Foto: JUH/N. Jaruschewski

In 80 Stunden zum Lebensretter

28. März 2021

Johanniter des Ortsverbands Aller-Leine bilden Sanitätshelfer erfolgreich aus

Trotz Corona-Pandemie und deutlich eingeschränkter Möglichkeiten von Präsenzveranstaltungen im Johanniter-Zentrum, ist es den Johannitern im Ortsverband Aller-Leine gelungen, wieder erfolgreich einen Sanitätshelfer-Lehrgang für interessierte Helfende im Bevölkerungsschutz und Sanitätsdienst auszurichten. Insgesamt sieben Teilnehmer starteten Anfang Februar diesen intensiven Ausbildungslehrgang, der neben theoretischen Grundlagen auch das Training von erweiterten Erste-Hilfe-Maßnahmen und den Umgang mit medizinischen Hilfsmitteln vorsieht. An insgesamt fünf Wochenenden haben die angehenden Sanitätshelfer viel Basiswissen rund um das ABC der lebensrettenden Maßnahmen gelernt.
Corona-bedingt mussten die Inhalte erstmals im „Blended-Learning“-Verfahren vermittelt werden. So wurden die Vorteile von Präsenzveranstaltungen und dem E-Learning, also dem Lernen auf Distanz, kombiniert. Dabei wurden besonders Theorieinhalte ausschließlich online gelehrt. Nur zu bestimmten praktischen Lehrinhalten trafen sich Kleingruppen in definierten Zeitfenstern in den Räumlichkeiten des Johanniter-Zentrums, um unter den nochmals verschärften, weit über den Standards liegenden Hygiene- und Abstandsregeln, den adäquaten Umgang mit dem Sanitätsmaterial wie zum Beispiel mit dem Automatischen Externen Defibrillator (AED) und dem Larynxtubus zu üben. Dabei waren die aktuellen Wiederbelebungsrichtlinien ebenso Thema, wie die richtige Ausführung ärztlicher Anweisungen.
Vor einigen Tagen stellten sich die Teilnehmer gut vorbereitet den theoretischen und praktischen Prüfungen. Unter der Leitung von Christian Simon wurden sie vom Prüferteam auf „Herz und Nieren“ geprüft und im praktischen Teil mit diversen Fallbeispielen wie einem Apoplex (Schlaganfall), eines Schädel-Hirn-Traumas, einem Unfallgeschehen mit abgetrennter Hand oder einer Bewusstlosigkeit nach Asthmaanfall, konfrontiert.
Im Anschluss folgte die Herz-Lungen-Wiederbelebung, die den Teilnehmern zum Ende eines anstrengenden Tages nochmals große Konzentration abverlangte.
„Wir freuen uns, dass wir die Hygienestandards so anpassen konnten, dass dieser Sanitätshelfer-Kurs trotz Pandemie stattfinden konnte. Wir danken allen, die an der Durchführung und Organisation der Ausbildung beteiligt waren für ihren wertvollen Einsatz“, zeigte sich Marc Nieber, Mitglied der Dienststellenleitung im Ortsverband Aller-Leine, zufrieden über das Engagement der Ehrenamtlichen, die nun im Bevölkerungsschutz und bei Sanitätsdiensten eingesetzt werden können.

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