Foto: aki

Es gibt überall etwas zu entdecken

4. März 2018

Künstler im „ArtOutlet“ in der ehemaligen Lehns-Kaserne präsentieren ihre Arbeiten und Räumlichkeiten

„Ich finde das Projekt, Leben durch Kultur in die Kaserne einzubringen, sehr gut und vielversprechend“, gibt Lutz Hölscher, Kunstlehrer am Dom-Gymnasium Verden kund, während er fleißig seine Bilder aufhängt. Er ist einer von 30 Künstlern, die sich an der Ausstellung „Die können was“ – Öffnungszeit am 4. März von 11 bis 18 Uhr, in den Räumen des Gewerbe-Campus Lehnsheide (ehemalige Lehns-Kaserne) in Visselhövede, beteiligen. Der 49-Jährige aus Bendingbostel/Kirchlinteln, kennt den Initiator des „ArtOutlet“ Willi Reichert bereits von früheren Ausstellungen im Wasserturm.

„Es kommen überwiegend Künstler aus der Region Hohe Heide, aber auch aus Dakar, Senegal. Damit möchten wir ein bisschen an die Zeit der Hohe-Heide-Galerie anknüpfen. Der Bedarf ist da. Die Künstler möchten zeigen, was es Neues gibt und wie sie sich entwickelt haben“, informiert Willi Reichert. Durch Mund- zu Mund-Propaganda und über Facebook fand der Kunstexperte viele Mitstreiter, sodass nun bereits etliche Räume des Gebäudes auf drei Etagen mit Kunstschaffenden bestückt sind.

Jeder Künstler hat hier seinen eigenen Raum in der Größe von 15 bis 60 Quadratmetern. „Somit gibt es viel zu entdecken. Unter anderem ist „Kunstknick“ aus Fintel und auch der Kunstzirkel der Lebenshilfe vertreten. Es handelt sich also nicht um Kunst, die man ehrfürchtig betrachten muss, sondern hier geht es eher zu wie auf einer Messe“, freut sich Reichert. Unter anderem belegt die Band „Shotgun“ einen Raum, um dort ungestört proben zu können. „Am Ausstellungswochenende halten sie hier eine offene Probe ab.“

Im Handarbeitsstübchen ist Claudia Adler mit Textilien vertreten. Es gibt Photographien von Silke Kappenberg, Andreas Irmer und Eberhard Kurz zu sehen. Die Besucher erwartet eine Mal- und Zeichenschule bei Soraya Heuer und Reichert, Malereien von Jobst Deventer, Lutz Hölscher, Saada Tail und Jürgen Bodo Scholz, aber auch Schmuck von Sabine Driessen. Des Weiteren werden Skulpturen, Keramiken und vieles mehr zu finden sein. Es gibt überall etwas zu entdecken. „Quasi ein Haus gefüllt mit Ateliers, Übungsräumen, Studierzimmer – und alledem, was machbar ist!“

Sehr erfreut zeigt sich Künstler Reichert über die Rückendeckung und Unterstützung der Firma JBS Behrens: „Da ist viel Know-how, auf das ich zurückgreifen kann.“ Außerdem zeige das Unternehmen auf diese Weise seine Loyalität zur Vissel-Stadt. „Unser Bestreben ist es, Kunst und Kultur hier dauerhaft anzusiedeln – neudeutsch ausgedrückt: ein „Start-Up-Center“ in der Heide!“

Übrigens gibt es noch einige leere Räume mit Platz und Möglichkeiten, sich zu verwirklichen. Wer Interesse hat, kann am heutigen Sonntag vorbeischauen und mit Willi Reichert oder einen der anderen Künstler ins Gespräch kommen.

(aki)

 

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