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Einer der nördlichsten Regenwälder

19. November 2017

Im dänischen Randers können Gäste die Umgebung ferner Landstriche nachfühlen

Wasserfälle, warme Temperaturen und fliegende Hunde sind nicht unbedingt kennzeichnend für Dänemark. Lediglich auf einer kleinen Fläche des skandinavischen Staates können die Gäste solchen Bedingungen erleben. In Randers, einer der nördlichsten Städte Djurslands bietet das Regnskov, ein künstlicher Regenwald, die unwirklichen Bedingungen für den Staat mit den vielen Ferienhäusern. Somit ist den Besuchern Dänemarks bei allen Witterungsbedingungen eine willkommene Abwechselung eingeräumt.

Wer genau hinsieht, kann kleine, fleißige Blattameisen bei der Arbeit zusehen oder aber die Fütterung der Seekühe verfolgen. Etwas aufdringlicher sind die Affen in der Sektion Südamerika, die von Ast zu Ast springen und sich auch gern von den Besuchern in den Arm nehmen lassen. Das soll zwar nicht sein, aber das wissen die Weißgesichtssaki nicht. Weniger Chancen, mit den Menschen in Berührung zu kommen, hat der Komodowaran. Das ist auch besser so. Zumindest für die zweibeinigen Gäste des künstlichen Regenwaldes, denn so einige der Tiere sind nicht ungefährlich, wenn sie mit den Besuchern auf Tuchfühlung kommen würden. Auch die Schnappmäuler aus Afrika, aus denen wenig belesene Menschen vor Jahren noch Handtaschen und Schuhe gemacht haben, würden nur allzu gern mal den einen oder anderen Happen europäischer Lebenskost zu sich nehmen. Die Schutzmaßnahmen dänischer Behörden sind jedoch hoch genug, um solche Situationen zu verhindern.

Von Südamerika über Asien nach Afrika können sich die Gäste in den abgeschlossenen Gebieten des künstlichen Regenwaldes bewegen und damit auch die einzelnen und unterschiedlichen klimatischen Bedingungen erleben. Für die Bewohner der Regenwaldzonen sind die Umgebungen perfekt nachempfunden, so dass sich die Tiere in den Sektionen wohl fühlen können. Für die Besucher eine einzigartige Möglichkeit, den Kreaturen fremder Länder nahe zu kommen und diese zu beobachten. Dass sich viele Arten dort sehr heimisch fühlen, zeigt die Nachwuchsrate, die in dem Regnskov zu verzeichnen ist. Erwachsene zahlen etwa 25 Euro für das Tagesticket, für Kinder werden rund 15 Euro verlangt, wobei der Regenwald ganzjährig besucht werden kann.

Kurt Sohnemann

Infos: www.visitdjursland.com, www.visitdenmark.com, www.regnskoven.dk

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