Für welche Gesellschaftsspiele können Sie sich begeistern? Spielen Sie zu Corona-Zeiten mehr?

2. August 2020

Ob Brett-, Würfel- oder Karten- und Rätselspiele – der gemeinsame Spaß und das Beschäftigen mit Spielen innerhalb der Familien ist eine mehrere tausend Jahre alte Tradition.

Bereits im römischen Reich war das Spielen eine willkommene Abwechslung vom harten und strapaziösen Alltag. So wie auch heute bei uns. Aber nicht nur in der Familie bringt das gemütliche Beisammensein und das Spielen jede Menge Spaß, Freude und Abwechslung, sondern auch mit Freunden.

Die sogenannten Gesellschaftsspiele gibt es seit mehr als 4.000 Jahren, und sie haben an Beliebtheit nichts verloren. Auf einer Party oder bei der Familienfeier sind Gesellschaftsspiele sowieso kaum wegzudenken. Absolute Klassiker und Kult sind die Brettspiele „Mensch ärgere dich nicht“, Mühle, Schach und Dame. Für die Spiele-Fans werden auch Brettspiele als Sammlung angeboten. Aber es gibt noch mehr typische Gesellschaftsspiele, nämlich die Kartenspiele wie Rommé, Mau-Mau, Canasta oder Skat. Die werden auf Partys immer wieder gerne gespielt.
Auch sehr beliebt sind Rätsel-Spiele wie Cluedo oder Scotland Yard. Die Spieler lieben es, sich untereinander scheinbar unlösbare Fragen zum Fall zu stellen, zu raten, zu kombinieren und sich der Lösung des Falls langsam entgegenzuarbeiten.
Gesellschaftsspiele verbinden Generationen und sie machen den Menschen jeden Alters Spaß. Zu den absoluten Rennern auf Partys gehören auch lustige Team-Spiele, bei denen die Partygäste in Gruppen gegen- und miteinander spielen müssen. Die Spiele sollten bestenfalls aus Geschicklichkeit und Taktik kombiniert sein, damit die Unterhaltung untereinander angeregt wird. Klassisch und äußerst beliebt sind dabei Pictionary, Trivial Pursuit, Scharade und vor allem Tabu. Unter den Gesellschaftsspielen befinden sich auch Glücksspiele mit Würfeln oder Karten.

Mit meinem „Nonnen-Club“ spiele ich alle drei Wochen Canasta und Rommy. Wir acht Frauen treffen uns reihum. Es sind aber nicht immer alle dabei. Es kommen auch mal neue Spiele ins Gespräch und auf den Tisch. Wir wollen nicht nur schnuddeln, sondern auch spielen. Jetzt fangen wir langsam an, uns wieder zu treffen. Mit meinem Mann kniffel ich gerne und spiele „Mensch ärgere dich nicht!“. Früher, als mein Sohn noch klein war, haben wir auch immer viel gespielt. Die Gemeinschaft und das gemeinsame Lachen verbindet, auch wenn man verliert. Das Schöne daran ist, man lernt auch zu verlieren. Man kann nicht immer gewinnen. Und die Kinder müssen lernen zu kommunizieren und sich auseinandersetzen. Das ist besonders im Zeitalter des Handys wichtig – Regina Engel aus Visselhövede

„Werwolf“! Das ist ein kooperatives Gruppenspiel. Wir haben einen festen Freundeskreis von zehn bis 15 Personen und organisieren „Weinabende“. Da bringt jeder etwas Wein und Snacks mit, dann wird gespielt. Meistens schaffen wir bei Werwolf vier bis fünf Runden. Dabei geht es darum gemeinsam herauszufinden, wer der Werwolf ist. Der hat die Möglichkeit, „zu töten“. Das Gute daran ist, man spielt es in der Gruppe und sitzt nicht alleine vor seinen Karten. Lustig ist immer die Diskussion, denn jeder will überzeugen, warum er nicht der Werwolf ist. Jetzt kann man sich wieder treffen. Schon vor Corona haben wir immer viel gespielt. Dann gibt es noch eine Doppelkopf-Runde. Zu Corona-Zeiten haben wir sogar online, per Videokonferenz, gespielt. Spielen ist wichtig – Diane Wehrendt und Inken Prigge aus Nindorf/Jeddingen

