Foto: Jaguar. Raumgewinn und gewinnende Optik - der Jaguar Sportbrake.

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Jaguar XF Sportbrake 30d – Streching für mehr Eleganz

7. Januar 2018

Jaguar XF Sportbrake 30d – Streching für mehr Eleganz Kurt Sohnemann
Verarbeitung
Gepäckraum
Verbrauch
Leistung
Ausstattung
Sitze

Bewertung:

4.3


Frankfurt. Wenn es ein Hersteller nicht schafft, umweltverträgliche Dieselmotoren zu bauen oder nur mit Manipulationen die Grenzwerte erreicht, sollte er sich einmal im Lager von Jaguar umsehen. Die Briten unter indischer Herrschaft haben gerade ein Meisterstück auf den Markt gebracht, das nicht nur auf dem Papier überzeugt. Aus der großen Menge der Fahrzeuge am Frankfurter Flughafen ragt ein Modell mit seiner Eleganz und der schon optisch beeindruckenden Sportlichkeit heraus. Der Jaguar XF hat Zuwachs bekommen, das Fahrzeug ist jetzt auch in der gestreckten Variante auf dem Markt, als Kombi oder Unternehmen-konform ausgedrückt: als Sportbrake. Jaguar ist es gelungen, dem Sportbrake den äußeren Eindruck mitzugeben, der keinen Zweifel daran lässt, dass es sich hier um ein Fahrzeug handelt, dass seinem Namen alle Ehre macht.

Die Eleganz ist mit Sportlichkeit gepaart und wird dann komplett, wenn der Fahrer den Knopf drückt, der vom rot pulsierenden Licht angezeigt wird. Der Herzschlag des Jaguars wird sogleich in ein sonores Fauchen umgesetzt. In sonorer Tonlage dringen die Töne aus der Doppelauspuffanlage und lassen erahnen, dass hier genügend Energie vorhanden ist, um auf allen Verkehrswegen überlegen unterwegs sein zu können. Die Klänge des 6-Zylinders verraten zwar, dass es sich um einen Selbstzünder handelt. Dass der satte 300 Pferdestärken entwickelt und dabei mit 700 Newtonmetern eine unbändige Kraft auf die Kurbelwelle stemmt, ist erst dann zu merken, wenn auch das 8-Gang-Automatikgetriebe von ZF seinen Betrieb aufnehmen kann.

Wenn lediglich 154 Gramm CO2 pro Kilometer die Abgasanlage verlassen, ist das Modell in der Effizienzklasse A genau richtig aufgehoben. Eine lobenswerte Leistung der Motorenentwickler. Mit einem Bi-Turbolader können so spielende 250 km/h Spitzengeschwindigkeit und eine Beschleunigung erreicht werden, die mit 6,6 Sekunden aus dem Stand auf 100 Stundenkilometer bemessen ist. Unterschiedliche Fahrmodi lassen die Kraft dosiert auf die Hinterräder fließen. So lässt sich mit der All Surface Progress Control der Kraftfluss optimieren. Über einen 10-Zoll-Touch-Bildschirm können viele Assistenzsysteme und Einflussnahmen gesteuert werden.

Das Doppelkupplungsgetriebe schaltet sanft durch die Gangabstufungen, während die fünf Insassen bei großzügigem Platzangebot ihren Weg aufnehmen. Überdies können noch bis zu 565 Liter Gepäck mitgenommen werden. Wer die Fondsitze nicht benötigt und umklappt, kann bis 1.700 Liter in den Jaguar einpacken. Der in der zweiten Generation aufgelegte XF Sportbrake erreicht seine mustergültigen Werte nicht nur aufgrund der guten Leistungen der Motorenentwickler, auch die leichte Bauweise mit überwiegend Aluminiumkomponenten ist ursächlich für das umweltverträgliche Gesamtpaket. Ab 1.660 Kilogramm wiegen die XF Kombilimousinen. Das Modell mit dem 30d Motor und seinen 300 PS bringt 1.855 Kilogramm auf die Waage. Ein Leichtgewicht in der feudalen Oberklasse. Der Verbrauch ist von Jaguar mit 5,9 Litern für hundert Kilometer bemessen worden.

Das sind natürlich Werte auf Papier. Aber selbst, wenn zwei Liter mehr verbraucht werden, ist das Verhältnis Leistung zu Verbrauch ausgezeichnet. Leider lassen sich die Schöpfer der Edelkarossen ihre Künste auch angemessen bezahlen, so dass der Jaguar XF Sportbrake für viele Verkehrsteilnehmer nur ein Traum bleiben wird. In seiner günstigsten Ausstattung ist er für 43.960 Euro zu kaufen, die Spitzenvariante mit dem gefahrenen 300 PS Dieselmotor schlägt mit 69.360 Euro zu Buche. Der Preis ist angemessen und liegt im Vergleich zumeist immer etwas unterhalb vergleichbarer Modelle der Mitbewerber. Damit ist der Sportbrake in seiner neuen Fassung ein echter Konkurrent und eine Empfehlung für Menschen, die sich vom üblichen Muster in der Klasse abheben wollen.

Kurt Sohnemann

 

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