Interessieren Sie sich für Frauenfußball und die EM?

30. Juli 2017

Der Frauenfußball in Deutschland ist noch jung und weitaus weniger populär wie der Herrenfußball, aber nicht weniger erfolgreich. Erst 1989 wurde die Frauen-Bundesliga eingeführt. Ende der 1990er-Jahre war Frauenfußball in Deutschland zwar immer noch eine Randsportart, dennoch wuchs die Akzeptanz ebenso wie die Zuschauerzahlen langsam, aber stetig. 2011 fand die Frauen-WM erstmals in Deutschland statt.

Seit ihrer Teilnahme an der Europameisterschaft holte sich der DFB achtmal den Titel. Bei den derzeitigen Titelkämpfen heißt die Bundestrainerin erstmals Steffi Jones. Sie gilt als freundlich, kommunikativ und harmoniebedürftig.

Doch nach dem dürftigen 2:1 gegen Italien, redet die Bundestrainerin Klartext. Sie ärgert, dass die Spielerinnen nicht ihre Vorgaben auf dem Platz umgesetzt hätten und stellte klare Forderungen an ihr Team: „Wir müssen zielstrebiger im Angriffsdrittel agieren, mit mehr Präzision im Abschluss, höherer Passschärfe und größerer Entschlossenheit vor dem Tor. Zudem wollen wir in der Defensive souveräner und kompakter auftreten.“

Zum Gruppenfinale verlangt die 44-Jährige eine erhebliche Leis-tungssteigerung und einen deutlichen Sieg, was mit dem 2:0 gegen Russland bedingt gelang. Ziel bleibt aber der neunte Triumph, Doch dafür müssen sich die Spielerinnen im Abschluss deutlich verbessern und souveräner in der Defensive auftreten. „Sonst wird es schwer, das Ziel zu erreichen“, warnt Jones. Auch 2013 in Schweden hatte sich die DFB-Auswahl in der Vorrunde schwer getan und stand am Ende doch ganz oben auf dem Treppchen.

Er ist populärer geworden, hat aber noch nicht den Stellenwert wie Männerfußball. Bundesliga gucke ich überhaupt nicht. Nur die EM und WM verfolge ich natürlich auch. Männerfußball hat etwas mehr. Ich denke aber, dass sich das in den Jahren ändern und Frauenfußball noch interessanter wird. Wenn man die Ergebnisse hört, freut man sich natürlich für die deutschen Frauen und ist auch stolz darauf. Wenn sie ins Endspiel kommen, gucke ich auch das Spiel an. Ansonsten fehlt oft die Zeit – Bianca Zabel mit Patenkind Lennat Mats aus Walsrode

Wir sind an sich keine Fußballfans, aber bei der Frauenfußball-Europameisterschaft und -Weltmeisterschaft gucken wir uns alle Spiele an. Es ist einfach anders als bei den Männern. Denen geht es hauptsächlich ums Geld und sind oft sehr lahm. Die Frauen „arbeiten“, bis sie umfallen. Sie haben auch gegen Italien bis zum Schluss toll gespielt. Die Italiener waren sehr aggressiv. Unsere Schwiegertochter spielt selbst in Hamburg Fußball und dadurch haben wir uns anstecken lassen – Ursula und Günter Mundt aus Walsrode

Ich finde es manchmal sogar besser als Männerfußball. Es ist mindes- tens genauso spannend. Die Frauen spielen genauso, grätschen wie die Männer und ziehen auch am Trikot. Im Moment sind sie noch entwicklungsfähig und müssen sich mehr anstrengen, wenn sie Europameister werden wollen. Sie haben noch Potenzial. Steffi Jones kann sich auch steigern. Es ist ihre erste Meisterschaft. Silvia Neid war eine Klasse für sich. Ich schaue alle Spiele der deutschen Frauen und die anderen nach Bedarf – Walter Hoops aus Walsrode

Frauenfußball ist schon interessant. Bei den Männern aber anscheinend weniger beliebt. Mein Mann guckt überhaupt keinen Frauenfußball und interessiert sich auch nicht dafür. Ich gucke dann eben allein. Aber wir waren im Urlaub und da bleibt der Fernseher eh aus. Ich finde es gut, dass die Frauen den Männern beweisen, dass sie es auch können und sogar erfolgreicher als die Männer sind. Ich gucke hauptsächlich die entscheidenden Spiele und vermute, dass sie es bis ins Finale schaffen – mal gucken – Maren Röhr aus Bockhorn

Ich gucke Frauenfußball. Ich habe aber nicht die Zeit, jedes Spiel zu sehen. Die Frauen spielen oft besser als die Männer. Es ist Wahnsinn, wie die Frauen drauf sind. Sie rasen über den Platz, sind nicht so unfair wie die Männer und stehen schneller wieder auf. Wenn unsere Frauen spielen, drücke ich auch die Daumen. Die anderen Mannschaften haben aufgeholt. Nun haben unsere Frauen es schwieriger, ins Endspiel zu kommen. Die Spiele sind eine Augenweide und Steffi Jones macht ihre Sache super – Reinhild und Gerd Sitek aus Hodenhagen

Es ist schon interessanter geworden. Ich gucke nicht jedes Spiel, aber ab dem Viertel- und Halbfinale auf jeden Fall. Vor 20 Jahren war die Qualität noch nicht so gut. Sie waren schwächer und sind nun athletischer geworden. Mir gefällt besonders, dass die Frauen nicht bei jedem Foul drei Minuten auf dem Boden liegen und jammern. Es wird aber auch nicht ganz so hart gespielt, was ich auch positiv sehe. Sie sind recht erfolgreich und mehrfache Europameister. Sie haben sich toll entwickelt – Werner Röske aus Braunschweig

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