Geräumig und praktisch – der Fiat Doblò als Familienauto. Foto: (so)

Fiat Doblò

10. Januar 2016

Fiat Doblò Kurt Sohnemann
Verarbeitung
Gepäckraum
Verbrauch
Leistung
Ausstattung
Sitze

Bewertung:

3.3


Volumenmodell für die Familie

Es bedarf keiner großen Phantasie zu erkennen, dass Familien ausreichend Platz brauchen, wenn sie unterwegs sein wollen. Wer das Glück hat, drei Kinder mit auf den Weg des Lebens zu bringen, will diese auch dort haben, wo die südliche Sonne lockt oder die Rodelhänge zum Freizeitspaß aufrufen. Das geht natürlich nicht ohne das nötige Equipment. Vom Windelsortiment über die Skihose bis zur hauseigenen Rodelausrüstung bieten sich die Utensilien an, die am Urlaubsort nicht entbehrt werden sollen. Ganz zu schweigen von den Lieblings-Kuscheltieren oder der Modellautosammlung. Wer die Wünsche der Kinder kennt, weiß, dass ein Auto nicht groß genug sein kann.

Es soll aber auch auf die Straße passen. Was spricht also für die größtmögliche Platzkomponente mit Pkw-Standard und einer guten Wendigkeit? Fiat bietet diese mit dem Doblò. Wer jetzt glaubt, eine behelfsmäßig umgenutzte Gewerbekarosse in die Garage gekauft zu haben, irrt. Der Fiat Doblò gibt schon beim Zuklappen der Türen zu verstehen, dass es sich hier um einen Pkw handelt, der keine Kompromisse mit dem Transporter eingeht.

Lediglich die Dimensionen darf der Nutzer für sich in Anspruch nehmen. Immerhin lassen sich bei umgeklappten Sitzen bis zu 3.200 Liter im Innenraum unterbringen. Wer alle fünf Familienmitglieder mitnehmen will, kann immerhin noch 790 Liter hinter den fünf Sitzen parken.

Beim 7-Sitzer ist die Ladefläche noch geräumiger als beim Testfahrzeug, das mit fünf Plätzen ausgestattet war. Dass die Insassen nicht der Komfort einer Luxuslimousine erwartet dürfte nicht weiter erwähnt werden müssen. Hier herrscht ein Sortiment gängiger Kunststoffe vor. Das wirkt nicht sonderlich hochwertig, bringt aber wenig Gewicht auf die Waage. Auch das spricht ein deutliches Wort mit, wenn es um die Verringerung von Verbrauchswerten geht. Ein Fahrzeug vom Zuschnitt des Doblò hat nun einmal einen cW-Wert (0,31), der dem eines Kleiderschranks gleicht.

Dann ist eine Diät vor dem Abrollen vom Band schon wichtig, um den Verbrauch von 8,4 Litern Superbenzin zu erreichen. Das ist ein gemessener Wert und kann getrost als Kalkulationsbasis genommen werden, ohne auf gutes Wetter, Rückenwind und Bergabfahrten zu setzen. Ein wichtiger Pluspunkt dürfte für die Familie der bequeme Einstiegswinkel sein.

Durch die beidseitigen Schiebetüren lassen sich nicht nur die Senioren artgerecht verstauen, auch die Kinder sind höchst komfortabel in den entsprechenden Behältnissen zu befestigen. Um an sportlichen Wettbewerben teilzunehmen, hat Fiat den Doblò nicht gebaut, was schon nach wenigen Metern deutlich wird. Das ist aber auch nicht schlimm, denn wer für eine Familie verantwortlich ist, muss das Gefieder seiner Schutzengel über Gebühr strapazieren.

Kurt Sohnemann

 

Fiat Doblò Lounge 1.4 T-Jet kurze Variante – Hubraum: 1.368 ccm – Zylinder: 4 Reihe/Turbo – Leistung kW/PS: 88/120 bei U/min.: 5.000 – Max. Drehmoment: 206 Nm/2.000 – Höchstgeschwindigkeit: 172 km/h – Beschl. 0-100 km/h: 12,4 Sek. – Leergewicht: 1.490 kg – Zul. Gesamtgewicht: 2.030 kg – Zul. Anhängelast gebr.: 1.000 kg – Verbrauch (Test): 8,4 l/100 km – Gepäckraum 790 – 3.200 l – Tankvolumen: 60 Liter – Kraftstoffart: Super – CO2-Ausstoß: 169 g/km (WA) – Euro 6 – Effizienzklasse E Grundpreis: 20.050 Euro

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