Kann man hier in der Heide gut Karneval feiern?

4. Februar 2018

Die „fünfte“ Jahreszeit findet für die Kölner und Mainzer hauptsächlich in der Zeit von Neujahr bis Aschermittwoch statt.

Den Beginn der neuen Karnevalssaison feiern die Jecken bereits am 11. Tag des 11. Monats um Punkt 11 Uhr 11. Auf einer großen Bühne in der Kölner Altstadt zeigt sich – noch in Zivil – das designierte Dreigestirn (die Karnevals-Regenten Prinz, Bauer und Jungfrau) erstmals öffentlich dem Volk. Mit über 600 Kostümsitzungen und Maskenbällen vertreiben sich Einheimische und „Touris“ die Zeit bis zum Straßenkarneval. Von „Weiberfastnacht“, dem Donnerstag vor Rosenmontag, bis zum „Karnevalsdienstag“ gibt es einen bewährten Ablauf von Sitzungen, Bällen und Umzügen und es wird vor allem gefeiert, gesungen und getanzt. In ganz Köln herrscht in diesen Tagen Ausnahmezustand. Viele Institutionen sind geschlossen. Das lokale Bier „Kölsch” fließt in Strömen.

An Weiberfastnacht haben die Frauen das Sagen. Frühmorgens beleben sich die Straßen mit bunt kostümierten Jecken. Um 11:11 Uhr ist auf dem Alten Markt die offizielle Eröffnung des Straßenkarnevals mit dem Kölner Dreigestirn. Ab 13:30 Uhr wird am Severinstor in der Südstadt das historische Karnevalsspiel „Jan un Griet“ aufgeführt, mit anschließendem Umzug zum Alten Markt. Tausende Jecken feiern ausgelassen in der Kölner Altstadt.  Während wieder tausende Gäste in der Innenstadt erwartet werden, gibt es aber auch viele „Flüchtlinge“, die sich vor der närrischen Zeit in Sicherheit bringen. Ein beliebtes Fluchtziel dürfte hierfür der hohe Norden sein.

Ich habe mit Karneval gar nichts am Hut! Meine Tochter war mal in der Heidmark-Halle zum Fasching feiern, sonst nichts. Früher in Hildesheim wohnten wir auf dem Dorf. Ich wüsste nicht, dass da gefeiert wurde. Ich selbst mache mich nicht zum „Jecken“. Wir waren mal in Köln zur Stunksitzung eingeladen. Das war ganz lustig. Verkleiden ist dort Pflicht. Doch nachher haben wir stundenlang im dünnen Kleid im Kalten auf ein Taxi gewartet, um ins Hotel zu kommen. Ich kann dem nichts abgewinnen. Aber für die Rheinländer ist es die fünfte Jahreszeit – Regina Olbrich aus Bomlitz

Ich weiß noch nicht, ob Fasching bei uns im Kindergarten angesagt ist. Ich bin sehr kreativ, nähe aber nicht gerne, sondern stelle die Kos-tüme so zusammen. Besser als etwas Gekauftes. Ich habe ein Kuh-Kostüm von meinem ersten Kind, das 14 Jahre alt ist. Das wird immer wieder gerne genommen. Als Kind bin ich als Rotkäppchen gegangen. Davon gibt es noch Bilder. Wir gehen zur Faschingsfeier gerne ins Colosseum. Das ist sehr lustig, nicht so groß und die Preise sind familienfreundlich – Stephanie Zehnpfund mit Lucy aus Walsrode

Ich ging früher als Pippi Langstrumpf verkleidet zum Fasching. Es waren private Veranstaltungen, die meine Schwiegermutter organisierte. Sie hat es zelebriert, hatte entsprechend viele Kostüme und war immer toll verkleidet. Heute begleiten wir die Kinder zur Faschingsfeier. Da gibt es eine Veranstaltung in Stolzenau, daran nimmt die ganze Familie teil. Hier im Norden kann man auch lustig sein. Wenn ich Zeit habe, gucke ich mir auch im Fernsehen Karnevalsveranstaltungen an. Da gibt es immer etwas zum Schmunzeln – Anja Steinmann aus Walsrode

Die Kinder feiern im Kindergarten und in der Schule Fasching. Die Kleinsten sind zwei Jahre alt, für die brauche ich noch kein Kostüm. Mein Sohn dagegen ist fünf Jahre alt und möchte als Superman gehen. Meine Tochter Elsa geht als „Königin Elsa“. Die Kostüme habe ich bereits gekauft. In Polen feiern nur die Kinder Fasching. Ich bin früher als Hexe verkleidet in die Schule gegangen. Das Kostüm hatte meine Mutter genäht. In der Heidmark-Halle finde ich es für die Kinder zu voll und zu laut. Die Umzüge im Fernsehen sehen wir uns aber gerne an – Milena Krogulec mit Wojciech aus Bad Fallingbostel

Vor Jahren habe ich im „Studio“ Fasching gefeiert und bin anschließend so verkleidet zur Arbeit. Im Lager mussten wir erst mal wieder nüchtern werden. Heutzutage ist mir das „Studio“ zu laut und die Feiern fangen zu spät an. Ich arbeite jetzt im Kindergarten und da ist Fasching für die Kinder etwas ganz Besonderes. „Glitzer, Glamour, Einerlei“ lautet unser Motto und wird mit dem 25-jährigen Jubiläum der Einrichtung „Therese von Plato“ verbunden. Die Kinder basteln die Dekoration. Ich selbst werde auch ein Glitzeroberteil mit vielen Pailletten tragen – Karin Möller aus Hollige 

Meine Eltern hatten früher eine Gaststätte, aber wir durften nicht feiern. Daher haben wir überhaupt keinen Bezug zum Fasching. Aber für meine drei Enkelkinder darf ich jetzt Kostüme nähen. Keike, acht Jahre alt, möchte als Schmetterling, Boy, fünf Jahre alt, möchte als Leuchtturm und Santje, drei Jahre alt, möchte als „Grüffelo“ zum Fasching gehen. Ich bin sehr kreativ und nähe, seit ich in Rente bin, unheimlich gerne. Die Enkel feiern in Hannover Fasching und ich begleite sie leicht angeschminkt – Karin Röwer aus Verden

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