Foto: Landkreis Verden

„Fit in Klasse 6“ startet wieder

15. September 2019

Landkreis Verden stellt Vorjahresergebnisse zur Jugendgesundheit vor

Im Rahmen der Aktion „Fit in Klasse 6“ besucht das Team des Schul- und Jugendärztlichen Dienstes nach den Sommerferien wieder alle sechsten Klassen der weiterführenden Schulen im Landkreis Verden. Die Aktion bietet den Jugendlichen – beim Vorliegen der elterlichen Zustimmung – Gelegenheit, ihren Impfschutz auf Vollständigkeit überprüfen zu lassen. Darüber hinaus können die Jugendlichen auch an einem Sehtest teilnehmen und den sogenannten Body-Mass-Index (BMI) ermitteln lassen. Ausgehändigt werden den Jugendlichen und ihren Eltern außerdem Informationen zur Vorsorgeuntersuchung J1 für 12- bis 14-Jährige sowie ein Flyer zum Thema Pubertät.
„Wir hoffen, möglichst viele Jugendliche zur Teilnahme an der Vorsorgeuntersuchung J1 beim Kinderarzt ermuntern zu können und vorhandene Impflücken schließen zu lassen“, erklärt Jugendärztin Dr. Birgit Fredershausen. Die Mitarbeiterinnen des Jugendärztlichen Dienstes stellen darüber hinaus auch das Angebotsspektrum der örtlichen Sportvereine vor, verbunden mit der Ermunterung, Sport zu treiben.
2018 nahmen von insgesamt 1.296 Sechstklässlern 947 Jugendliche (73 Prozent) das Untersuchungsangebot wahr. 838 Kinder nahmen am Impfpass-Check teil (64,6 Prozent). Davon hatten 95,8 Prozent der Jugendlichen einen vollständigen Impfschutz gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR Impfung). „Damit wäre die von der WHO geforderte Durchimpfungsrate von 95 Prozent erfüllt, wovon aber leider nicht auszugehen ist, da 458 Jugendliche ihre Impfpässe nicht abgegeben haben“, erklärt Dr. Fredershausen. Die weitere Auswertung der vorliegenden Impfpässe ergab eine unvollständige Grundimmunisierung von 1,8 Prozent für Tetanus und Diphterie, von 7,4 Prozent für Hepatitis B und 24,3 Prozent für Windpocken.
Im Falle eines auffälligen Sehtestes stellte die Jugendärztin eine Überweisung zu einem Augenarzt aus. „Da nicht zwangsläufig eine Rückmeldung erfolgt, können keine zuverlässigen Zahlen genannt werden.“ Für jede erfolgte Brillenverordnung habe sich jedoch aus Sicht des Jugendärztlichen Dienstes das Angebot bereits gelohnt.
Mit Blick auf die von der Politik geforderten Impfpflicht erhofft sich das Team vom Schul- und Jugendärztlichen Dienst in diesem Jahr eine bessere Resonanz beim Impfpasscheck als in den Vorjahren.

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