Hat die Grippewelle Sie schon erwischt – hilft impfen?

5. März 2017

Trotz wärmerer Temperaturen ist ein Ende der Grippewelle noch nicht in Sicht.

Ende Februar wurde nach Angaben des Landesgesundheitsamtes in rund 40 Prozent der von Arztpraxen übermittelten Proben Influenza-Viren nachgewiesen. Das war ein leichter Rückgang im Vergleich zur Monatsmitte. Zudem wurden auch Grippetote registriert. Damit stieg die Zahl der Influenza-bedingten Todesopfer in Niedersachsen seit Oktober auf 13. Es handelt sich um die dritte starke Influenza-Saison in Folge, sagte Behördensprecher Holger Scharlach.

Unter den Todesopfern waren elf Senioren, die älter als 70 Jahre waren. Die beiden anderen Grippetoten waren unter 30, aber keine Kinder. Ob der Höhepunkt der Grippewelle bereits überschritten wurde, ist unklar, sagte Scharlach. Man müsse abwarten. Von einer Grippewelle ist die Rede, wenn der Erreger in mehr als 20 Prozent der Proben zu finden ist. Insgesamt wurden seit Oktober in Niedersachsen 3006 Influenzafälle im Labor erfasst. In der vergangenen Woche waren es allein 831 Neuerkrankungen. „Diese Zahlen liegen allerdings stark unter den tatsächlichen Krankheitszahlen und beziehen sich nur auf Personen, die auch beim Arzt getestet wurden“, sagte Scharlach.

Für eine Grippe ist ein plötzlicher Erkrankungsbeginn mit hohem Fieber, Erschöpfung, Husten und starken Gliederschmerzen typisch. Gefährlich wird eine Infektion vor allem für alte und chronisch kranke Menschen. Eine Impfung ist die einzige Möglichkeit, eine Grippe sicher vorzubeugen. Allerdings bietet diese keinen Langzeitschutz, sondern muss jedes Jahr wiederholt werden. Dies liegt daran, dass das Grippe-Virus seine Oberfläche ständig verändert und der Impfstoff deswegen angepasst werden muss. Eine einmalige Injektion ist für einen vollständigen Grippeschutz ausreichend. Durch die Impfung lassen sich etwa 90 Prozent aller Erkrankungen vermeiden, bzw. es kann ein milderer Verlauf erreicht werden.

Ich hatte mehrere Erkältungen, aber keine Grippe, dafür oft Husten und Schnupfen. Es beginnt meistens mit Halsschmerzen. Ich bin keine die Medikamente einnimmt, sondern stehe auf natürliche Heilung. Ich trinke Tee, liege im Bett und warte ab. Ich habe letztes Jahr die Dreifachimpfung bekommen und würde es nicht noch mal machen lassen. Es kostet sehr viel Geld. Die Kosten sollten von den Krankenkassen übernommen werden. Denn die Krankheit an sich ist viel teurer, als die Impfung. Ich bin Auszubildende in der Kita. Daher achte ich auf Desinfektion der Hände nach der Arbeit – Alina Milter aus Walsrode

Ich habe mich noch nie gegen Grippe impfen lassen. Ich hatte keinerlei Bedarf, da ich mich wie 65 fühle. Die Grippe hat mich noch nicht erwischt. Sie kündigt sich meistens mit Kopfschmerzen und Fieber an. Aber das kenne ich nicht und dafür bin ich dankbar. Ich musste mein Gewicht reduzieren und habe von 110 Kilo nun 92 Kilo erreicht. Ich esse jeden Morgen zwei Esslöffel Sechs-Korn mit Milch und Lebertran. So habe ich bis zum Mittag keinen Hunger. Mittags gibt es viel Gemüse, abends Brot mit Quark und Käse. Das alles hält fit und gesund – Ernst Quaritsch aus Winsen

Ich habe ein gutes Immunsystem. Es liegt vielleicht daran, dass Mütter nicht krank werden. Daher lasse ich mich auch nicht impfen. Grippe hatte ich noch nie, höchstens mal Schnupfen. Mein Mann wird krank, wenn die Kinder krank sind. Viele Krankheiten werden von der Krippe von meinem Sohn mitgebracht. Ich verstehe die Mütter auch nicht, die ihr Kind trotz Krankheit in den Kindergarten geben. Sie gehören ins Bett. Ich hole mein Kind auch sofort ab, wenn es sich unwohl fühlt. Bei Krankheit gibt es viel Zitrone mit Cola oder Tee. Dann ab aufs Sofa – Janine Reinecke mit Marley aus Walsrode

Ich war erst letzte Woche krank, mit Gliederschmerzen und Unwohlsein. Beim Sport merkte ich, dass die Kraft nicht da ist. Man ist einfach angeschlagen und kann viel schlafen. Ich war das Wochenende davor viel unterwegs, da habe ich mir wohl etwas eingefangen. Ich nehme keine Medikamente dagegen, nur im äußersten Notfall. Der Körper muss sich da selbst helfen. Ich treibe in der Zeit keinen Sport, sondern lege mich einfach hin, trinke viel Fencheltee und ruhe mich aus. Dann geht es meisten wieder – Frederik Buhrke aus Düshorn

Ich war letzte Woche richtig krank und hatte durchgehend 40 Grad Fieber und bin nach drei Tagen zum Arzt gegangen. Ich habe mich für eine Woche krankschreiben lassen. Ich hatte extreme Gliederschmerzen, besonders in der Wirbelsäule. Ich hätte Medikamente nehmen können, aber das habe ich nicht, weil der Körper sich selbst heilen soll und Abwehrkräfte entwickeln muss. Ich gönne dem Körper die Ruhe, die er benötigt. Es wäre egoistisch, in dem Zustand zur Arbeit zu gehen und andere anzustecken. Wer krank ist, ist krank. Ich lasse mich nicht impfen, da sich der Virus jedes Jahr ändert – Anne Janka May aus Walsrode

Seit zwei Monaten plagt mich eine hartnäckige Erkältung, aber zum Glück keine Grippe. Bei den Temperaturen kann man sich nicht auskurieren. Wir haben zwei Kinder und da muss man funktionieren. Aus dem Kindergarten bringen sie viele Krankheiten mit. Da ist die Ansteckungsgefahr sehr groß. Oft die Hände waschen und auf Hygiene achten, das hilft. Medikamente nehme ich nur, wenn ich merke, es ist etwas im Anflug. Auf der Arbeit können wir uns gegen Grippe impfen lassen. Aber ich bin der Meinung, der Körper muss selbst dagegen angehen und eigene Abwehrkräfte aufbauen – Daniel Siewert aus Walsrode 

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