Foto: Sierk NLF

Hoher Besuch im Forstamt Sellhorn

4. August 2019

Forstministerin Barbara Otte-Kinast verschafft sich Einblick ins Waldpädagogikzentrum Lüneburger Heide

Die Besuchergruppe der Sommerreise wurde durch Klaus Jänich, Vizepräsident der Niedersächsischen Landesforsten, und Peter Wendt, Leiter des Forstamtes Sellhorn, in Ehrhorn empfangen. Im Waldpädagogikzentrum Lüneburger Heide (WPZ) informierte sich Barbara Otte-Kinast, Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, über die Umweltbildung, die dort geleistet wird und über die Naturwaldforschung in den Ehrhorner Dünen.
Die Landesforsten erfüllen die ihnen vom Land übertragen Aufgabe der Umweltbildung mit einem umfangreichen waldpädagogischen Angebot. „Das WPZ Lüneburger Heide ist eines von insgesamt elf Waldpädagogikzentren der Landesforsten in Niedersachsen“, so Annika Böhm, Leiterin des Tagesbetriebes im WPZ, die das Walderlebnis Ehrhorn und ihre Arbeit kurz vorstellte.
Dr. Peter Meyer von der Nordwestdeutschen forstlichen Versuchsanstalt in Göttingen gab Einblicke in die Naturwaldforschung. Am Beispiel der Ehrhorner Dünen, die bereits vor 47 Jahren aus der Bewirtschaftung herausgenommen wurden, berichtete Dr. Meyer über die Entwicklung des Naturwaldes: „Der Naturwald bietet heute interessante Waldbilder, die den Förstern und uns Wissenschaftlern Aufschlüsse über die natürliche Waldentwicklung geben.“ Im vergangenen Jahr hatten die Landesforsten als Beitrag zur Nationalen Biodiversitätsstrategie zehn Prozent des Landeswaldes als Urwälder von morgen ausgewiesen, die sie nun dauerhaft einer natürlichen Waldentwicklung überlassen.
Insgesamt verzichten die Niedersächsischen Landesforsten seitdem auf fast 33.000 Hektar Wald auf forstliche Pflege- und Holzerntemaßnahmen.
Dadurch können sich diese Wälder ohne menschliche Einflüsse zu Urwäldern entwickeln. Die Erkenntnisse der Naturwaldforschung helfen auch, Antworten auf die Herausforderungen des Klimawandels zu finden.

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