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Im FSJ für die Menschlichkeit tätig

7. Juni 2015

„Ich glaube schon, dass viele Leute gar nicht wissen, wie schön es ist, mit behinderten Menschen zusammenarbeiten zu dürfen“, strahlt Sina Baumann. Die junge Abiturientin ist eine der sechs Absolventinnen eines freiwilligen sozialen Jahres bei den Heide-Werkstätten in Walsrode. „Für mich stand schon sehr schnell fest, dass ich als ,FSJ-ler’ bei den Heide-Werkstätten einsteigen werden“, bekräftigt auch Milan Seehausen. Er hat sich von einer Freundin überzeugen lassen, diese Maßnahmen zu ergreifen, „weil man dort mit Menschen zu tun hat“, ergänzt er.

Fabian Heßland ist froh über die Entscheidung der beiden 19-Jährigen, weil das Konzept der Heide-Werkstätten ohne die jungen Hilfen nicht so gut funktionieren würde. Die behinderten Menschen sind nicht nur dankbar für die Hilfe von außen, sie reflektieren auch die Menschlichkeit, die ihnen widerfährt. Heßland ist als diplomierter Sozialarbeiter Ansprechpartner der Menschen, die in der Werkstatt ihr freiwilliges soziales Jahr absolvieren wollen und auch Bindeglied zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, wenn es einmal zu Meinungsverschiedenheiten kommt. In aller Regel können aber auch die „FJS-ler“ diese unterschiedlichen Meinungen schon auf einen Nenner bringen.

Sie unterstützen die behinderten Menschen bei der Aufnahme komplizierter Vorgänge, helfen ihnen teilweise auch im privaten Leben und sind Sorgen- und Kummerkasten. „Ich helfe einer behinderten Frau bei der täglichen Körperpflege. Ihre Anerkennung für diese Leistung ist so ehrlich. Da kommt so viel Menschlichkeit rüber. Da ich schon immer etwas auf dem sozialen Sektor machen wollte, bestätigt mich diese Entscheidung, so erste Kontakte mit einem Beruf in dem Umfeld aufnehmen zu können“, hat Sina Baumann durch diese Tätigkeit letzte Zweifel an dem Studium für „Soziale Arbeit“ zerstreut.

Für Milan Seehausen hat sich ebenfalls herausgestellt, dass die Entscheidung richtig ist. Der Fach­abiturient möchte eine Tischlerlehre anschließen, will aber zuvor noch ein weiteres Halbjahr bei den Heide-Werkstätten bleiben: „Das macht mir unglaublich Spaß, mit den Menschen zu arbeiten, ihren Fähigkeiten die Aufgaben anzupassen und mit ihnen die täglichen Erfolge zu teilen.“ Wer ein freiwilliges soziales Jahr bei den Heide-Werkstätten absolviert, bekommt dafür monatlich eine Vergütung von 410 Euro. Aber die Erfahrung ist nicht mit Geld zu bezahlen, sind sich Milan Seehausen wie auch Sina Baumann sicher. „Falls jemand Interesse hat, diese schöne Aufgabe bei uns zu bekleiden, kann er sich einfach bei mir melden“, sagt Fabian Heßland, der unter Telefon (05161) 9823-13 für alle Informationen zu erreichen ist.

(so)

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