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Jetzt Regierungsschuldirektorin

10. Februar 2019

Wilhelm-Röpke-Schule verliert mit Hanna Knoop eine prägende Lehrkraft der KGS

Lange ist es her, als im Jahr 2000 aus der Orientierungsstufe und der Haupt- und Realschule Schwarmstedt eine Kooperative Gesamtschule geworden ist. Das bedeutete damals, dass eine erste 7. Gymnasialklasse eingerichtet wurde und dass man dazu weitere Gymnasiallehrkräfte benötigte. Hanna Knoop kam an die neue Schulform, damals als jüngste Lehrkraft, und bekam die schwere Aufgabe, diese erste Klasse zu leiten. Neben ihren studierten Fächern Deutsch und Französisch unterrichtete sie in ihrer Anfangszeit auch Gestaltendes Werken, war ihr doch der integrative Bereich an der KGS besonders wichtig.
Dieser erste wichtige Meilenstein sollte nicht der letzte in der Karriere von Hanna Knoop bleiben. Immer wieder wagte sie sich an besondere Aufgaben heran; beim Aufbau der Oberstufe, als Fachbereichsleiterin für das Fach Deutsch und seit 2013 als Didaktische Leiterin der KGS. In dieser Schulleitungsposition führte sie die Inhalte aller Fächer an den drei Schulzweigen zusammen. Keine leichte Aufgabe, die sie insbesondere mit der Unterstützung der Fachbereichsleitungen der verschiedenen Bereiche meisterte. Großes Augenmerk legte Hanna Knoop darauf, hier ganz intensiv mit den Grundschulen der Region zusammenzuarbeiten.
Jeder kann sich vorstellen, wie viel Arbeit dahintersteckt, und trotzdem ließ es sich Hanna Knoop nicht nehmen, auch im Bereich „Soziales Lernen“ mit den Sozialpädagogen und den Lehrkräften ein Programm auf die Beine zu stellen, das seinesgleichen sucht. Jedem Jahrgang der Schule sind Präventionsmaßnahmen zugeordnet. So geht es in den 5. Klassen um soziales Lernen im Allgemeinen, in den 6. und 7. Klassen um Internetnutzung und später um Alkohol- und Drogenprävention und um sexuelle Selbstbestimmung. All das hat Hanna Knoop in ihrer Funktion als Schulleitungsmitglied angeschoben, unterstützt, organisiert und nach außen vertreten.
Nach über 18 Jahren, also „volljährig“, wie sie es in ihrer Abschiedsrede beschrieb, hat sich Hanna Knoop jetzt neuen Herausforderungen gestellt. Ihre Bewerbung auf die Position der Regierungsschuldirektorin war erfolgreich, und so wird sie nun niedersachsenweit ihre Ideen von Schule initiieren und sicher auch umsetzen können.
Ein Gewinn für alle, ein Verlust für die KGS, und so gab es auch bei ihrer Verabschiedung in einer Sitzung der Schülervertretung viel gegenseitige Anerkennung und Geschenke, aber auch die eine oder andere Träne. In ihrer Rede dort sagte sie: „Wir haben gemeinsam gelacht, haben uns übereinander manchmal geärgert und haben sogar miteinander geweint. Ich werde all das immer in meinem Herzen bewahren und wie einen wertvollen Schatz hüten. Ihr habt mich immer inspiriert und mir die nötige Energie für meine Tätigkeit hier im Hause gegeben.“ Hanna Knoop lobte die engagierte basisdemokratische Arbeit in der SV, die, da war sie sicher, dem Namensgeber der Schule gefallen hätte.
Schulleiter Tjark Ommen entließ seine Didaktische Leitung in das neue Aufgabenfeld mit den Worten: „Ich verliere nicht nur eine herausragende Didaktische Leitung, sondern auch eine persönliche und sehr loyale Freundin.“ Den letzten Weg an der Schule ging Hanna Knoop dann durch ein Spalier, das alle Schülerinnen und Schüler ihr mit Applaus gebildet hatten.

(tsa/rie)

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