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Jahresumsatz in drei Tagen

27. Dezember 2015

Feuerwerksunternehmen haben die gesamte Logistik auf das Jahresende eingerichtet

Für die Menschen in Deutschland gehört das Silvesterfeuerwerk zu den gewohnten Ritualen wie die gebratene Gans zum Weihnachtsfest. Einer der führenden Logistiker in Sachen Silvesterfeuerwerk ist die Comet Feuerwerk GmbH in Bremerhaven. Weit ab von der nächsten Bebauung gelegen, unter besonderen Sicherheitskriterien werden die Böller und Raketen von dort aus in den Handel gebracht. Bezeichnet mit den Firmennamen Comet und Keller bestimmen sie den Lichtzauber in der deutschen Silvesternacht.

„Wir haben für den gewerblichen Bereich weitgehend die Sortimente von Keller im Programm, die privaten Verbraucher greifen auf die Palette von Comet zurück“, erklärt Geschäftsführer Richard Eickel und kann sich über mangelnden Zuspruch nicht beklagen, zumal sein Unternehmen kontinuierlich neue Lichteffekte ins Programm nimmt.

Die neuen Feuerwerkskörper werden gemeinsam mit den Kunden aus dem Handel im Vorfeld abgestimmt, um dann zeitgerecht in den Handel zu gelangen. Unternehmen wie Rewe, Edeka, Obi und viele andere stehen auf der Lieferliste der Bremerhavener. „Die besondere Herausforderung liegt darin, den Jahresumsatz von 75 Millionen Euro auf die letzten drei Werktage im Jahr zuzuschneiden“, sagt Richard Eickel. Rund 3.000 verschiedene Artikel wollen beim Versand berücksichtigt werden, wobei die Tendenz merklich zugunsten des Systemfeuerwerks geht. „Das ist eine Entwicklung, die wir vor zehn Jahren noch nicht absehen konnten. Die ,Batterien’ sind mittlerweile die meistgefragten Artikel, Böller haben nur noch einen Nebeneffekt in der Nachfrage“, erklärt ein erfahrener Logistiker des Unternehmens von der Nordsee.

Zum Jahresende sind knapp 300 Kräfte im Unternehmen mit dem Versand und der Verladung der in China hergestellten Feuerwerkskörper beschäftigt. 80 fest angestellte Kräfte verdienen ganzjährig ihr Geld in den riesigen Lagerhallen des Unternehmens Comet.

„Wir sind stolz darauf, dass sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten nie nennenswerte Unfälle mit Feuerwerk ergeben haben. Wenn es dazu kam, dann zumeist durch die Verbraucher, die grob fahrlässig oder von Alkohol beeinträchtigt handelten“, ist Richard Eickel beruhigt über die Gefahr, die durch unsachgemäße Handhabung ausgehen kann.

(so)

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