Ich persönlich spiele sehr gerne „Trivial Pursuit“. Das Spiel gibt es in verschiedenen Editionen, für verschiedene Generationen. Manche sind recht altbacken. Bei den modernen Editionen komme ich bei den Fernsehfilmen und Stars nicht mit. Was ich mit Freunden wieder entdeckt habe, ist das Spiel „Risiko“ zu spielen. Dabei geht es darum Länder zu erobern. Das haben wir schon mit 16, 17 Jahren gespielt. Ich denke, dass die Leute, die nicht nur vor dem Computer sitzen und durch Corona viel Zeit haben, mehr spielen als sonst. Die Gesellschaftsspiele erfahren zurzeit wieder eine Renaissance. Da ich beruflich viel vor dem Computer sitze, spiele ich keine Computerspiele. Wenn ich in unserem Ferienhaus in Hiddingen bin, verbringe ich die Zeit lieber in freier Natur. Wenn, dann spiele ich mit meiner Freundin und meiner Tochter – Eckhart Leptien aus Düsseldorf

Ich spiele definitiv mehr zu Corona-Zeiten, da das öffentliche Leben nicht mehr stattfindet wie bisher. Daher verbringe ich mehr Zeit zu Hause und spiele mehr Gesellschaftsspiel mit meinen WG-Mitbewohnerinnen. „Skyjo“ ist zurzeit eines meiner Lieblingsspiele, welches zu einem unterhaltsamen Kartenspiel für Jung und Alt zählt. Ziel dieses Spieles ist es, über mehrere Spielrunden durch Aufdecken, Tauschen und Sammeln von Spielkarten am Ende die wenigstens Punkte zu haben. Sofern einer der Spieler alle Spielkarten aufgedeckt hat, ist die Runde zu Ende. Zudem finde ich immer noch das Würfelspiel „Quixx“ spannend. „Exit – Das Spiel“ begeistert mich sehr, da es den Escape-Room-Spielen ähnelt. Der Nachteil ist, dass dieses Spiel nur ein einziges Mal gespielt werden kann. Durch verschiedene Schwierigkeitsstufen für Einsteiger, Fortgeschrittene sowie Profis bietet diese Art von Spiel eine echte Herausforderung. Neuen Spielen gegenüber bin ich offen und probiere sie gerne aus – Lisa Behrens aus Hannover

Für mich ist das ganze Leben ein Spiel, manchmal auch ein Trauerspiel. Ansonsten spiele ich überhaupt keine Gesellschaftsspiele. Das hat mich nie gereizt. Für mich hat sich durch Corona nichts geändert. Mein Hauptanliegen ist es, anderen Kunst und Kultur näher zu bringen. Nun muss man andere Wege gehen und sich auf andere Verhaltensmaßnahmen einlassen. Wenn man mit offenen Augen durch die Gegend läuft, ist es wie ein Spiel. Da sieht man Gewinner und Verlierer. Und mit Anstand zu verlieren, kann man auch ohne „Mensch ärgere dich nicht“ lernen. Mein Tagesrhythmus ist immer gleich, einkaufen, kochen, mittwochs ist Wochenmarkt und freitags setze ich mich ins Eiscafé. Das ist für mich wie ein Platz auf einem Schachbrett – Willi Reichert aus Schwitschen

Ich spiele ganz gerne „Scrabble“, das Buchstaben-Anlege-Spiel. Doch meistens findet sich kein Spielpartner, weil den meisten keine Wörter einfallen. Von den Kartenspielen her sind „Uno“, „Rommy“ und „Phase 10“ die Favoriten. Wir spielen genauso viel wie vor Corona, da wir meistens nur zu zweit sind. In den Ferien kommt der 16-jährige Sohn meines Lebensgefährten zu Besuch. Dann spielen wir auch zu dritt. Meine eigenen Kinder leben im Ausland. Wir haben schon immer Gesellschaftsspiele gespielt. Darauf legte ich viel Wert. Im Gegensatz zu heute, wo viele Kinder und Jugendliche vor den „Daddel-Geräten“ und Spielkonsolen hängen. Es gibt in Visselhövede vom Kneipp-Verein einen Spielkreis, der sich regelmäßig trifft. Doch wenn, dann spielen wir lieber Doppelkopf im privaten Freundeskreis – Roswitha Banning aus Visselhövede

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