Gehen Sie zum Blutspenden?

29. Oktober 2017

„Blutspenden hat nichts mit Mut, sondern mit Verantwortung zu tun“, sagte schon Götz George.

Es gibt immer wieder Situationen, in denen wir zum Überleben das Blut eines anderen Menschen brauchen. Jeder von uns. Sei es durch einen Unfall, eine Krankheit oder eine Operation. Dann zählt jede freiwillige Blutspende. Allein in Deutschland werden pro Tag durchschnittlich 15.000 Blutspenden benötigt. Sechs Vollblutspenden im Jahr darf man leis-ten. Frauen dürfen bis zu vier Mal spenden.  Das Deutsche Rote Kreuz ruft hierzu regelmäßig auf.

Der Blutspender muss mindestens 18 Jahre und nicht älter als 73 Jahre alt sein. Der Spender sollte sich gesund fühlen und vor der Spende ausreichend gegessen und getrunken haben. Mitzubringen sind ein Personalausweis und etwas Zeit. Zum eigenen Schutz und zum Schutz der Empfänger sind eine  Reihe von Fragen zu beantworten, und es erfolgt ein kurzer Gesundheits-Check, in dem die Konzentration des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin, Hb-Wert) im Blut festgestellt wird. Ein winziger Tropfen aus Ohrläppchen oder Fingerkuppe reicht dafür aus. Außerdem wird die Körpertemperatur gemessen, um einen möglicherweise beginnenden Infekt auszuschließen. Der Arzt misst zusätzlich noch Puls und Blutdruck. Ist alles in Ordnung, steht einer Blutspende nichts mehr im Wege.

Um Verwechslungen auszuschließen, wird vor der Entnahme noch einmal nach Namen und Geburtsdatum gefragt. Innerhalb von fünf bis zehn Minuten werden dem Spender rund 500 Milliliter Blut entnommen. Nach der Blutspende heißt es auftanken! Hierzu steht ein Imbiss aus schmackhaft zubereiteten Speisen, Heiß- und Kaltgetränken bereit. Reichlich trinken hilft dem Körper, den Flüssigkeitsverlust schnell auszugleichen.

Vor meiner Rente war ich regelmäßig, einmal im Jahr, in Fallingbostel in der Schule zum Blutspenden. Es ist mir immer gut bekommen. Aber ab 65 Jahren durfte ich nicht mehr. Ich spendete aus Idealismus, um anderen zu helfen und zu retten. Es gab immer Brötchen und Cola. Man kann helfen und es kostet nichts, nur ein bisschen Zeit. Man kann selbst einmal in die Lage kommen und Blut benötigen. Daher ist es wichtig, dass jeder spendet – Woldemar Salos aus Bad Fallingbostel

An die 50 Mal war ich zum Blutspenden. Aber in meinem Alter nehmen sie das Blut nicht mehr. Es ist wichtig, Blut zu spenden, um anderen zu helfen. Und  wenn man selbst in die Verlegenheit kommt, weiß man wie wichtig es ist. Blut kann man nicht ersetzen. Man legt sich lediglich eine Viertelstunde hin, vorher ein kleiner Piks, der nicht weh tut. Anschließend bekommt man noch eine gute Mahlzeit. In Walsrode bekommt man vom Eintopf bis zum Tortenstück und Getränke anschließend alles, was man möchte – Willi Thran aus Schneeheide 

Ich würde gerne Blut spenden, um anderen zu helfen, aber ich darf nicht, da ich an Blutarmut leide. Darunter leide ich schon immer. Ich habe auch einen Organspendeausweis. Vom Blutspenden hört man nur Gutes. Es ist einfach zu wenig Blut da, und das Engagement der DRK-Mitglieder finde ich gut. Das Essen hinterher ist nicht so wichtig, deswegen geht man nicht. Früher hat man noch Geld fürs Blutspenden bekommen. Meine Tochter geht auch zur Blutspende. Aber jetzt ist sie Schwanger und setzt aus – Angelika Jöbkes aus Bad Fallingbostel

Ich bin Blutspender gewesen, bis ich eine Herzklappe bekam. Seitdem nehme ich Medikamente. Daher wollen sie mein Blut nicht mehr haben. Ich war zwei Mal im Jahr beim Blutspenden in Hodenhagen, immer wenn es zeitlich passte und habe an die 50 Mal gespendet. Das erste Mal wollte ich meine Blutgruppe wissen. Ich finde, jeder der kann, sollte zum Blutspenden gehen. Blut wird immer benötigt und jeder kann in solch eine Situation geraten. Bei meiner OP bekam ich auch Blutkonserven – Jürgen Hestermann aus Hodenhagen

Ich bin selbst seit zehn Jahren Blutspender und finde es ganz wichtig, weil man damit einfach helfen kann. Wenn man selbst in die Notlage kommt, möchte man auch, dass genügend Blutkonserven vorhanden sind. Es kostet lediglich etwas Zeit. Der kleine Piks ist nicht schlimm und es ist für einen guten Zweck. Ich gehe immer in die Schule „Am Walde“ in Fallingbostel. Es gibt im Anschluss immer etwas zur Stärkung, um den Körper alles wieder zuzuführen, was er verloren hat – Janett Rettig aus Bad Fallingbostel

Ich war früher Blutspender, bin aber eher selten hingegangen, da es mir nicht immer gut bekommen ist. Grundsätzlich halte ich es für sinnvoll. Es gibt genug Unfälle und Unglücke, wo es kurzfristig einen erhöhten Bedarf an Blut gibt. Blut gibt es nun mal nicht in der Drogerie zu kaufen. Ich war immer in Bomlitz im Dorfgemeinschaftshaus spenden. Es ist das gute Gefühl, etwas Gutes und Sinnvolles getan zu haben. Die Mahlzeit im Anschluss war nie der Beweggrund, nur eine nette Zugabe – Wilhelm Krethe aus Bomlitz

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