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Haben Sie auch schon einen Organspendeausweis?

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Niere, Leber oder Herz. Tausende Menschen in Deutschland brauchen ein lebensrettendes Spenderorgan.

Sie warten oft jahrelang – viele vergeblich. Bundesweit stehen nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) rund 8500 schwerkranke Menschen auf der Warteliste für ein neues Organ. Bei jährlich Hunderten Patienten verschlechtert sich der Gesundheitszustand so dramatisch, dass eine Transplantation nicht mehr möglich ist oder sie während der Wartezeit sterben, weil nicht rechtzeitig ein passendes Organ gefunden wurde. So starben im vergangenen Jahr 86 Herzpatienten und 407 Nierenpatienten, die auf der Warteliste standen.

Allein rund 6600 Menschen brauchen eine neue Niere. Insgesamt sind sogar 100.000 Menschen auf die Dialyse angewiesen. Rund 850 Menschen warten auf eine Leber, mehr als 700 auf ein neues Herz. Im vergangenen Jahr spendeten 933 Menschen nach ihrem Tod ihre Organe. Insgesamt 2979 Organe wurden transplantiert. In diesem Jahr sank die Zahl der Organspender drastisch in den ersten vier Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 26 Prozent. Gleichzeitig ging die Zahl der in Deutschland nach dem Tod entnommenen Organe um rund 25 Prozent zurück. Auch die Transplantationen waren damit rückläufig.
Die Entscheidung für oder gegen eine Organspende ist in Deutschland nach wie vor freiwillig. Voraussetzung für eine Organ- oder Gewebespende ist neben der Feststellung des Hirntods, dass ein Verstorbener zu Lebzeiten der Organspende zustimmte – mit einem Organspendeausweis oder in einer Patientenverfügung. Nur 44 Prozent dokumentierten dort ihre Entscheidung schriftlich. Zahlreiche andere europäische Länder setzen bereits bei der Organspende auf die Widerspruchslösung.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/3″][vc_single_image image=“15145″ img_size=“large“ alignment=“center“ style=“vc_box_border“][/vc_column][vc_column width=“2/3″][vc_column_text]Ich glaube, ich könnte mich damit anfreunden, wenn es hier zur Pflicht würde. Das wäre okay für mich. Es ist nur die äußere Hülle eines Menschen, der stirbt. Alles andere ist noch da. Wenn man stirbt, benötigt man nichts mehr. Ich habe noch keinen Organspendeausweis, habe mich aber schon damit beschäftigt und werde auch einen Ausweis ausfüllen und ihn bei mir tragen. Mehr ist ja nicht nötig. Wenn man bei uns automatisch zum Organspender würde, wäre es nicht verkehrt. Man sollte es vorher klären, bevor es zum Unfall kommt und nicht die Entscheidung den Kindern oder den Partnern überlassen – Margitta Bremer aus Visselhövede[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/3″][vc_single_image image=“15142″ img_size=“large“ alignment=“center“ style=“vc_box_border“][/vc_column][vc_column width=“2/3″][vc_column_text]Mein Organspendeausweis liegt noch unausgefüllt zu Hause. Ich habe gewisse Krankheiten und weiß nicht, ob es dann noch Sinn macht zu spenden. Ansonsten finde ich die Organspende schon in Ordnung. Doch es ist immer ein komisches Gefühl dabei, wenn mal etwas passiert, und man liegt da und weiß nicht, ob man noch wichtig genug ist. Die automatische Widerspruchsregelung, wie in vielen europäische Ländern, finde ich gar nicht so schlecht. Das nimmt einem viele Entscheidungen ab und wird vielen Kranken helfen. Wenn ich jetzt eine Niere bräuchte, wäre ich auch froh, wenn es einen Spender gäbe – Hans-Günter Barbié aus Visselhövede[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/3″][vc_single_image image=“15144″ img_size=“large“ alignment=“center“ style=“vc_box_border“][/vc_column][vc_column width=“2/3″][vc_column_text]Nein, ich habe noch keinen Organspendeausweis. Ich habe mich mit dem Thema auf alle Fälle beschäftigt und weiß, auch aus beruflichen Gründen, um die Wichtigkeit. Es gibt einfach zu wenig Spender, doch ich habe es einfach noch nicht geschafft, einen Ausweis zu besorgen und ihn ins Portemonnaie zu stecken. Man kann nicht jedem Menschen ein neues Organ verpflanzen. Es betrifft meist Jüngere, um ihnen mehr Lebensqualität zu bieten. Ich würde mich auf alle Fälle zur Verfügung stellen. Die Widerspruchslösung wäre effektiver, dann hätten wir mehr Organspender, weil man sich auch mehr mit dem Thema beschäftigen müsste. Wenn ich das nicht möchte, muss ich mich damit auseinandersetzen und bewusst Nein sagen – Heike Rathmann aus Visselhövede[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/3″][vc_single_image image=“15147″ img_size=“large“ alignment=“center“ style=“vc_box_border“][/vc_column][vc_column width=“2/3″][vc_column_text]Ich finde die Entscheidungsfreiheit, wie wir sie hier in Deutschland haben, richtig. Doch die Aufklärung fehlt. Viele haben Angst, den Schritt komplett bis zum Ende zu gehen. Das ist auch für mich ein Grund, warum ich noch keinen Ausweis habe. Da bedarf es mehr Infos. Ein Familienmitglied von uns ist mit einer Niere geboren. Wenn es da ein Problem geben würde, würde ich innerhalb der Familie sofort spenden, wenn nötig. Ich habe auch verfügt, dass ich nicht an lebenserhaltende Maschinen bei Aussichtslosigkeit nach einem Unfall oder bei Hirntod angeschlossen werden möchte. Das weiß mein Mann auch. Dann könnten die Organe auch entnommenen werden. Ich selbst brauche sie dann ja nicht mehr – Sabine Bonacker aus Visselhövede[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/3″][vc_single_image image=“15143″ img_size=“large“ alignment=“center“ style=“vc_box_border“][/vc_column][vc_column width=“2/3″][vc_column_text]Eine Widerrufregelung wäre für alle Beteiligten am sinnvollsten. Ich habe seit Mai 2019 einen Organspendeausweis. Ich habe mein Leben damals neu geordnet und alles auf den Prüfstand gesetzt. Doch die Entscheidung bezüglich Organspende muss jeder für sich treffen. Der Staat muss bereits viele Entscheidungen treffen, weil viele nicht von alleine weiterkommen. Eigenverantwortung für sein eigenes Leben ist hier bei der Organspende gefragt. Diese Verantwortung sollte jeder übernehmen – Hans Joachim Rodewald aus Schwitschen[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/3″][vc_single_image image=“15146″ img_size=“large“ alignment=“center“ style=“vc_box_border“][/vc_column][vc_column width=“2/3″][vc_column_text]Ich habe meinen bereits in jungen Jahren ausgefüllt. Es ist mir egal, was mit meinen Organen nach dem Tod passiert. Der Körper wird vergehen. Ich mache mir auch keinen Kopf, ob schon vor dem Tod meine Organe vergeben werden. Ich bin aber nicht dafür, dass in Deutschland die Widerrufregelung eingeführt wird. Wir sollten weiterhin frei entscheiden dürfen. Nach meinem Ableben ist es mir zwar egal, was passiert, aber letztendlich soll meine Frau entscheiden. Ich war jahrelang skeptisch, hinsichtlich einer Transplantation. Doch in meinem Beruf als Krankenpfleger habe ich erfahren, wie viel Lebensqualität es den Patienten bringt. Es ist ein Segen – Reinhard Beszon aus Hannover[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]