Halten Sie höhere Bußgelder für Umweltsünder für gerechtfertigt?

28. April 2019

Dreckspatzen und Schmutzfinken geht es wohl demnächst an den Kragen!

Wer meint, seinen Kaugummi lässig auf den Gehweg spucken zu können, könnte eine teure Überraschung erleben. Zwar gehen Land und Gemeinden in Niedersachsen noch nicht so weit wie in Baden-Württemberg und der Stadt Mannheim, wo Schmutzfinken in diesem Fall seit dem 8. April mit 100 Euro zur Kasse gebeten werden. Aber auch Niedersachsens Bußgeldkatalog empfiehlt für das Ausspucken eines Kaugummis oder achtloses Wegwerfen einer Zigarettenkippe Geldbußen zwischen zehn und 50 Euro. In Mannheim wurde die Erhöhung des Bußgeldes aufgrund einer veränderten Landesrahmenrichtlinie vom 1. Dezember 2018 möglich und soll nach der 30 Millionen Euro teuren Sanierung der Einkaufsmeile mit dem Namen „Planken“ umgesetzt werden.

„Wir wollen nicht den Stadtsäckel füllen, sondern die ,Planken’ möglichst lange schön und sauber halten“, sagte Stadtsprecherin Désirée Leiner. Damit es auch effektiv wird, kontrolliert der städtische Ordnungsdienst in Zivil. Bei vorsätzlichen Wiederholungstaten kann das Bußgeld auf bis zu 250 Euro erhöht werden. Das ist fünfmal so viel wie die empfohlene Obergrenze in Niedersachsen, die auf einer Regelung aus dem Jahr 2008 beruht. „Das Kaugummiproblem ist unverändert hoch und die Kontrolle schwierig“, sagte Wilhelmshavens Sprecherin Julia Muth. „Die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes gehen mit offenen Augen durch die Stadt. Wenn sie sehen, dass jemand eine Zigarettenkippe fallen lässt oder ein Kaugummi ausspuckt, wird diese Person auf ihr Fehlverhalten aufmerksam gemacht.“ Die Höhe des Bußgeldes hänge dann vom Einzelfall ab. In der Oldenburger Innenstadt sind rund 100 Papierkörbe aufgestellt. „Insgesamt hat der sorglos weggeworfene Müll in Oldenburg in den vergangenen Jahren deutlich abgenommen“, sagte Anna Blanke von der Pressestelle. Die Menschen seien umweltbewusster geworden.

Die Raucher schmeißen ihre Kippen hin und die Hundebesitzer lassen den Dreck liegen. Das stört mich schon. Daher bin ich dafür, dass sie höher bestraft werden. Als ich früher noch den Hund hatte, sorgte ich auch dafür, dass alles weggemacht wird. Ich finde es einfach schöner, wenn alles nett aussieht. Eine Erhöhung der Kosten für die Produkte ist nicht gut. Es sollten lieber die Leute zur Rechenschaft gezogen werden, die den Müll verursachen. Die Kontrolle ist nicht einfach. Es gibt genug Ecken, wo es wüst aussieht. Müllbehälter nützen da nicht viel – Hans Kürbis aus Bomlitz

Bußgelder sind okay, aber es werden immer die Falschen erwischt. Es ist nicht immer vorsätzlich, sondern kann auch aus Versehen passieren. Es gibt aber auch viele Umweltsünder. Schlimm ist es an Autobahnabfahrten und wenn man durchs Dorf geht. Es gibt wenige Müllbehälter und wenn, werden sie oft zerstört oder in Brand gesetzt. Es gibt leider genügend Leute, die Langeweile haben. Ich habe mich schon oft an Müll-Sammelaktionen beteiligt. Leider werden die Anwohner auch nicht mehr aufgefordert, ihre Straße zu säubern, und oft landet der Dreck beim Nachbarn – Claudia Büber aus Visselhövede

Ich finde höhere Bußgelder absolut gerechtfertigt, weil man sonst nicht dagegen ankommt und die Leute immer mehr die Umwelt verschmutzen. Und Bußgelder tun weh. Jetzt, in der wärmeren Jahreszeit, wird das Kaugummi weich und es ist nicht toll, wenn man da reintritt. Auch Tieren geht es so, oder sie fressen gar davon. Es hat keinen Effekt, wenn das Kaugummi teurer wird. Bei uns vor der Tür liegt kein Müll, da achte ich drauf. Ich bin sehr umweltbewusst. Mich stört auch der Müll, den die Jugendlichen nach ihren Touren hinterlassen. Die könnten ihren Kram doch auch wieder mitnehmen – Marion Illie aus Bomlitz

Ich finde es nicht in Ordnung, wenn Müll liegengelassen wird. Es kann mal passieren, dass etwas aus der Tasche fällt und man bekommt es nicht mit. Aber wenn, sollte man es aufheben und in den nächsten Mülleimer tun. Stellenweise gibt es zu wenig Mülleimer. Schlimm finde ich die Hinterlassenschaften von Hunden. Da sollten die Hundebesitzer mehr drauf achten und auch entsprechende höhere Strafen zahlen. Das sollten sie am Geldbeutel merken. Ich fege unsere Straße auch, aber Laub und Blüten sind Natur und stören mich nicht, das ist eben Natur – Gunnar Matz aus Benefeld

Für den Hundekot gibt es genügend Behälter. Ich finde, jeder sollte seinen eigenen Müll vernünftig entsorgen. Den muss man nicht in den Wald oder durch die Gegend schmeißen. Der ganze Unrat stört mich, wenn ich spazieren gehe. Jeder kann für eine saubere Umwelt sorgen. Aber es ist für die Leute leichter, schnell mal einen Kaugummi auszuspucken. Erziehung fängt zu Hause an. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr. Von daher sollte man die Kinder schon früh dazu anhalten. Unsere Kinder sammeln von der Schule und von der Feuerwehr regelmäßig Müll auf – Renate Neumann aus Benefeld

Das finde ich gerechtfertigt. Man soll die Umwelt nicht verschmutzen. Selbst die Zigarettenkippen kann man ausmachen und in die Tasche stecken. Die Produkte sollten nicht teurer, sondern der Frevel schärfer bestraft werden. Es soll nicht die treffen, die sich an die Regeln halten. Es schadet dem großen Ganzen, wenn weniger gekauft wird und hat auch keine Auswirkung auf die Umwelt. Es wird aber schwierig, das zu kontrollieren. Aber es muss die Leute treffen, wo es wehtut – im Portemonnaie. Wer sich daneben benimmt, muss blechen – Andree Schulz aus Honerdingen

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