Hoffen Sie auch auf eine „weiße Weihnacht“?

20. Dezember 2015

Im Flachland gibt es eine weiße Weihnacht im Schnitt nur alle zehn Jahre!
Wir müssen uns von der Idee verabschieden, dass wir an Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen durch frisch gefallenen weißen Schnee stapfen. Es wird – Stand heute – fast in ganz Deutschland sogar nachts nicht kälter als fünf Grad. Nur vereinzelt sind in der Südhälfte wenigstens kleine Nachtfröste möglich, doch tagsüber steigen auch da die Temperaturen auf Werte von fünf bis zehn Grad. Sonst sind sogar meist zweistellige Temperaturen drin, das heißt: Weiße Weihnacht null Prozent.
Selbst im Voralpenland und in Oberstdorf oder Garmisch-Partenkirchen gibt es nur noch geringe Chancen. Auch in den Mittelgebirgen kann man nicht wirklich mit Schnee rechnen. Für die Höhenlagen des Bayerischen Waldes oder im Harz schwankt die Wahrscheinlichkeit je nach Höhenlage nur zwischen zehn und 30 Prozent. Also, es sieht eher nach einem grünen Fest aus.
Derzeit klettern die Temperaturen auf rekordverdächtige Werte. In den nächsten Tagen können sogar bis zu 15 Grad erreicht werden. Besonders im Süden kommen bei Sonnenschein dann sogar schon Frühlingsgefühle auf. Wann das extrem milde Wetter vorbei ist, ist derzeit unklar. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Man muss ganz klar sagen: Es sieht zwar derzeit richtig mies für Schnee zum Fest aus, aber ausgeschlossen ist noch rein gar nichts. Natürlich kann sich die Wetterlage bis Weihnachten noch total umstellen. Das kann noch selbst am 22. oder 23. Dezember passieren.

Schnee zu Weihnachten ist idyllisch und romantisch. Richtig doll Schnee hatten wir vor vier Jahren. Da lag drei Monate lang Schnee. Das wünsche ich mir. Es läuft alles ruhiger ab. Wir fahren nicht in den Winterurlaub, da wir keine Ski-Läufer sind. Wir feiern traditionell mit der Familie Weihnachten. Da ist es dann egal, wie das Wetter ist. Ich habe einen Hund und muss mit ihm sowieso immer raus. Wir sind immer viele Leute. Da freut man sich, wenn man nach dem Essen raus kommt. Wenn Schnee liegt, wird auch eine Schneeballschlacht veranstaltet und ein Schneemann gebaut – Kirsten Dzionsko aus Bad Fallingbostel

Kirsten-Dzionsko

Schnee brauche ich nicht. Mir ist die Familie das Wichtigste. Ich bin eher der Sommerfan. Ich war 12 Jahre alt, da lag vor zehn Jahren zu Weihnachten Schnee. Im Garten haben wir ein Iglu und einen Schneemann gebaut. Es war zwar sehr schön, aber kalt. Wir unternahmen einen Waldspaziergang durch den Schnee und haben uns verlaufen. Danach tat die heiße Wanne und der heiße Kakao gut. Ich glaube nicht, dass wir dieses Jahr noch Schnee bekommen. Wir werden dieses Jahr Weihnachten mit der ganzen Familie grillen. Es muss nicht unbedingt regnen. Aber ansonsten ist das Wetter egal – Maurice Lübken aus Walsrode

Maurice-Luebken

Ich denke, das ist gar nicht so wichtig. Hauptsache, die Familie ist beisammen. Da meine Kinder schon groß sind, ist es für mich wichtig, dass alle zusammenkommen. Da interessiert uns das Wetter nicht. Wir gehen abends noch in die Kirche, essen gemeinsam und dann kommt die Bescherung. Die Enkeltochter ist schon Feuer und Flamme. Für sie sind die Geschenke die Hauptsache. Da ist ihr nicht wichtig, ob Schnee liegt oder nicht. Es ist eine ganze Zeit lang her, wo wir Schnee zu Weihnachten hatten. Wir sind aber nicht die Schneehasen – Birgit Schmidt aus Walsrode

 

Birgit-Schmidt

Heiligabend darf es anfangen zu schneien. Vorher brauche ich es nicht. Es gehört einfach zu Weihnachten und zur ganzen Atmosphäre. Es ist dann alles so schön ruhig und entspannt. Es ist drei, vier Jahre her, als wir Schnee zu Weihnachten hatten. Wer mag schon Weihnachten im Sturm und Regen verbringen? Wenn es nicht so gemütlich ist, macht man es sich zu Hause mit der Familie schön. Ein Spaziergang gehört auch nach dem Essen dazu. Das Wetter ist nicht mehr natürlich. Es verschiebt sich alles. Da gibt es dann zu Ostern wieder Schnee – Ilona Gohde aus Frankenfeld

Ilona-Gohde


Ich persönlich muss keinen Schnee zu Weihnachten haben. Damit verbinde ich nichts. Ich brauche den Schnee nicht. Wichtig ist, dass die Familie zusammen kommt – meine Kinder mit den zwei Enkelkindern kommen zu Besuch. Draußen ist es dunkel und da ist das Wetter egal. Ein Spaziergang muss sein und gehört dazu. Vor ein paar Jahren hatten wir zu Weihnachten Schnee und haben mit den Enkeln im Garten eine Schneehöhle gebaut. Das war auch schön, mal ein anderes Programm. Ist aber kein Muss – Eckhard Woldt aus Walsrode

Eckhard-Woldt


Wir haben zehn Enkel und vier Kinder, die mit ihren Partnern zu Besuch kommen. Da ist es egal, wie das Wetter ist. Es sollte nur nicht zu warm sein. Aber das können wir uns nicht aussuchen. Ich kann mich nicht erinnern, wann das letzte Mal Schnee zu Weihnachten lag. Als die Kinder klein waren, lag Schnee. Da kam ein Pferdeschlitten und wir hatten vorher die Geschenke in Säcken draufgelegt. Die Geschenke wurden dann vom Weihnachtsmann verteilt. Das war besonders romantisch. Die ganze Straße runter, konnte man die Glocken hören – Renate Lonsdale aus Vethem

Renate-Lonsdale

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