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Eine Portion Knigge zum Menü

17. Mai 2015

„Das hätte ich man vor ein paar Tagen wissen sollen“, erinnert sich ein Schüler der zehnten Klasse in der KGS Schwarmstedt, als er das Besteck von außen nach innen benutzte, um das Menü zu essen, „denn ich war zur Konfirmation eingeladen.“ Ein weiterer Schüler erinnert sich an eine Einladung bei einem Onkel, die in einer gepflegten Atmosphäre stattfand und ihn vor die neuen Aufgaben der Tischsitten stellte. Inga Zimolong-Wilmes, Inhaberin des Hotels und Restaurants Heide-Kröpke ist als Kennerin der Szene sicher im Auftritt und erklärt den Schülerinnen und Schülern eindrucksvoll die Gepflogenheiten auf dem glatten Parkett der Gesellschaften. Nicht jeder aus dem Kreise der Schüler hatte bereits eine Erfahrung damit, war aber gern bereit, sich auf einige Selbstverständlichkeiten einzulassen, die zu den guten Sitten gehören.

Manchmal ergänzen sie auch nur die Regeln des guten Tons oder Anstands. Schließlich wollten alle Schülerinnen und Schüler ein paar Regeln des Anstands mit auf den Weg in den Beruf nehmen, die nicht selten ausschlaggebend für den Zuschlag bei einer Lehrstelle geben. Dass man den möglichen Chef nicht mit den Worten „Ey Alder“ begrüßt, ist noch allen bekannt, wie aber ein distanziertes und dennoch verbindliches Auftreten geht, sollten die Schülerinnen und Schüler nach dem Knigge-Seminar schon deutlicher werden. „Wir haben es uns vom Rotary-Club auf die Fahnen geschrieben, die Schüler der KGS zu unterstützen. Dies ist eine Maßnahme davon“, erklärt die Hotelchefin.

Klassenlehrerin Kristina Peper zeigte sich sofort angetan von der Idee des Knigge-Seminars, wie auch die Schülerinnen und Schüler der 10H1. Dass Benimmregeln und Small-Talk einen Stellenwert haben, konnten die Gäste im Heide-Kröpke in dem Seminar ebenso feststellen, wie die Technik, eine Serviette dekorativ zu falten. Hier glänzten sogar einige Schülerinnen und Schüler mit Vorkenntnissen. Bei einem 4-Gänge-Menü konnten die Schülerinnen und Schüler die erlernten Höflichkeitsformen und Verhaltensweisen gleich in die Tat umsetzen. „Diese Klasse ist wirklich ausgesprochen gut und lernwillig“, freute sich Kristina Peper über das Informationsbedürfnis ihrer Schützlinge, die nicht nur des Essens wegen ins Heide-Kröpke gekommen waren.

(so)

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