Gehen Sie bei der Sommerhitze nun sparsamer mit dem Wasser um?

5. August 2018

Pro-Kopf-Verbrauch in den vergangenen Jahren gesunken.

Wasser ist ein kostbares Gut. Die meisten Deutschen scheinen das zu wissen und drehen den Wasserhahn sparsam auf. In den letzten 16 Jahren reduzierten die Deutschen ihren Pro-Kopf-Verbrauch an Trinkwasser um 18 Prozent. Heute verbraucht jeder Einwohner durchschnittlich 120 Liter pro Tag. Gerade einmal fünf Liter werden dabei zum Trinken oder Kochen benötigt.
Der Großteil, nämlich 43 Liter, werden für Körperpflege, Baden und Duschen verwendet. 33 Liter fließen mit der Toilettenspülung davon, 14 Liter verbrauchen die Deutschen im Durchschnitt fürs Wäschewaschen. Für Geschirrspülen, Putzen, Autopflege und Garten fließen nochmals 14 Liter pro Tag durch die Leitung. Für ein Vollbad benötigt man je nach Wanne gut 150 bis 200 Liter Wasser. Beim Duschen sind es hingegen nur 80 Liter, und wer beim Einseifen das Wasser abstellt, verbraucht sogar noch etwas weniger. Ein Viertel der verbrauchten Wassermenge verschwindet jeden Tag in der Toilette. Die meisten Spülkästen haben heute eine Spartaste. Spülmaschine und Waschmaschine sollten nur voll beladen laufen.
Die extreme Trockenperiode hat auch weiterhin Deutschland fest im Griff und bedroht die Landwirte. Angesichts bedrohlicher Einbußen durch die wochenlange Dürre, dringen die Bauern auf rasche Nothilfen. „Eine Milliarde Euro wäre wünschenswert, um die Ausfälle auszugleichen“, sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied. Das Bundesagrarministerium bekräftigte, dass über besondere Bundeshilfen erst nach der für Ende August geplanten Abschlussbilanz der Ernte entschieden werden soll. Die Bauern befürchten massive Ausfälle bei der Ernte von Getreide, aber auch von Gras als Tierfutter.

Wir haben einen großen Pool für die Kinder. Dadurch, dass wir eine Chlortablette alle zwei Wochen reingeben, haben wir den Pool im Griff. Das Wasser ist schon drei Monate drin. Der Rasen wird nicht gewässert. Den gibt es fast schon nicht mehr. Nur das Gemüse – Tomaten, Zucchini, ect. – bekommt abends etwas Wasser. Bei den Beeten gieße ich nur einzelne Pflanzen, die mir etwas wert sind. Die Trockenheit ist für die Landwirte ein großes Problem. Sie haben dramatische Einbußen und müssten unterstützt werden. Aus den Löschteichen darf das Wasser nicht entzogen werden – Elke Hinze mit Lea und Ole aus Walsrode

Der Garten leidet auf alle Fälle. Der Wasserverbrauch ist bei uns eingeschränkt. Wir sprengen den Rasen nicht, sondern gießen nur abends spät jeden zweiten Tag die nötigsten Blumen im Topf. Wir fangen das Regenwasser auf, so gut es geht. Doch der 2000-Liter-Tank ist mittlerweile auch leer. Es kommt kein Wasser nach. Bezüglich der Landwirtschaft ist die Regierung gefordert. Je nach Region ist bereits der Notstand ausgebrochen. Die Existenz der Landwirte ist bedroht. Daran, dass es so lange trocken ist, kann sich keiner erinnern – Peter
Maischak aus Walsrode

Ich habe lediglich einen 150 Quadratmeter großen Garten. Das ist relativ überschaubar. Der Rasen wird nicht gewässert, sondern nur das Gemüse und Obst. Dabei lohnt es sich kaum, zu wässern, da der Ertrag gering ist und es auch nicht so aromatisch schmeckt wie sonst. Wir fangen das Wasser in zwei großen Tonnen mit je 200 Liter Fassungsvermögen auf. Doch nach dem letzten Gewitter waren die Tonnen gerade mal zu dreiviertel voll. Die Landwirtschaft ist eben ein unternehmerisches Risiko. Da kann man nicht immer mit rechnen, dass die Ernte gut ausfällt. Andere Gewerbe bekommen auch keine Unterstützung, wenn es mal nicht so läuft – Volker Kipf aus Walsrode

Wir sammeln Regenwasser in einer 2000 und einer 1000 Liter-Tonne und haben zudem einen Brunnen. Wir bewässern möglichst alles mit dem Regenwasser. Trotzdem geht bei der Trockenheit einiges flöten, aber den Rasen sprengen wir nicht. Das wäre einfach fatal. Wir haben ein 900 Quadratmeter großes Grundstück und gießen nur alle zwei Tage. Jetzt, durch das Gewitter, kam eine Stunde ordentlich etwas runter. Die Landwirte brauchen irgendwo Unterstützung, aber es muss angemessen sein. Es müsste in guten Zeiten ein EU-weiter Fond angelegt werden, auf dem man in schlechten Zeiten zurückgreifen kann. Denn wir sind ja nicht alleine betroffen – Rainer Arndt aus Dorfmark

Wir gießen eingeschränkt und sind sparsam im Umgang mit der Ressource Wasser. Wir persönlich gießen unseren Rasen nicht. Einzig die Terrassenblumen bekommen etwas ab. Unser Garten ist 800 Quadratmeter groß. Zwei Drittel davon sind Büsche und ein kleiner Teich. Wir leiten das Regenwasser mit einem Fallrohr in den Teich. Ich habe zwar noch keinen Landwirt kennengelernt, der nach einer guten Ernte freiwillig etwas abgegeben hat, aber nun haben wir eine extreme Situation. Daher wäre ich dafür, dass kleinen Betrieben geholfen wird – Hans-Walter Siegmund mit Enkel Laurenz aus Scheeßel

Der Wasserverbrauch ist eindeutig höher. Besonders, wenn man einen Garten mit vielen Blühpflanzen hat. Wir haben einen Garten und achten mit Augenmaß darauf, dass die Pflanzen nicht vertrocknen. Ansonsten sparen wir Wasser, wo es geht und haben zum Beispiel keinen Pool. Unser Garten ist 700 Quadratmeter groß, und wir gießen nur zweimal die Woche. Die Regentonnen sind seit Wochen leer. Wir haben eine Gartenwasseruhr und brauchen daher kein Abwasser zahlen. Für die Landwirte ist es eine ganz schwierige Situation. Sie sollten aus meiner Sicht Unterstützung erhalten – Hans-Jürgen Koch
mit Enkelin Fee-Finnja aus Walsrode

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