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Gearbeitet wird „mit allem, was in den gelben Sack kommt“

30. September 2018

Bürger sollen beim Kunstprojekt „Utopia Walsrode“ ihre „Traum-Innenstadt“ bauen

„Wir wollen die Walsroder mobilisieren, sich selber anders zu sehen und dies auch darstellen.“ Herbert Wolter (freischaffender Künstler), Sandra Diederich (kreative und pädagogische Begleitung), Antje Schroeder (Diplom-Künstlerin) und Michel Bockwitz (Tischler und Holztechniker) rufen mit dem Kunstprojekt „Utopia Walsrode“ die Bürger auf, mit einfachen Mitteln und Gegenständen ein Modell ihrer Stadt zu entwickeln. Dies soll in einem leer stehenden Geschäftsraum in der Moorstraße 17 geschehen. Mit den Arbeiten an der „Neugestaltung“ des Innenstadtrings (Moorstraße, Lange Straße, Kirchplatz, Worth und Großer Graben) wird am Donnerstag, 11. Oktober, begonnen.
Bis zum 18. Oktober hat dann jeder Interessierte Gelegenheit, an dem „Traumland“ mitzuarbeiten. Dafür bieten die vier Organisatoren täglich zweimal drei Stunden – jeweils von 10 bis 13 und von 16:30 bis 19:30 Uhr – Zeit, der Fantasie freien Lauf zu lassen. Gearbeitet wird „mit allem, was in den gelben Sack kommt“. Die recyclebaren Materialien sind von den Veranstaltern vorher gesammelt worden, können aber auch von den „Künstlern“ mitgebracht werden.
Herbert Wolter, Sandra Diederich und Antje Schroeder waren im Vorjahr an dem Projekt „Kunst statt Markt“ in dem ehemaligen Plus-Supermarkt beteiligt. Eine Aktion, die auf große Resonanz stieß, sodass die Organisatoren zuversichtlich sind, dass auch „Utopia Walsrode“ gut angenommen wird. Von den Heide-Werkstätten sowie der Lebenshilfe, die neben der Arbeitsgruppe Inklusion der Stadt Projektpartner ist, haben sich bereits Gruppen angemeldet. Doch auch ohne Anmeldung können Interessierte jeden Alters in der Moorstraße 17 ihr Fantasiegebäude bauen, die im Anschluss an die Ausstellung – so die Idee – auch in den „realen“ Geschäften zu sehen sein sollen. Erstellt werden können aber nicht nur Häuser, sondern beispielsweise auch Grün- und Spielanlagen.
Neben vielen „Künstlern“, die mithelfen, das Modell in dem rund 70 Quadratmeter großen, angemieteten Geschäftsraum entstehen zu lassen, sind die Organisatoren auch auf der Suche nach weiteren Partnern, die das Projekt auch finanziell mit unterstützen.
Im Vorfeld der Arbeiten wird am Montag, 8. Oktober, ab 16 Uhr eine Infoveranstaltung angeboten, bei der das Projekt vor Ort vorgestellt wird. Das komplette Modell der neuen „Innenstadt“ wird dann im Rahmen einer Ausstellung vom 21. bis 26. Oktober jeweils von 15 bis 18 Uhr präsentiert. Die Vernissage findet am Freitag, 19. Oktober, ab 18 Uhr statt. Neben einem Grußwort von Bürgermeisterin Helma Spöring wird auch Musik von Sänger und Blues-Mundharmonika-Spieler Heiko Ebeling zu hören sein. Livemusik gibt es auch bei der Finissage am 26. Oktober ab 18 Uhr. Dann spielt „Opas Stube“ aus Kirchlinteln. Zudem wird das Projekt am 20. Oktober ab 13:30 Uhr im Rahmen des Fachtags „Inklusion“ vorgestellt.

(rie)

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