Foto: KGS Schwarmstedt

Eine Legende verlässt die KGS

26. Juli 2020

Andreas Brundiers wird aus der Wilhelm-Röpke-Schule verabschiedet

Immer wenn Gesamtschuldirektor Tjark Ommen Lehrerinnen und Lehrer der Wilhelm-Röpke-Schule im feierlichen Rahmen aus dem Schuldienst entlässt, wählt er lobende Worte, sucht die Stärken der Lehrkraft und geht darauf ein. Bei Andreas Brundiers fiel es ihm schwer, seine Rede einzugrenzen. Im Moment des Abschieds erinnerte er an die „Linke Klebe“ beim Fußballspiel gegen die Schüler, an den politischen Menschen, an den Mann mit Ecken und Kanten, der nie „aalglatt“, sondern immer streitbar, aber auch friedensstiftend war, wenn es darauf ankam. Er erinnerte daran, dass es Andreas Brundiers war, der dafür sorgte, dass die Facebook-Seite der KGS wieder gelöscht wurde. „In Ihrer Rede dazu haben Sie mich selbst davon überzeugt, dass der Begriff Freundschaft bei Facebook etwas ganz anderes bedeutet, als er es an unserer Schule tun sollte.“ Ommen sprach vom Personalratsmitglied und vom Schildkrötenfreund und betonte: „Sie waren ein ganz besonderer Lehrer, ein Typ, ein Original, eine Legende.“
Und da niemand die Besonderheiten des Lehrers Andreas Brundiers besser beurteilen kann als seine Schüler/innen, hatte der Gesamtschuldirektor seine Rede mit der Schülersprecherin Yana Lawrenz vorbesprochen und aufgeteilt. Yana, die nicht nur gemeinsam mit Lara Jensen Schülersprecherin, sondern auch Klassensprecherin in der jetzigen und damit letzten Klasse ist, die Andreas Brundiers als Klassenlehrer betreut hat, hatte gemeinsam mit Lara und Jolina Liedtke eine Rede vorbereitet, die alle Anwesenden berührte.
Sie begann damit, dass sie selbst noch kein Vierteljahr alt war, als Andreas Brundiers am 1. Februar 2003 seinen Dienst an der KGS Schwarmstedt begann. In diesen 17 Jahren hat Andreas Brundiers viele Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Yana fuhr fort: „Immer haben Sie ein Lächeln, aber auch einen frechen Spruch auf den Lippen. Es gab Kinder und Jugendliche, die Ihre Ironie nicht gleich verstanden oder gar missverstanden haben.“ Diskussionen mit Schüler sei Brundiers immer wichtig gewesen. „Dadurch fühlten wir uns ernst genommen und wir haben immer das Gefühl gehabt, da interessiert sich ein Lehrer wirklich für uns.“
Um solch einen Lehrer gebührend zu verabschieden, hätte es eigentlich einer großen Feier bedurft, die aber derzeit nicht möglich ist. So beschlossen Lara, Jolina und Yana für Andreas Brundiers ein Buch zu erstellen, in dem nicht nur die jetzigen Schüler/innen, sondern auch Generationen davor ihre Grüße an diese „Legende“ niederschreiben können. Mit der Unterstützung der SV-Verbindungslehrer Karla Schulz und Oliver Kracke und mit dem neu gegründeten Ehemaligenverein wurden frühere Schüler gesucht und die Idee umgesetzt. Mehr als 80 Schülerinnen und Schüler haben mit Briefen mit Wünschen für die Zukunft und mit Erinnerungen an die gemeinsame Zeit zur Erstellung des Buchs beigetragen.
Im Anschluss daran bedankte sich die Deutsch-Fachbereichsleiterin Kathrin Remmers im Namen der Deutschkollegen mit lobenden Worten und diversen Geschenken. Sie hob den wunderbaren Umgang mit den Schülern hervor.
Thomas Hähne schloss als Personalratsmitglied die Liste der Redner. Er bewunderte den wahren Lehrer, „der nur mit einem Buch und ein paar Arbeitsblättern bewaffnet in Klassenräume ging, um Kinder und Jugendliche zu begeistern, sie auf einem Weg hin zum „Wissen“ zu begleiten, sie zu motivieren ohne Schnick-Schnack, aber immer mit viel Herz.“ Und schloss seine Rede mit den Worten: „Ich hoffe, wir alle können uns eine Scheibe abschneiden von deinem Blick für die Schüler und die wirklich wichtigen Dinge jenseits von Kerncurricula, Vorschriften und Regeln. Einfach in den Klassenraum gehen und Schüler als Lehrer und Freund zu begeistern“.

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