal so richtig Strom

„Wir haben in Deutschland bereits sieben Prozent des Marktes erobert“, verkündet Kia-Geschäftsführer Steffen Cost nicht ohne Stolz. Das gilt natürlich nicht für den Gesamtmarkt, da muss Kia wohl noch etwas mehr auf die Straßen bringen. Das gilt für den elektrifizierten Anteil der Autos in Deutschland. Eine Stellung, um die Kia beneidet wird.

Aber die Südkoreaner haben bereits tüchtig Gas, nein, Strom gegeben auf diesem Sektor. Mehrere Modelle sind bereits als Mild-Hybrid, als Plug-in und jetzt auch als vollständig elektrisch arbeitende Autos zu haben. Der eNiro ist bereits bestens bei den Autofahrern angekommen und hat bereits für erhebliche Lieferzeiten gesorgt. Was in vielen Ostblockländern bereits vor Jahrzehnten üblich war, ist jetzt überall auf der Welt angekommen. Die Autofahrer stehen Schlange, um einen eNiro oder den neuen eSoul zu bekommen.

1.600 Bestellungen sind bereits in der Deutschland-Zentrale aufgelaufen und es werden täglich mehr. Der eSoul ist nicht nur aufgrund seiner Bauweise ein hippes Fahrzeug, er ist auch durch sein Platzangebot und seinen Aktionsradius ein absolut futuristisches Automobil. Das drückt sich nicht nur durch sein Äußeres aus – die Heckpartie ist in seinem Design einzigartig und strahlt mit den LED-Leuchten eine Einzigartigkeit aus, die viele Hersteller gern für sich in Anspruch nehmen würden.
Der Kia eSoul ist in zwei Varianten auf den Markt gekommen. Das wäre das Einstiegsmodell mit einem 39,2 kWh-Elektromotor und einer Reichweite von 276 Kilometern. Ein Kia, der durch dieses Rüstzeug überwiegend für den Kurzstreckenverkehr genutzt werden kann. Wer weitere Strecken auf dem Plan hat, wird sich den eSoul mit dem 64 kWh-E-Motor holen. Der hat eine Reichweite von 452 Kilometern. Das ist nicht einmal übertrieben und wurde auf der ersten Testfahrt bestätigt. Letztlich gewinnt das Fahrzeug auch auf der Fahrt durch Rekuperation Energie zurück, die investiert wurde.

Wer allerdings eine unüberhörbare Geräuschkulisse braucht, ist im Kia eSoul falsch aufgehoben. Nur bis etwa 30 Stundenkilometer verbreitet er ein leises Summen, dann verstummt auch dieses und macht den Windgeräuschen Platz. Was der eSoul mit den umgerechnet 204 PS allerdings leistet, verblüfft nicht nur leidenschaftliche Sportwagenfahrer. Er nimmt in einer Art und Weise Fahrt auf, die jedem Flugzeug beim Start alle Ehre machen würde. In 7,9 Sekunden ist er auf Tempo 100 km/h, die ersten 50 km/h legt er aber in einer furiosen Art hin, die Erstaunen hinterlassen. Bei einem Verbrauch von 15,7 kWh für hundert Kilometer und etwa 5 kWh weniger in der Stadt lassen die Stärken des eSoul deutlich werden. Er spart dort, wo andere richtig Federn lassen.

Im Betrieb können drei unterschiedliche Fahrmodi ausgewählt werden. Sie unterscheiden die Fahrweisen deutlich voneinander und sind mit Eco, Normal und Sport bezeichnet. Jeder kann also seine individuellen Vorlieben im Soul ausleben. Da die Verbrauchswerte glaubwürdig sind, sollte niemand der Angst erliegen, mit dem Fahrzeug selbiges zu erfahren. Bei 35.290 Euro beginnt die Preispalette, das stärkere Modell kostet 39.090 Euro und staatliche Zuschüsse kann sich der neue Fahrer noch abziehen lassen.
Der eSoul ist auf jeden Fall eine lohnenswerte Erfahrung, die jeder Fahrer machen sollte, der die Sportlichkeit bei allem Platzangebot nicht scheut.

Kurt Sohnemann

 

Technische Daten: Kia eSoul 204
Elektromotor – Leistung kW/PS: 150/204
Fahrmodi: Eco, Normal, Sport – Anzahl Sitze/Türen: 5/5
Höchstgeschwindigkeit: 187 km/h – Beschl. 0-100 km/h: 10,6 Sek.
Leergewicht: 1.757 kg – Zul. Gesamtgewicht: 2.180 kg
Keine Anhängervorrichtung erlaubt – Gepäckraumvolumen: 315-1.339 Liter
Reichweite: 452 km – Kraftstoffart: Strom – Verbrauch (WA): 10,9 kWh/100 km
Effizienzklasse: A+ – CO2-Ausstoß (WA):0 g/km
Grundpreis: 37.790 Euro

Schlagworte:

, , ,



Comments are closed.

Back to Top ↑