Haben Sie sich schon an die neue IBAN-Nummer gewöhnt?

7. Februar 2016

Seit dem 1. Februar gilt eine neue Überweisungsform in der EU
Bei Überweisungen oder Lastschriftverfahren gelten seit dem 1. Februar nicht mehr die herkömmlichen Kontonummern und Bankleitzahlen für Privatpersonen. Stattdessen muss die International Bank Account Number – kurz IBAN – angegeben werden. Die Nummer ist Teil der Umstellung auf die Single Euro Payments Area. Die so genannte Sepa-Verordnung greift für bargeldlose Zahlungsverfahren aller Mitglieder der Europäischen Union. Zwischen nationalen und grenzüberschreitenden Euro-Zahlungen wird nun nicht mehr unterschieden. Unternehmen mussten bereits vor zwei Jahren ihr Verfahren umstellen. Die internationale Bank-Kontonummmer besteht aus 22 Zeichen.
Allerdings sind die meisten Zahlen schon bekannt: Nach der Länderkennung DE und der zweistelligen Prüfzahl kommt die bisherige Bankleitzahl und die alte Kontonummer. Die internationale Bankleitzahl BIC – ist in der Regel auch bis elf Stellen lang. Sie muss ab dem Stichtag nur noch bei grenzüberschreitenden Zahlungen außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums angegeben werden.
Bei allen Überweisungen im Inland entfällt sie. Die IBAN wird von der kontoführenden Bank ausgegeben. Zu finden ist sie beispielsweise auf den Kontoauszügen oder den neuen Bankkarten. Wer seine Nummer nicht zur Hand hat, kann eine IBAN-Konverter im Internet verwenden. Viele Banken bieten solche Umrechner auf ihrer Homepage an. Dort müssen Verbraucher ihre Bankleitzahl und Kontonummer eingeben.

Wir haben uns schon daran gewöhnt, auch als es noch keine Pflicht war. Von daher haben wir keine Probleme damit. Es ist nichts Neues. Man muss sich einfach damit befassen. Es sind eben viele Zahlen, zu denen das Land, die Bankleitzahl und die Kontonummer gehören. Es erleichtert den europäischen Zahlungsverkehr. Obwohl, im privaten Bereich haben wir nicht soviel Zahlungsverkehr mit dem Ausland. Ältere Menschen nehmen beim Ausfüllen von Überweisungen bestimmt mehr die Hilfe der Kassenmitarbeiter in Anspruch – Hermann Reinicke aus Krelingen


Als Unternehmer verwende ich die IBAN-Nummer seit knapp einem Jahr. Die Vorlaufzeit war lang genug. Was daran einfacher geworden ist, frage ich mich, wie viele andere, auch. Ich glaube nicht wirklich, dass es für die Banken einfacher ist. Besonders ältere Leute werden verunsichert. Doch wer nicht auf den Kopf gefallen ist, kann sich die neue Zahl – DE-Prüfzahl, Bankleitzahl und Kontonummer, nun alles in einem Rutsch – auch merken. Im Internet sollte man nur den Umrechner der Banken verwenden, dann ist man sicher – Erika und Peter Kreft aus Bispingen 


Es ist für die älteren Menschen schwer. Meine Mutter gibt die Aufgabe auch lieber an mich ab. Es gibt am Überweisungsautomaten eine Funktion, bei der man die alte Kontonummer und Bankleitzahl eingibt. Der Automat wandelt dann selbständig in die neue IBAN-Nummer um. Bei der neuen langen Nummer kann man sich schnell mal vertippen. Ich weiß nicht, ob die Umstellung auf IBAN so nötig war. Hier auf dem Land tätigen wir eher selten Überweisungen ins Ausland – Peter Schedler aus Beetenbrück 

 


Die lange Zahl ist gewöhnungsbedürftig. Man muss bei Überweisungen aufpassen und kontrollieren. Aber es ist weiterhin kein Problem. Wenn man es ein paar mal gemacht hat, klappt es besser. Wir verwenden von Anfang an die IBAN-Nummer. Ich weiß nicht, ob es den Zahlungsverkehr vereinfacht. Durch die Kennziffer sollen angeblich Fehlbuchungen verhindert werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass ältere Leute mehr Schwierigkeiten damit haben werden – Thea Tödter aus Benefeld


Die Übergangszeit von zwei, drei Jahren war lang genug. Für die jüngere Generation ist es kein Problem. Für die ältere ist die Umstellung, sich an die 22 Stellen zu gewöhnen, schon schwieriger. Meine Mutter sagte, sie hatte die Reichsmark, die D-Mark und den Euro, aber mit der IBAN möchte sie nichts mehr zu tun haben. Ältere Herrschaften nehmen bestimmt mehr den Serviceschalter der Bank in Anspruch. Die Banken werden sicherlich ihre Vorteile aus der Umstellung daraus ziehen, wie zum Beispiel eine schnellere Abwicklung im Zahlungsverkehr – Günter Wrobel aus Walsrode  


Haben wir schon immer seit der Bekanntgabe gemacht und haben keine Schwierigkeiten mit der Umstellung. Es gibt bestimmt viele ältere Leute, die mit der IBAN-Nummer Probleme haben. Der Kassenservice wird immer mehr abgebaut – man hat keine Ansprechpartner mehr. Aber es wird jeder älter. Ich sehe den Sinn der Umstellung darin, dass die Bankabwicklung schneller geht. Sonst hätten sie den IBAN ja nicht eingeführt. Wir sind einfache „Basis-Leute“, die Rente beziehen. Das meiste läuft per Dauerauftrag – Siegberta und Eckhard Bruß aus Jahrlingen 



Back to Top ↑