Explosiv mit 350 PS – der neue Ford Focus RS. Fotos: Ford

Ford Focus RS – Mit Sicherheit sportlich

27. März 2016

Ford Focus RS – Mit Sicherheit sportlich Kurt Sohnemann
Verarbeitung
Gepäckraum
Verbrauch
Leistung
Ausstattung
Sitze

Bewertung:

4.2


„Niemand braucht ihn, aber alle wollen ihn“, fasst mit Patrick Simon einer der Rennfahrer, die bei Ford beschäftigt sind, das Kapitel Ford Focus RS zusammen. Tatsächlich bringt er viel mehr auf die Fahrbahn, als eigentlich erforderlich ist. Wer braucht schon 350 PS, um täglich beim Weg zur Arbeit und zurück im Stau zu stehen? Aber es gibt ja auch andere Zeiten und Strecken, und dann dreht der Focus RS auf, wenn der rechte Fuß locker sitzt. „Wir haben in dem Fahrzeug auch Emotionen verbaut“, verrät einer der Ingenieure aus Köln und liegt damit goldrichtig, wenn er das Gefühl erlebt, der mit dem Startknopf gelöst wird.

Dann röhrt der Vierzylinder mit EcoBoost so richtig los. Der Turbolader beatmet die Brennkammern zusätzlich und das „Backfire“ lässt es in der Abgasanlage das eine oder andere Mal knallen. „Das ist extra so konstruiert, damit sich der Spaßfaktor erhöht“, meint ein weiterer Techniker der Kölner Motorenschmiede. Nicht ohne Stolz sehen sie zu, wie die ersten Protagonisten ihre Runden mit dem Focus RS drehen und dabei in beeindruckenden 4,7 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 schnellen. Das geht natürlich nicht lautlos vonstatten und ist Musik für die Ohren der maximal fünf Insassen. Der Focus in seiner sportlichsten Ausgabe hat immerhin fünf Türen, was den praktischen Nutzen erhöht.

Dabei wird allerdings niemand jemals an die Gepäckkapazität von bis zu 1.045 Liter denken. Diese Werte sind nur Randerscheinungen, wenn der Weg das Ziel ist. Ford hat den Focus RS zudem mit einem Allradantrieb ausgestattet, das insbesondere den Fahrern zugute kommt, die sich im Renntempo über die Pisten bewegen mögen. „Wenn ich morgens die Kinder in den Kindergarten gebracht habe, kann ich noch eine Runde auf dem Nürburgring drehen, bevor ich sie wieder abhole“, bekundet ein Ford-Mitarbeiter, der offensichtlich eine ideale Berufsposition erreicht hat. Armin Schwarz, der bereits einige Jahre Rallyetitel für die Kölner eingefahren hat, lobt das Driftverhalten des Focus RS über alle Maßen.

„Da gibt es nicht das übliche Untersteuern“, ist Schwarz von dem Kurvenverhalten des Allradlers begeistert, weil die Ford-Techniker dem Focus RS bis zu 70 Prozent der Kraft auf die Hinterräder dosiert haben. Trotzdem wird noch ein Leistungsausgleich vorgenommen, so dass ein Höchstmaß an Sicherheit erreicht wird. Schwarz fasst das so zusammen: „durch die Konzeption des Focus RS ist der Sicherheitsraum gewachsen“.

Um das Fahrvergnügen noch weiter zu festigen, ist der Reifenhersteller Michelin aktiv geworden und hat eigens für den Focus RS Reifen entwickelt, die für den Rennsport geeignet sind aber eine Straßenzulassung haben. 40.000 Euro sollte der Spaß dem Fahrer schon Wert sein, denn Ford möchte sich die Aufwendungen für dieses Ausnahmegerät angemessen bezahlen lassen.

Kurt Sohnemann

 

Ford Focus RS Allrad 6 Gang-Schaltgetriebe – Hubraum: 2.261 ccm – Zylinder: 4 Reihe EcoBoost – Leistung kW/PS: 257/350 bei U/min.: 6.000 – Max. Drehmoment: 440 Nm/2.000 – Höchstgeschwindigkeit: 266 km/h – Beschl. 0-100 km/h: 4,7 Sek. – Leergewicht: 1.529 kg – Zul. Gesamtgewicht: 2.025 kg – Wendekreis: 11,9 m – Verbrauch (WA): 7,7 l/100 km – Gepäckraum: 252-1.046 l – Tankvolumen: 62 l – Kraftstoffart: Super – CO2-Ausstoß: 175 g/km (WA) – Euro 6 – Effizienzklasse E – Grundpreis: 40.000 Euro

 

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